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Villingen-Schwenningen Bärbel Brüderle mag Alemannisch über alles

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Bärbel Brüderle aus Villingen ist seit 20 Jahren Vorsitzende der hiesigen Muettersproch-Gsellschaft "A Brig un Breg" und hat selbst beim Einkaufen das Vereinsziel, die Erhaltung des Alemannischen, im Auge. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Birgit Heinig

VS-Villingen. "Afange häts mit re Veranstaltung für de Hans Hauser" – Bärbel ­Brüderle kann sich noch gut daran erinnern, wie sie 1995 bei einem Abend rund um den Mundartdichter auf die Idee gebracht wurde, eine Regionalgruppe der Muettersproch-Gsellschaft "A Brig un Breg" zu gründen.

Damals gab es rund um das Oberzentrum 35 Mitglieder des Hauptvereines – inzwischen sind es 145. Alle haben es sich zur Aufgabe gemacht, die alemannische Sprache mit ihren vielen Facetten zu erhalten – mit Dichterlesungen, Stammtischen, Konzerten, Diavorträgen, Buchvorstellungen, Ausflügen, Gedenkfeiern und vielem mehr. Gerade erst hatte man das Comedy-Duo "Buure zum Alange" im Theater am Turm zu Gast.

In der Brunnenstraßeauf die Welt gekommen

Motor und Ideengeber für die Regionalgruppe ist seit 20 Jahren Bärbel Brüderle. Die Villingerin in x-ter Generation – "ich weiß es selbst gar nicht so genau, wie viele es sind" – kam als Bärbel Schneider in der Brunnenstraße zur Welt und besuchte die Mädchenschule, heute Klosterringschule.

Sie besuchte die Hauswirtschaftsschule, blieb aber ihrem Traum treu und wurde Krankenschwester. Ihre Lehrzeit begann im alten Krankenhaus, heute das Internat der Hotelfachschule und endete im 1961 neu gebauten Klinikum im Friedengrund. Bärbel Brüderle ging nach Überlingen und in die Schweiz, um dort als OP-Schwester zu arbeiten. 1968 kam sie zurück, setzte ihre Arbeit in einer Arztpraxis fort, heiratete in den Lebensmittelladen in der Schertle­straße hinein und brachte Sohn Alexander und Tochter Stefanie zur Welt. 20 Jahre lang – bis 1991 – führte sie "s’Lädele" zusammen mit ihrem vor 14 Jahren verstorbenen Mann Helmut – "eine schöne Zeit", sagt sie.

Ein Faible für Sprache und ihre Färbungen hat Bärbel Brüderle schon immer gehabt. Seit 1968 zeigte sie das auf der Bühne des Zunftballes der Narrozunft unter der damaligen Ballregie von Eugen Bode. 1975 wurde sie von den Münsterwiebern "abgeworben". "Damals hätte ich mich vierteilen können", sagt sie und lacht.

Zusammen mit ihrem Mann und mit Hilfe geschenkter, ramponierter und notdürftig geflickter Instrumente stellte sie dort eine Guggenmusik zusammen und brachte den Damen das Spielen darauf bei. Über viele Jahre war Bärbel Brüderle an der Kneipenfasnet unterwegs. Erst vor wenigen Jahren gab sie das schweren Herzens auf. "Die schönsten Stüble liegen immer im Obergeschoss, das wurde mir zu beschwerlich", sagt die 72-Jährige.

Langweilig wird es ihr gleichwohl nicht, denn die Muettersproch-Gsellschaft hält sie bis heute auf Trab. Bärbel Brüderle kreierte einen Nachmittag mit Sprachspielereien im Kinderferienprogramm, ersann ein Preisrätsel für die Besucher der Landesgartenschau, hielt Stadtführungen und sprudelt bis heute vor Ideen, wie das Vereinsziel im Auge behalten werden kann.

Selbst die Pflege der Homepage hat sie sich beigebracht und überrascht dort mit wöchentlichen Neuigkeiten wie die "Wochewitzle" oder Bauernregeln zum Wetter.

Viele Mithelfer bei der Regionalgruppe

Ganz alleine ist sie bei all der Arbeit freilich nicht. "Richard Kienzler ist für unsere Plakate zuständig, Ali Fritzer entwirft Eintrittskarten und Druckvorlagen, Irmgard Storz, Charlotte Effinger und Irene Schneider sind immer zur Stelle".

Tochter Stefanie hat inzwischen die Kasse übernommen und auf die langjährige Schriftführerin Irene Schneider folgte vor drei Jahren Dieter Scheu.

 
 

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