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Villingen-Schwenningen Casino-Betreiber spielen unzählige Asse aus

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Direkt aus Amerika hatten sich "The five Flops" für ihren Auftritt in die "Weltstadt Villingen" einfliegen lassen. Foto: Schwarzwälder-Bote

Zahlreiche Asse spielten die Zunftballregisseure Oliver Kienzler und Timo Klötzl bei ihrer Premiere unter dem Motto "Tonhalle Royal – Hier kugeln die Rollen" aus. Ballettkinder wirbelten als Pokerkarten über die Bühne, einarmige Banditen suchten ihre Opfer, und am Roulette-Tisch zockten die Amtsleiter ums Vermögen der Stadt.

VS-Villingen. Stilecht empfing das Team der Historischen Narrozunft die Casino-Gäste auf dem roten Teppich, Spielautomaten und die Villinger Skyline in Las Vegas-Optik als Bühnenbild trugen zur passenden Atmosphäre bei.

Was so alles passieren kann, wenn das Glücksspiel im Städtle Einzug hält, zeigt sich bei der Runde der Amtsleiter, bei der sie am Roulette- und Pokertisch alles aufs Spiel setzen, ob die Sanierung des Gymnasiums am Deutenberg und der Waldstraße oder gleich ganz Schwenningen. Ähnlich chaotisch geht es bei den Gemeinderäten zu: Die elektronische Stimmabgabe führt immer wieder zu neuen Ergebnissen, aber immerhin fällt der Beschluss jedes Mal pro Jugendkulturzentrum aus.

Über das machen sich auch die Mütter der Jugendgemeinderäte so ihre Gedanken. Und Kulturamtsleiter Andreas Dobmeier werfen sie vor, er wisse wohl auch erst seit dem Arte-Film, dass Fasnet ein Kulturgut ist. Und setzen gleich drauf, dass der Nachwuchs von Ernst Reiser schon die drei Grundregeln der Kommunalpolitik gelernt hat: So etwas hat es noch nie gegeben, so etwas wir es nie geben, und Schwenningen braucht das gleich gar nicht.

Mit dem ein oder anderen Kniff zockt der Hütchenspieler Salvatore die Villinger und die Schwenninger ab. Tief in die Trickkiste greifen die Magier, die nicht nur Hexe und Butzesel auf die Bühne zaubern, sondern auch ein zerlumptes Narrohäs samt Stoffbahn in ihrem Schrank verstauen und flugs einen Trieber mit Kragen ans Tageslicht holen. Ganz in Manier der zersägten Jungfrau geht es einem Glonki an den Hals, dessen weißer Kragen nach der Nummer endlich rot ist.

Ein einarmiger Bandit namens Kubonelli und seine Kumpane machen sich auf die Suche nach Zaster in Villingen – vergeblich. Da ist nichts mehr zu holen, müssen sie doch feststellen, dass die Gemeinderäte als Träger der Stadt träger als alle sind, der Einzelhandel sich selbst vernichtet und selbst bei den Vereinen nichts mehr zu holen ist, wenn der FC 08 schon seine Punkte verschenkt und die Narrozunft alle alten Häuser aufgekauft hat. Die Lacher auf ihrer Seite hat auch Alina Wöhrle, die Pauline und Quirin Säger erklärte, wie sich ein Zunftmeisterkind zu verhalten hat, wenn der Vater den Rausch von der Ratsherrensitzung ausschläft oder beim Ball zu viel trinkt. Mit ihren Nachfolgern so gar nicht zufrieden, sinniert sie über ihre vertane Chance, sich für den Posten zu bewerben, "dann wären dem Rat solche Kinder erspart geblieben". Um sich für die Zukunft zu wappnen, belegt sie denn den Kurs "In fünf Schritten zur Zunftmeisterin". Und weiß um die harte Konkurrenz: "Da treffe ich bestimmt die Alte Jungfere und Dominik Schaaf."

Und es ist tatsächlich ein Glück, dass es trotz der neuen Glücksspielverordnung ein Glücksrad für Anselm Säger und Alexander Brüderle gibt: Die beiden schlüpfen in die Rolle von Peter Kerber und Roland Weißer und bringen beim Sommerfest der Zunft so manchen Gewinn unter die Leute. Beispielsweise ein zusätzliches "Vater unser", das Dekan Josef Fischer für die Schwenninger beten muss. Die beiden laufen ein mal mehr zu Hochform auf, wie sie mit dem Glücksrad durch den Saal ziehen. Die Grundsätze der Kommunalpolitik haben sie allemal durchschaut: "Bei geraden Zahlen geht das Geld nach Schwenningen und bei geraden in die Neckarstadt."

