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Villingen-Schwenningen Bezahlung der Lehrer zu unterschiedlich

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Mitglieder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft nutzen die Mittagspause der Personalversammlung der Lehrkräfte des Schulamtsbezirks Donaueschingen für ihren Protest gegen den Lehrermangel. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

Schwarzwald-Baar-Kreis. "Ohne Lehrer keine Schule, ohne Schule keine Zukunft!" Dem Lehrermangel entgegenzuwirken, dazu ist die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Villingen-Schwenningen angetreten.

Gewerkschaftsmitglieder nutzen die Mittagspause der Personalversammlung der Lehrkräfte im Schulamtsbezirk Donaueschingen am Dienstag in der Neuen Tonhalle, um auf die derzeitigen Missstände aufmerksam zu machen. Weiße Masken sollten Lehrer darstellen, die vor allem an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ), aber auch an Grundschulen und mittlerweile auch in der Sekundarstufe eins fehlen.

1700 Schulstunden werden im Schulamtsbezirk derzeit von befristet eingestellten und unausgebildeten Quereinsteigern, bezeichnenderweise "Nichterfüller" genannt, geleistet. "So fährt man Bildung an die Wand", sagt die GEW-Bezirksvorsitzende Sandrina Vogt. Einzig die Gymnasien können noch von einem Überangebot an Bewerbern profitieren, weiß der Kreisvorsitzende Markus Schütz.

Rund die Hälfte aller fertig ausgebildeten Gymnasiallehrer werde abgewiesen. Das Kultusministerium bietet ihnen zwar an, vier Jahre lang zu gymnasialen Bezügen als Grundschullehrer zu arbeiten mit anschließender Übernahmegarantie, aber die meisten überbrücken die Zwangspause lieber mit anderen Jobs oder gehen in die Schweiz.

Selbst wenn der Plan aufginge ist da noch die unterschiedliche Bezahlung von Grundschullehrern und Gymnasiallehrern sowie zwischen verbeamteten und angestellten – und dies Situation befindet Ruth Schütz-Zacher unbefriedigend und nicht geeignet dafür, den Lehrerberuf attraktiver zu machen.

Die Hälfte aller Studierenden für ein Lehramt brechen ab. Die Gründe hierfür zu erfragen, sei das Gebot der Stunde, findet die zweite GEW-Kreisvorsitzende. Attraktivere Rahmenbedingungen beim Studium und in den Schulen müssen geschaffen, langfristige Personalplanungen erstellt werden, um nicht nur irgendwie Löcher stopfen zu müssen. Die meisten Lehrer gehen zudem in einen frühzeitigen Ruhestand, weil ihnen die wachsenden Aufgaben außerhalb ihres Deputates über den Kopf wachsen. "Das gilt es mit Verbesserungen der Arbeitsbedingungen zu verhindern", sagt Schütz.

Markus Schütz kennt den Stress vieler Lehrkräfte, die auch noch mit der geringen Anerkennung des Berufsstandes in der Bevölkerung zu kämpfen haben. Was das Problem neben Schwangerschaften und Langzeiterkrankungen noch verschärft: der Schulamtsbezirk Donaueschingen mit den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Rottweil gehört nicht gerade zu den Wunschregionen fertiger Lehrer. Hier müssen Übernahmegarantien und finanzielle Zulagen für den ländlichen Raum her, findet die GEW. Die örtlichen Gewerkschafter wollen nicht locker lassen und kündigen regelmäßige Aktionen an, um den Finger in der Wunde zu halten.

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