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Villingen-Schwenningen B 33-Sanierung: Im Untergrund lauern Überraschungen

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Die Brücke im Bereich der Fußgängerunterführung an der Bickebergschule ist in keinem guten Zustand. Foto: Eich

Villingen-Schwenningen - Knapp einen Monat nach Beginn der Baustelle auf der B 33 bei Villingen, läuft es dort rund. Derzeit liegt der Fokus der Arbeiten auf den Brückenbauwerken, bei denen es immer wieder Überraschungen gibt.

Auf einer Länge von knapp vier Kilometern sind derzeit die Baufirmen damit beschäftigt, die B 33 inklusive der elf Bauwerke zu sanieren. Die Materialschlacht, wie es Projektleiter Michael Waidele vom Regierungspräsidium bezeichnet, ist in vollem Gange. Wir geben einen Überblick über die Großbaustelle.

Was bisher lief

Ausmessen, Bestandsaufnahme, Leitplanken abmontieren und Asphalt abfräsen – so lässt sich zusammenfassen, was bislang auf dem westlichen Fahrstreifen lief, der in Angriff genommen wurde. Doch ganz so einfach war’s dann doch nicht, wie Waidele beim Rundgang für unsere Zeitung betont: "Es gibt immer wieder Probleme mit denen man nicht rechnet. Die Baustelle lebt nun mal!"

Die An- und Abfahrt im Bereich des E-Centers in der Vockenhauser Straße sei in einem schlechteren Zustand, als bislang angenommen. Teilweise müsse deshalb mehr Material abgefräst und erneuert werden. Insgesamt 7000 Tonnen Material seien bereits abtransportiert worden. Mit Bohrkernen habe man anfangs einen Eindruck von der Beschaffenheit erhalten, punktuell würde es aber dennoch anders aussehen. Klar sei außerdem: Das Material, welches man abgefräst hatte, sei kaputt gewesen – ein noch längeres Warten hätte den Sanierungsaufwand erhöht.

Ähnlich verhalte es sich mit den Brücken, die saniert werden müssen. Bei vier Bauwerken habe es sich herausgestellt, dass der Zustand deutlich schlechter sei, "aber das weiß man erst, wenn wir abgefräst haben", so der RP-Projektleiter. Das sei unter anderem an der Brücke über die Fußgängerüberführung bei der Bickebergschule der Fall gewesen. Überhaupt sei die Sanierung der Fahrbahn nicht das Problem, sondern die Brücken. Waidele: "Ohne Bauwerke würde die Sanierung nur die Hälfte der Zeit in Anspruch nehmen."

Was derzeit läuft

Der Fokus, so berichtet Bauleiter Achim Schöck von der Firma Stumpp, liege derzeit bei den Bauwerken. Diese werden freigelegt und die Dichtungen saniert, anschließend geht es daran die Verkehrsinseln zu setzen, Schadstellen auszubauen, um am Ende den Asphalt wieder einzubauen.

Rund zehn Mitarbeiter seien derzeit auf der Baustelle tätig. Trotz der Zehn-Stunden-Schichten würden Autofahrer teilweise anhalten und fragen, warum nicht gearbeitet wird, erzählt hierzu Rainer Siefen von der Firma Strabag. Dabei gelte es bei den Brückenbauwerken, dass entsprechende Trocknungszeiten einzuhalten sind – "die sind einfach ein Problem", denn in dieser Zeit könne die Baufirma nicht weitermachen. Schnell würde es deshalb so aussehen, "als würden wir nichts machen".

Platz geschaffen wurde zudem im Bereich der Auffahrt an der Wieselsbergstraße – dort wird der Beschleunigungsstreifen auf 150 Meter verlängert. Im Gegenzug fallen die dortigen Nothaltebuchten weg und der Grünstreifen sei ein Stück zurückgenommen worden. Trotz kleinerer Schwierigkeiten verkündet Waidele, begleitet vom zustimmenden Nicken der Bauverantwortlichen: "Wir sind im Takt und werden im Takt bleiben!"

Wie es weiter geht

Bis Juli, so der Plan, soll der westliche Fahrstreifen inklusive aller dort befindlichen Auf- und Abfahrten fertiggestellt sein, dann geht es auf die andere Seite – wobei weiterhin der Verkehr von Mönchweiler in Richtung Bad Dürrheim durch die Baustelle geführt wird. Für Herbst ist das Ende der Baustelle geplant. Im Arbeitsablauf habe man kurzfristig umdisponiert und zuerst die westliche Fahrbahn in Angriff genommen, weil dort mehr Auffahrten auf die B 33 vorhanden sind. Angesichts der Tatsache, dass aufgrund Corona derzeit weniger Verkehr herrsche, wolle man diese zuerst fertig bekommen.

Radarkontrollen kommen

Das Tempo im Baustellenabschnitt ist auf 50 Stundenkilometer begrenzt, dort wo gearbeitet wird oder die Fahrbahn sehr eng ist, sogar auf 20 Stundenkilometer. "Wir machen das nicht, um zu ärgern", macht Waidele klar. Durch die Beschränkung wolle man die Arbeitssicherheit erhöhen. "An einer Stelle ist die Fahrbahn 2,90 Meter breit, hier haben wir schon Bremsspuren gehabt, da ist ein Lkw abgestürzt", so Hannes Ott von der Firma Strabag zu der Situation an einer freigelegten Brücke. Dies mache deutlich, dass die Geschwindigkeit aus Sicherheitsgründen unbedingt eingehalten werden müsse. Aufgrund von augenscheinlichen Verstößen und teils gefährliche Situationen haben die zuständigen Behörden deshalb angekündigt, schon bald Radarkontrollen durchzuführen, berichtet Waidele.

Umleitung läuft

Trotz der großen Sorgen laufe die Umleitung einwandfrei, freut sich der RP-Projektleiter: "Ich habe gedacht, dass es viel mehr Probleme gibt." Etwa vier bis fünf Minuten länger würde man seinen Angaben zufolge auf der Umleitungsstrecke benötigen. Die Fahrzeugschlangen würden sich in der Regel in jeder Grünphase räumen. In die Karten würde dabei die Corona-Krise und das geringeren Verkehrsaufkommen spielen, viele Autofahrer hätten sich zudem Ausweichrouten gesucht. Ohnehin seien 70 Prozent des Verkehrs Quell- und Zielverkehr. Heißt: Der Großteil kommt aus Villingen oder möchte dort hin. Eine weiträumigere Umfahrung hätte deshalb aus seiner Sicht gar keinen Sinn gemacht. Nicht benötigt werden deshalb momentan auch die temporären Ampelanlagen am Friedhof sowie an der Sperberstraße. "Sie sind aber jederzeit einsatzbereit."

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