Geldsorgen der anderen Art treiben einen Bräutigam nach seinem Junggesellenabschied um, nachdem er im Casino alles verzockt hat und sich für seine Hochzeit das "Royal Paket" in der Lorettokapelle samt Auftritt der "Flower Powers" und einem Fünf-Gänge-Menü in der Zehntscheuer nicht mehr leisten kann. Doch in der Welt des Glückspiels findet sich immer ein Gewinn – dem Happy End steht also nichts mehr im Weg.

Und natürlich knackt der Nachwuchs am Ende auch den Jackpot und fordert angesichts des Jubiläumsjahrs unter der Devise "Aufbruch in die Zukunft", dass die Kinder in Villingen an die Macht kommen und sich der Jugendgemeinderat der ungelösten Probleme annimmt.

Angesichts dieser Jugend muss sich die Zunft jedenfalls keine Sorgen um die Zukunft des Balls machen. Gemeinsam mit den alten Hasen stehen die jungen Leute souverän auf der Bühne, machen sich so ihren eigenen Reim auf die Lokalpolitik und nehmen deren Akteure auf die Schippe. Alle gemeinsam begeistern das Publikum. Ebenso die Ballettgruppen in ihren tollen Kostümen. Ob die Kleinsten zu "Poker Face" als Spielkarten auf der Bühne rocken, das Jugendballett mit Stock und Zylinder als Mafiosi erscheint oder das Zunftballett eine Revueshow aufs Parkett legt und als Harlekine ­akrobatische Einlagen präsentiert, ohne Zugabe darf keine Gruppe von der Bühne.

Die fordern die Zuschauer auch von "The five Flops" ein, die mit einer Ballade über die Fasnetszeit begeistern. Und auch ihre Hommage an das Morbili für den nicht nur heiteren Job an der Seite des Narros kommt bestens an. So mündet der Ball nach mehr als drei Stunden in ein fulminantes Finale, bei dem die neuen Regisseure ihre Vorgänger überraschen: Mit einem Stern für einen eigenen Walk of Fame danken sie Brüderle und Säger für ihren 15-jährigen Einsatz an der Spitze des Zunftballs. Dass sie würdige Nachfolger gefunden haben, das bewies die närrische Reise in die Glitzerwelt der Casinos. Mit diesem vielseitigen Team an der Seite haben Kienzler und Klötzl auch für die nächsten Auflagen sicher noch einige Joker in der Tasche.

Die neuen Casino-Leiter: Olli Kienzler, Timo Klötzl.

Roulette und Poker: Haupt- und Personalamt, Joachim Wöhrle: Mathis Richter. Amt für Finanzen und Controlling, Hans Kech: Luis Dinser. Bürgeramt, Ralf Glück: Jörg Kimmich. Amt für Schule, Bildung und Sport, Stefan Assfalg: Martin Schubauer, Amt für Kultur, Andreas Dobmeier: Dominik Beha. Stadtbauamt, Franz-Josef Holzmüller: Andi Dörflinger. Amt für Stadtentwicklung, Henning Keune: Werner Mauch. Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau, Dieter Kleinhans: Philip Haas. Stadtarchiv, Heinrich Maulhardt: Lorenz Richter. Forstamt, Tobias Kühn: Quirin Säger, Oberbürgermeister Rupert Kubon: Marius Richter. Bürgermeister Detlev Bührer: Sebastian Bohrer. Croupier Heidi Popko. Kartengeberin: Priska Haas. Bauchladen: Matthias Wöhrle

Salvatore – Der Hütchenspieler: Olli Kienzler.

Gemeinderat – Abstimmung im Hinterzimmer: Oberbürgermeister Rupert Kubon: Marius Richter. Renate Breuning: Eva Säger. Ede Schurr: Werner Mauch. Rudolf Nenno: Matze Reiner. Ernst Reiser: Marcel Roth. Joachim von Mirbach: Christof Ade. Frank Bonath: Benedikt Fehrenbach. Alexander Brüderle: Linus Richter. Nummerngirl schwarz: Steffi Brüderle. Nummerngirl blau: Sophia Konegen. Nummerngirl rot: Hannah Becker.

