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Villingen-Schwenningen B 523: Kubon rudert zurück

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»Da gab es Zoff, und wir haben uns die Meinung gesagt. Aber jetzt haben wir uns wieder gefunden«, erklärte Michael Rieger (Mitte), stellvertretender Sprecher der Interessengemeinschaft Lückenschluss. Das Foto (zeigt von links) Marcel Herzberg, Karl Heim, Michael Rieger, Rupert Kubon und Thomas Albiez. Foto: Schück

Villingen-Schwenningen - Der Oberbürgermeister der Stadt Villingen-Schwenningen rudert zurück. "Es gibt keine Alternative zur überregionalen Verkehrsführung", bekannte Rupert Kubon, Sprecher der Interessengemeinschaft (IG) Lückenschluss B 523, gestern. Die Interessengemeinschaft zeigt Geschlossenheit."Die IG steht unverändert hinter der Forderung Lückenschluss B 523 zu B 33", so Kubon. Er gebe zu, so räumte der OB ein, "dass ich etwas vorgeprescht bin und das mit der Interessengemeinschaft nicht abgesprochen habe."

"Natürlich waren wir überrascht, als wir in der Zeitung lesen mussten, was der Kollege plant", deutete der stellvertretende Sprecher der IG, Bürgermeister Michael Rieger (St. Georgen) an, dass es Auseinandersetzungen im Gremium gab: "Aber jetzt haben wir uns unterhalten und wieder gefunden."

Was Kubon plant, ist eine "zeitnahe Lösung für die Verkehrsprobleme der Stadt in der Wieselsbergstraße und im nördlichen Verkehrsbereich". Zehn Millionen Euro soll das kosten. Fünf Millionen könnte die Stadt nach Einschätzung Kubons selbst aufbringen. "Wir wollen über das Drachenloch eine Anbindung an den Außenring im nördlichen Verkehrsbereich erreichen", verkündete der Oberbürgermeister, der überzeugt ist, dass er für dieses Projekt Zuschüsse des Landes an sich ziehen kann. "Das beißt sich überhaupt nicht", stellte IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez fest.

"Man braucht die B 523 auf jeden Fall, die Überlegungen der Stadt werden das nicht überflüssig machen", ist Landrat Karl Heim überzeugt. Aus Sicht des Kreises sei diese Straßenbaumaßnahme neben der B 27 "mit Abstand die wichtigste im Kreis".

Für eine Höherstufung des Projektes im Bundesverkehrswegeplan ist aber, wie Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer bei seinem Besuch in Villingen-Schwenningen sagte, eine Empfehlung des Landes erforderlich. Von diesem erwartet Oberbürgermeister Kubon jedoch auch eine Bezuschussung seiner innerstädtischen Maßnahme. "Das Land wird nur eine Zwischenlösung finanzieren, die das Endziel nicht stört", meinte der Landrat und fügte noch skeptisch hinzu: "Wenn man das überhaupt realisieren kann, was da innerstädtisch geplant ist."

"Wir haben den klaren Auftrag, am Ball zu bleiben", erklärte Michael Rieger und verwies auf die 450 Unterschriften von Unternehmern aus VS und dem nördlichen Kreisgebiet, das der St. Georgener Bürgermeister übrigens keinesfalls als "Hintervillinger Raum" bezeichnet sehen will. "Wir liegen vor Villingen", stellte er fest. "Das Einzige, was uns gestört hat, war die Vorgehensweise von Kubon. Da gab es Zoff, und wir haben uns die Meinung gesagt."

"Nur ein geschlossener Auftritt hat Aussicht auf Erfolg", erklärte Kubon und bekannte, er stehe unverändert zur Trasse, für die es schon Vorplanungen gebe. "Wir legen Wert darauf, dass die B 523 überörtliche Bedeutung hat", so der Sprecher, der unterstrich: "Es handelt sich um eine weiterführende Maßnahme, nicht um einen Neubau."

Die Kosten von 20 Millionen Euro seien überschaubar, meinte Landrat Karl Heim, der glaubt, dass schon in sieben Jahren mit dem Weiterbau der B 523 begonnen werden könne, weil das Projekt schon sehr fortgeschritten sei. Diese Einschätzung hält Kubon zwar für "sehr optimistisch", aber er widersprach dem IHK-Hauptgeschäftsführer nicht, der sagte: "Die Straße wird gebaut, wenn die Region sich einig ist."

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