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Villingen-Schwenningen Bedrohungen nach Wechsel im Café Limba

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Auch die Entrüstung über Schmierereien am Haus ist groß. Foto: Eich

Villingen-Schwenningen - Mehr Wut geht kaum noch: Schmierereien an der Fassade, Entrüstung in den sozialen Netzwerken und dazu noch Bedrohungen an den Pächter aus Coburg: Der Wechsel im Kult-Café Limba in Villingen bringt eine gesamte Szene in Wallung. Der Betroffene, der langjährige Geschäftsführer Bernhard Zipfel, möchte sich noch nicht äußern. Pächter Franz Hochreiner schon eher: Und der ist richtig verärgert.

Die Nachricht hätte nicht gewaltiger einschlagen können. Völlig überraschend wird das Aus von Limba-Geschäftsführer Bernhard Zipfel verkündet, Mario Puggioni, kein Unbekannter in der Schlösslegasse in Villingen, steigt (erneut) in der Kultur-Kneipe ein. Viele in der Stadt sind nicht nur überrascht. Das Entsetzen und auch der Frust und Ärger über die Entwicklungen in der Kneipe sind groß. Mario Puggioni statt Bernhard Zipfel: Das will vielen eingefleischten Limba-Gästen aber gar nicht in den Kopf. "Limba wir geben Dich nicht auf. So eine Zerstörung eines Kulturdenkmals treibt uns die Zornesröte ins Gesicht", war in den sozialen Netzwerken zu lesen. Oder: "Mit dieser miesen und hinterlistigen Aktion wurde vielen Menschen das Herz gebrochen", heißt es aus dem Umfeld.

Hohn für Job-Angebote

Andere wiederum hätten gerne mehr über die Hintergründe gewusst, warum es zu einer Trennung und dem überraschenden Wechsel kam. "Es wäre mal schön überhaupt Klarheit in der Situation zu bekommen. Warum gab es diesen plötzlichen Bruch? Was wird jetzt aus dem Limba?", so die klare Ansage. Für das Angebot des "Neuen" im Limba, Mario Puggioni, an das Personal, im Limba weiter arbeiten zu können, haben manche nur Hohn und Spott übrig. "Offiziell weiss das (ehemalige) Personal nicht einmal, dass ein Wechsel in der Geschäftsführung stattfand, geschweige denn von Renovierungsarbeiten."

Doch nicht nur der überraschende Wechsel sorgt für negative Kommentare im Netz und auf der Straße: Für Unverständnis sorgen auch die Schmierereien auf dem Gebäude in der Villinger Innenstadt: "Bei hinterhältigen Leuten trinkt man nicht", lässt sich deutlich an der Fassade lesen. "Ich finde, ein Ladenlokal, egal welches, so zu beschimpfen und zu beschädigen, ist einfach asozial! " so eine Reaktion." Während Entrüstung und Wut über die Entwicklungen im Limba weiter kochen, zieht sich Berndhard Zipfel zurück. Derzeit möchte er sich nicht zu den Vorgängen äußern. Pächter Franz Hochreiner entschließt sich dann doch zu einer ausführlichen Stellungnahme.

Bedrohungen im Netz

Hochreiner zeigt nicht nur Unverständnis, er ist nicht auch mehr als verärgert, vor allem über die Schmierereien am Haus. "Bei hinterhältigen Leuten trinkt man nicht", ist für ihn der Gipfel der verbalen Ausrutscher. "Die haben sich doch nie darum geschert, was man macht und was nicht." Was ihn am meisten entsetzt: Aufgrund der Entwicklungen im Limba seien er und seine Familie Bedrohungen in den sozialen Netzwerken ausgesetzt gewesen.

Zu den Gründen für die Veränderungen meint er eher verschlüsselt: Es habe "diverse Auffassungen im Kompetenzbereich" gegeben, später spricht er dann doch von Zwistigkeiten. Verständnis für die Reaktionen hat er nich: "Niemand weiß, was passiert ist und jeder urteilt." Hochreiner, der vor einiger nach Coburg gezogen ist und dort als Lehrer arbeitet, hat das Lokal im Jahr 2009 gepachtet. Die Geschäftsführertätigkeit von Bernhard Zipfel ruhe vorerst, ergänzt er: " Diese Entscheidung habe ich mir sicherlich nicht leicht gemacht." Ob sich das Blatt doch noch wenden könnte im Limba? Das, reagiert er, hänge davon ab, wie es mit Mario und seinem Team im Limba weiter laufe. Zipfel äußert sich zwar nicht, verlegte aber kurzerhand ein eigentlich im Limba geplantes Konzert ins Jugendhaus.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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