Helikoptermütter: Mondäne Muttis: Steffi Brüderle, Alina Wöhrle, Über-Mütter: Eva Säger, Marieke Vosseler, Öko- Muttis: Sabine Henke, Karin Blessing, Kellner Clemens Baumann, Kind Ina Sauter.

Magie und Zauberei: Zauberer Rolf Ade, Wolfgang Roth, Alex Brüderle, Glonki: Phillip Haas, Trieber Mathias Keller, Moritz Schaumann, Hexe: Lukas Link.

Einarmige Banditen: Mafia-Boss Roland Weißer, Mafiosi Felix Ettwein, Fabian Glatz, Fabian Mauch.

Töchter des Zunftmeisters: Alina Wöhrle, Pauline Säger, Quirin Säger, Eva Säger.

Glücksrad: Anselm Säger als Peter Kerber, Alexander Brüderle als Roland Weißer.

Gesangsnummer: Peter Metzger, Gesang und Gitarre, Gesang: Hans Vosseler, Manfred Roth, Rolf Kübeler, Cachon Michael Willmann.

Junggesellenabschied: Bräutigam in Spe: Uwe Waldvogel, Kumpels: Joachim Fuchs, Michael Reiser, Timo Klötzl, Jörg Kimmich, Barkeeper: Clemens Baumann.

Jackpot: Gewinner Linus Richter, Benedikt Fehrenbach

Casino-Chef: Olli Kienzler.

Kinderballett: Leitung: Sabrina Mauch, Jana Metzger. Merle Fleig, Kira Frey, Marvie Greitmann, Antonia Haas, Valerie Haas, Estée Hauser, Stella Hauser, Lara-Marie Lewanderski, Louisa Lewanderski, Leonie Reiser, Marie Reiser, Sophie-Marie Schaumann, Maya Teutsch, Melissa Teutsch, Lena Wagner, Luise Wagner, Elaine Weißer. Frisuren: Mütter der Kinder; Maske: Karin Blessing, Susi Roth.

Jugendballett: Leitung Lisa Eisenmann. Hannah Becker, Ruth Beitz, Hannah Dinser, Lea Dinser, Vreni Dinser, Angelina Fauth, Maxi Raufer, Pauline Säger, Ina Sauter, Pia Sauter, Ameélie Schaumann, Selina Schaumann, Michelle Teutsch, Ann-Kathrin Weißer. Frisuren: Anette Wagner, Claudia Raufer. Maske: Lauks Hairstyle.

Zunftballett: Leitung Janine Roth. Kathrin Bachert, Timo Brugger, Michaela Faißt, Michaela Dominik Haas, Marvin Hahn, Kristina Huy, Tabea Jauch, Jasmin Mauch, Sabrina Mauch, Jana Metzger, Chiara . Nolle, Franka Nolle, Jan Orsinger, Julia Popko, Daniel Rausevic, Isabel Roth, Janine Roth, Sandra Rudzki, Pascal Schiele, Larissa Voggenreiter, Julia Wursthorn. Frisuren: Anika Schwarzmüller, Ricarda Zajac. Maske: Alexandra Hall, Heidi Uetzfeld.

Maske: Spieler: Yvonne Gienger, Alexandra Hall. Sänger: Karin Blessing.

Regie: Olli Kienzler, Timo Klötzl.

Kulissenmaler: Ute Kimmich, Uwe Waldvogel.

Kulissen- und Requisitenbau: Peter Feustel, Torsten Haas, Timo Klötzl, Anselm Konegen, Rafael Lewanderski, Marcel Nolle, Michael Reiser, Christian Strobel, Christian Hauser.

Bühnentechnik: Peter Feustel, Florian Fischer, Oliver Greitmann, Torsten Haas, Peter Hupfer, Anselm Konegen, Rafael Lewanderski, Marcel Nolle, Benjamin Oberle, Michael Reiser, Christian Strobel, Julian Klein.

Licht und Ton: Firma Käfer PA mit Conny und Markus Käfer und Dennis Schmidt, Patrik Metzger, Sven Metzger.

Mikrofon-Ausgabe: Christian Hauser, Daniel Roth.

Durchsagen/CD-Einspielungen: Wolfgang Roth.

Kostüme: Jugendballett: Jasmin Mauch, Julia Wursthorn. Kinder und Zunftballett: Monika Baumann, Katja Hall, Dorothy Rainer, Isa Roth, Heidrun Säger, Heidrun Voggenreiter, Bettina Wöhrle.

Video-Sequenzen: "Villingen von oben": Sebastian Klingk. "Villingen im Takt": Hans-Jürgen Götz.

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