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Villingen-Schwenningen Corona-Krise: Mehr Außenflächen für Färberstraßen-Wirte

Von
Foto: Bombardi

Villingen-Schwenningen - Am Wochenende bestand die Villinger Färberstraße ihre Feuertaufe als verkehrsberuhigter Bereich, der umgangssprachlich auch als Spielstraße bezeichnet wird. Was vor Monaten noch undenkbar war, erweist sich in der aktuellen Situation als Glücksfall für die Gastronomiebetriebe.

Die neue Regelung verhilft vor allem den Wirten, ihre Bewirtungsfläche im Außenbereich unter Berücksichtigung der erforderlichen Mindestabstände im gewohnten Umfang zu erhalten. Die neue Regelung erlaubt den Fußgängern auf Gehwegen und der gesamten Fahrbahnbreite zu flanieren. Demgegenüber sind Fahrer aufgefordert, in Schrittgeschwindigkeit die Straße zu passieren.

Neue Regelung erweist sich als Erfolg

Zumindest in den ersten Tagen nach Inkrafttreten der neuen Regelung blieb diesbezüglich einiges beim Alten. Dafür war sie noch zu neu, und viele hatten davon wohl noch nichts mitbekommen. Die Fußgänger passierten die Straße hauptsächlich, um sie zu überqueren, und unter den Fahrzeuglenkern waren noch einige, die noch im gewohnten Tempo durch die Färberstraße rauschten. Doch insgesamt erwies sich die neue Regelung als ein Erfolg: Trotz der frischen Temperaturen bescherte sie den Gastronomiebetrieben auf ihren Außenflächen einige Gäste.

Domenico Wittkopf, Inhaber des Gasthauses Ott, spricht von einer super Lösung, die sich seines Erachtens zu einem nachhaltigen Erfolg entwickeln kann. "Die Verwaltung reagierte rasch und relativ unbürokratisch auf unsere Befürchtungen, bei den aktuell gültigen Hygienevorschriften im Außenbereich nur einen Bruchteil unseres ohnehin bereits reduzierten Umsatzes erzielen zu können." Wittkopf sieht in der nun getroffenen Regelung eine große Chance, die Verkehrsbelastung aus der Färberstraße weitestgehend herauszubekommen. Ein verkehrsberuhigter Bereich ermöglicht auch Eltern und ihren Kindern, die sich tagsüber in der Färberstraße aufhalten, eine höhere Lebensqualität. "Wenn wir jetzt noch klarere Anweisungen erhalten, was wir tun dürfen und was nicht, wäre es für den Betrieb der Gastronomie eine weitere deutliche Erleichterung", bedauert Wittkopf die nahezu täglichen, schrittweisen Lockerungen der in der Corona-Verordnung definierten Shutdown-Maßnahmen.

Klaus Fehrenbach lobt Beschluss der Stadt

Klaus Fehrenbach, Geschäftsführer und Inhaber des Kaffeehauses Villa, sieht es ähnlich. Er hebt das tolle Entgegenkommen der Stadt hervor, die mit ihrem Beschluss, die Färberstraße zumindest temporär in einen verkehrsberuhigten Bereich umzuwandeln, bei den Gastronomen für ein völlig neues Gefühl sorgte. "Die Gäste machen rege von der Möglichkeit Gebrauch, sich im Außenbereich bewirten zu lassen", freut sich Fehrenbach, dank der neuen Verkehrsregelung die Anzahl der Sitzplätze im Freien erhalten zu können.

Gunnar Frey, Geschäftsführer vom Soundservice VS, geht sogar einen Schritt weiter. Auch er lobt die Stadt in Bezug auf die Umwidmung der Färberstraße für ihr unbürokratisches und zügiges Handeln. "Meiner Meinung nach wäre die Umgestaltung in eine Fußgängerzone die optimale Variante." Der Lieferverkehr hätte weiterhin die Möglichkeit, die Einzelhandelsgeschäfte zu erreichen, und die Verkehrsbelastung wäre auf ein Minimum reduziert. Zu einer Reduzierung des Verkehrslärms könnte es auch führen, die Parkplätze in der Färberstraße nur noch Anwohnern mit entsprechender Parkerlaubnis bereitzustellen. Wie seine Kollegen der benachbarten Gastronomiebetriebe begrüßt er indes die Einführung eines verkehrsberuhigten Bereichs.

Alle sind sich einig, dass dies eine dauerhafte Lösung bleiben könnte. Auch die Fußgänger schätzen es, entlang der Färberstraße zu flanieren und im Außenbereich der Gastronomiebetriebe zu verweilen. "Das Lebensgefühl ist gleich ein anderes", bemerkte ein Gast.

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