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Villingen-Schwenningen Bürger zwischen Wetterlust und Wetterfrust

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Bei fast zehn Grad Celsius genießen Spaziergänger und Radfahrer die Mittagssonne im Neckarpark. Foto: Roth

Villingen-Schwenningen - Die derzeitigen Frühlingstemperaturen im Januar sorgen bei vielen Schwenningern für Ratlosigkeit. Manche vermissen Schnee und Kälte, anderen kommt das milde Wetter entgegen.

Knappe zehn Grad Celsius und strahlender Sonnenschein: Spaziergänger, Jogger und auch Hundebesitzer nutzen dieses herrliche Wetter für eine gemütliche Runde durch den idyllischen Neckarpark. Was nach einem gewöhnlichen Frühlingstag klingt, könnte jedoch kaum skurriler sein. Spätestens nachdem die oft erträumte "weiße Weihnacht" ausgeblieben ist, wächst die Skepsis über das Verbleiben der typischen Wintermerkmale.

Von Schnee und Eiseskälte fehlt in ganz Deutschland jede Spur – und das Mitte Januar. Zum Vergleich: 2019 lag die Höchsttemperatur im Januar bei etwa fünf Grad Celsius. Alleine seit dem ersten Januar dieses Jahres wurde diese Marke bereits viermal geknackt – mit einem Höchstwert von beinahe zehn Grad Celsius.

Winterfreunde warten ab

Viele Schwenninger sind darüber enttäuscht. "Der Schnee fehlt mir schon. Ich habe gerne alle vier Jahreszeiten, auch den Winter", beschwert sich ein Spaziergänger, der gerade auf dem sonnigen Fußgängerweg des Neckarparks Richtung Bahnhof flaniert. "Man sagt, wenn bis zu Dreikönig kein Schnee kam, kommt auch keiner mehr. Das liegt alles am Klimawandel", ist er überzeugt.

Eine ältere Dame, die das schöne Wetter nutzt, um auf dem Panoramaweg die wunderbare Aussicht über die Neckarstadt zu genießen, fühlt vor allem mit Wintersport-Enthusiasten mit: "Mein Mann und ich waren früher selber begeisterte Skifahrer. Jetzt liegt ja nicht mal auf dem Feldberg wirklich Schnee. Das finde ich sehr schade." Jedoch hat sie die Hoffnung noch nicht aufgegeben: "Ich glaube schon, dass noch was kommt. Spätestens Anfang Februar", verrät sie optimistisch. Auch eine junge, sportlich gekleidete Läuferin, welche mit ihrem kleinen, wuscheligen Hund auf dem Panoramaweg unterwegs ist, teilt diese Ansicht: "Klar, zum Laufen ist so ein Wetter optimal. Aber ich finde Schnee super! Ich hoffe der kommt noch."

Kältegegner sind zufrieden

Andere hingegen scheinen den Schnee nicht zu vermissen und die verhältnismäßig milden Temperaturen eher zu genießen. Ein junger Basketballspieler im Neckarpark berichtet: "Mir fehlt es überhaupt nicht. Ich bin kein Kältetyp." Eine dicke Jacke inklusive Schal und Mütze sind für ihn in diesen Zeiten überflüssig. Mit Sonnenbrille und Übergangsjacke wirft er Bälle auf den gut besonnten Basketballkorb unmittelbar neben der Neckarhalle – eine Freizeitbeschäftigung, welche unter normalen Umständen im Januar wohl kaum möglich wäre. Auch er sieht die Schuld an der ganzen Situation beim Klimawandel: "Dass wir Mitte Januar keinen Schnee und fast zweistellige Temperaturen haben, sollte auf jeden Fall ein Weckruf sein. Man muss etwas dagegen unternehmen", fügt er kritisch hinzu.

"Wenigstens muss man nicht Schippen", erzählt eine sportlich gekleidete Walkerin lachend. Ihr ist dicke Winterkleidung an diesem Tag ebenfalls zu warm, weswegen ihr eine einfache Softshelljacke und ein dünnes Stirnband genügen. "An sich vermisse ich den Schnee nicht wirklich. Ich war nie Wintersportlerin und auch sonst konnte ich den Schneebergen und Minusgraden nie wirklich was abgewinnen. Die Fußgängerwege werden ja eh nie vernünftig geräumt", kritisiert sie.

Der Blick auf die Wettervorhersage verrät: Auch in den kommenden Tagen lässt möglicher Schneefall bei Höchsttemperaturen von bis zu 13 Grad Celsius im Schwarzwald–Baar–Kreis vorerst auf sich warten. Kälteverächter müssen sich also auch in naher Zukunft vorerst keine Sorgen vor einem plötzlichen Wintereinbruch machen.

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