Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingen-Schwenningen Brunnenheiliger schnell montiert

Von
Zahlreiche Zuschauer interessierten sich für die Aufstellung des Brunnenheiligen auf seinem Hochsitz. Foto: Zimmermann Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Villingen. Am Fasnet-Samstag ließen sich die Leute bei bestem trocken-kalten Wueschtwetter nicht nur zum Fasnets-Shopping ins Städtle locken, sondern vor allem zuhauf zum Brunnen vor dem ehemaligen Falken in der Rietstraße, um dort dem ­Wuescht als Brunnenheiligen ihre Aufwartung zu machen, wie inoffiziell schon seit fast 40 Jahren.

Vom Riettor kam der fröhliche Umzug daher, voran die Sackkapelle hoch zu Gespann, Wueschtvatter Roland Weißer gut zu Fuß und wie eigentlich immer gut gelaunt dahinter, und dann der gestopfte Brunnenheilige auf einem sänftenartigen Gestell, getragen von seinen neuen und alten Jüngern. "Ihr seid schon gut drauf", stellte ­Wueschtvatter Roland Weißer recht bald zufrieden fest und gab das Startzeichen für die kommenden heißen Tage. Der Brunnenheilige war schnell auf seinem Hochsitz montiert. "Den bläst kein Windhauch weg", erklärte Weißer, denn für solche Arbeiten könne man nur Leute mit zwei linken Händen brauchen, die bringen das am besten hin, kommentierte er launig den Aufbau.

Auch sein Repertoire an Wuescht-Sprüchle war wie immer einfach unerschöpflich und das lang gezogene "Wueeeescht" klang unnachahmlich so sonorig wie "Goool" nach geglücktem Torschuss. So jetzt noch das Schunkellied, gab er Anweisung an die "Rentner" auf dem hohen Wagen, um sich sogleich unter großem Hallo zu korrigieren: Sackkapelle. Die Kerle werden immer älter, meinte er trocken, aber "wir sind froh, dass mir die seit 40 Jahren haben." Solange die noch spielen können, würde man sie auch zum Brunnen tragen, nahm er einen Blick in die Zukunft vorweg. "Aber wir singen wie es uns gerade in den Strumpf kommt, auch wenn wir die Musik umwerfen", kommentierte er einen für die Musikanten doch überraschenden Rhythmuswechsel.

Nach vollbrachter Tat hieß es nicht einfach "Heimgehen". Zeigen sich die ­Wuescht an der Fasnacht mit Stroh ziemlich spendabel, so boten sie jetzt an der Durchgangsecke zum Münsterplatz quasi exterritorial eine Gratis-Verkostung an, und die ist nicht genehmigungspflichtig.

Allen wünschte Wueschtvatter Roland Weißer eine schöne und friedliche Fasnet, und dass alle am Aschermittwoch wieder heil heim kommen. Dankeschön, bitteschön, schallte es unisono ebenso lautstark zurück.

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.