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Villingen-Schwenningen Corona-Krise: "Ochsen": Restaurant-Betrieb ruht auf unbestimmte Zeit

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Auch das Ochsengärtle bleibt weiter geschlossen. Foto: Hotel und Restaurant Ochsen

Villingen-Schwenningen - Für viele Schwenninger ist das 130 Jahre alte Hotel und Restaurant Ochsen eine Institution. Die Zukunft des Familienbetriebs ist wegen der Corona-Krise jedoch ungewiss. Der Restaurant-Betrieb ruht auf unbestimmte Zeit. Warum der Inhaber des Traditionsbetriebs trotz Lockerungen der Corona-Regeln erst Mal kein Ende der schwierigen Situation sieht, lesen Sie in unserem (SB+)Artikel.

Die Familiengastronomie "Ochsen" geht auf den Uhrmacher Johannes Schlenker zurück, der 1890 anfangs in einem kleinen Raum eine Schankwirtschaft betrieb. Sein Urenkel Dieter Schlenker hat nun Jahre später laut eigener Aussage eine "ärmliche Perspektive", was die Zukunft des "Ochsen" angeht.

So hat die Corona-Krise den Betrieb gleich mehrfach getroffen: Alle drei Standbeine - Übernachtungen, Catering und Restaurant - sind eingebrochen. Cateringtermine wurden abgesagt, das Restaurant geschlossen. Nur einige wenige Hotelgäste hat Dieter Schlenker derzeit. Die Zimmerbelegung liege bei etwa zehn Prozent, berichtet er. Mit dem Umsatz hieraus "mogele" er sich derzeit durch. Die sieben Mitarbeiter des "Ochsen" sind alle überwiegend in Kurzarbeit. Außerdem hat Schlenker einige fällige Zahlungen gestundet (aufgeschoben).

Catering macht großen Teil aus 

Der "Ochse" lebe zu einem großen Teil vom Catering, erklärt der Hotelinhaber. Vor Corona sei das Auftragsvolumen für dieses Jahr "prima" gewesen. Durch die Pandemie und die Absagen von Veranstaltungen sei das Ganze dann aber "komplett eingedämmt" worden. Das À la carte-Geschäft - also der Restaurantbetrieb - mache etwa 25 Prozent der Gastronomiesparte aus. "Dafür soll ich meine Küche anwerfen?", fragt der Küchenmeister. Das sei betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll. Vor allem, da durch die Abstandsregeln in den kleinen Restaurant-Räumlichkeiten nur etwa zwölf Gäste drinnen und zwölf Gäste draußen begrüßt werden könnten.

Wie kann es mit dem "Ochsen" nun in Zukunft weitergehen? Was passiert bei der sich anbahnenden Wirtschaftskrise? Vor vier Jahren seien die Hotelzimmer mit Fremdkapital renoviert worden, berichtet Schlenker. Ihm sei schleierhaft, wie er das nun bewältigen solle. "Das ist keine Perspektive, Schulden mit Schulden zu bezahlen", sagt er. Die derzeitigen Umsätze seien so gering, dass sobald eine größere Reparatur anstehe, die Kalkulation nicht mehr aufgehe. 

Schlechte Buchungslage über Pfingsten

Alles schwarz sehen will Schlenker gleichwohl nicht. Er baue trotz allem darauf, dass bald wieder mehr gereist werde. Das sei momentan aber noch nicht erkennbar. Im Gegenteil: Über Pfingsten sei die Buchungslage sogar schlechter geworden, statt besser. Das könnte laut dem Hotelchef aber auch daran liegen, dass in Schwenningen weniger Touristen und mehr Geschäftsreisende unter den Übernachtungsgästen sind. 

"SOS gilt jetzt noch nicht. Es ist jetzt nicht so, dass wir dem Untergang geweiht sind", meint der Ochsen-Wirt abschließend. Er will abwarten, wie sich die Situation entwickelt. Die Zukunft sei ungewiss, man begebe sich nun in "neue Gewässer". Und für den Moment gelte, dass zu den fehlenden Einnahmen nicht auch noch zusätzliche Verluste dazukommen. 


 

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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