Die Schulbusse sind oft überfüllt.Foto: Silas Schwenteck Foto: Schwarzwälder Bote

Großes Gedränge im Bus von Triberg nach Schonach. Hauptsächlich Haltestellen an Schulen betroffen.

Triberg - Der Blick schweift über den Marktplatz der Triberger Innenstadt. Mit lautem Getöse kommt der Bus angerollt. Zielort ist die Triberger Straße in Schonach. Plötzlich kommt aus dem Nichts ein Ellenbogen, und man steht einen Meter weiter links.

Da kommt auch schon die laute Ansage des Busfahrers: "Durchlaufen, Durchlaufen es wollen heute auch noch andere nach Hause kommen!" Markus seufzt, schon wieder hat er keinen Sitzplatz und muss die gesamte kurvige Strecke bis nach Schonach stehen. Zum Glück ist er überhaupt in den Bus reingekommen, aber angenehm ist das sicherlich nicht.

Denn oft ist es reine Glückssache, ob man als Schüler in den Bus reinkommt oder nicht. In schulfreien Zeiten wie beispielsweise in Ferien, Wochenenden oder Feiertagen ist der Busfahrplan gut verteilt und man bekommt eigentlich immer einen angenehmen Platz im Bus. Wenn man allerdings als Privatperson gegen Mittag um etwa 13 Uhr mitfahren möchte, stellt sich das als quasi unmöglich dar. Haufenweise Schüler wollen mit dem Bus so schnell es geht nach Hause kommen, wobei – wie man sich vorstellen kann – ein unangenehmes Gedränge entsteht. Für den Busfahrer ist das auch nicht immer eine leichte Aufgabe. Er muss schließlich für die Sicherheit der Fahrgäste sorgen.

Die hauptsächlich betroffenen Haltestellen sind die nahe des Gymnasiums und die nahe der Realschule. Schüler, die an der weiter oben gelegenen Haltestelle einsteigen möchten, haben meistens fast gar keine Chance mehr, einen Sitzplatz zu bekommen.

Die Busse verkehren vom Triberger Bahnhof nach Schonach und vom Triberger Bahnhof über Schonach bis nach Schönwald. Schüler, die also in Schönwald wohnen, haben nur die Möglichkeit mit dieser einen Linie zu fahren, obwohl dort auch schon Schüler sind, die gar nicht so weit müssen. Trotzdem sind aber beide Busse meistens komplett gefüllt. Ungefähr die Hälfte aller Schüler muss im Bus stehen.

Auch am Nachmittag ist das Busfahren problematisch. Um etwa 15.30 Uhr haben die Schüler den Unterricht aus. Nach mehreren Anfragen der Schulen, wurde dann um diese Zeit ein "Schulbus" eingeführt, in dem ausschließlich Schüler mitfahren dürfen, was auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Es ist nämlich wichtig, dass Leute, die auf das Fahren mit dem Bus beziehungsweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln angewiesen sind, und natürlich die Schüler weiterhin zuverlässig und sicher mit dem Bus zur Arbeit oder in die Schule fahren können, ohne dabei stehen zu müssen, oder – wenn wieder mal ein Ellenbogen von links kommt – beim Einsteigen weggedrückt werden.   Der Autor ist Schüler der Klasse 9b des Schwarzwald-Gymnasiums Triberg.