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Schwarzwald-Baar-Kreis Landrat: Vom Außenseiter zum Spitzenkandidat

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Das Büro des Landrats – auf dem Chefsessel darf ab dem 1. Juni entweder ein neuer Landrat oder ein wiedergewählter Platz nehmen. Da sich jedoch nur Sven Hinterseh um diesen Posten bewarb, gilt er schon als gesetzt. Foto: Frank

Schwarzwald-Baar-Kreis - Der amtierende Landrat Sven Hinterseh ist nicht nur der erste, sondern auch der einzige Kandidat bei der Landratswahl 2020 im Schwarzwald-Baar-Kreis. Die Wahl könnte eine sichere Sache sein. Doch welch hohes Überraschungspotenzial solch eine Wahl hat, zeigte sich schon einmal. Wieso Hinterseh bei seiner ersten Wahl eher der Außenseiter war und wieso er das Amt des Landrats nun nicht mehr abgeben möchte, lesen Sie in unserem (Schwabo plus)-Artikel.

Ganz hinten im ersten Obergeschoss ist es, das Büro der Nummer eins des Landkreises – auch wenn es die Nummer 389 trägt, als wäre der Landrat einer unter vielen. "Herr Hinterseh", der Name des Amtsinhabers. Der Verwaltungsjurist, der am kommenden Dienstag 48 Jahre alt wird, bekleidet dieses Amt seit acht Jahren. Die erste Amtszeit neigt sich dem Ende. Am 31. Mai wird sein letzter Tag in der alten Amtszeit sein. Wehmut plagt den eigentlich meist positiv auftretenden, gebürtigen Freiburger aber nicht. Schon früh ließ Sven Hinterseh schließlich verlauten: Er will es wieder tun. Und die Regionalpolitiker quer durch die meisten Fraktionen begrüßten diesen Entschluss ausdrücklich.

Als erster – und wie nun feststeht auch als einziger – Bewerber warf er bereits im Dezember seien Hut für die bevorstehende Landratswahl in den Ring. Am 16. März ist Wahl – ein besonderes Datum, auch wenn eigentlich schon alles entschieden ist.

2012 war das anders. Der CDU-Mann Hinterseh war unter dem grünen Minister Alexander Bonde im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg als Ministerialdirigent noch Leiter der Abteilung Naturschutz und Tourismus gewesen. Er war geprägt durch seine Kaiserstühler Wurzeln, wo er aufgewachsen ist, und bewarb sich nun um die Nachfolge des parteilosen Karl Heim im Schwarzwald-Baar-Kreis. Er war der Außenseiter dieser Wahl. Ein Lokalmatador hatte nämlich ebenfalls seine Fühler nach dem Posten ausgestreckt: der damalige Bad Dürrheimer Bürgermeister Walter Klumpp.

Mit knappem Vorsprung die Wahl entschieden

Für viele war dieser als künftiger Landrat längst gesetzt. Klumpp war geschätzter, langjähriger Bürgermeister. Doch der im Vergleich mit dem Bad Dürrheimer Urgestein jung und frisch wirkende Sven Hinterseh, noch dazu ein CDU-Mann, was im tief-schwarzen Südwesten durchaus von Bedeutung sein kann, verwies seinen Konkurrenten mit hauchdünner Mehrheit von 33 zu 30 Stimmen in einem äußersten knappen Wahlverfahren und nach dem zweiten Wahlgang auf Platz zwei. Hinterseh zog ins Landratsamt ein. Am 1. Juni 2012 war sein erster Tag.

Und nun? Traumjob gefunden? "Ja, das ist es absolut", antwortet er im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten im Brustton der Überzeugung. Schließlich habe man als Landrat gemeinsam mit dem Kreistag "eine herausragende Gestaltungsaufgabe", führt er weiter aus. "Und ich will weiter daran arbeiten, dass wir eine der attraktivsten Zukunftsregionen in Baden-Württemberg werden. Vieles haben wir bereits geschafft, doch manches ist auch noch auf den Weg zu bringen…" Sein Ziel für den 16. März ist also gesteckt. Dann ist Wahltag – in öffentlicher Sitzung des Kreistages des Schwarzwald-Baar-Kreises.

Beratung über Bewerber nicht öffentlich

Zuvor kommt am Montag, 20. Januar, der besondere beschließende Ausschuss für die Landratswahl zu seiner zweiten Sitzung zusammen. Er gibt die eingegangenen Bewerbungen in öffentlicher Sitzung bekannt und hat damit angesichts nur einer einzigen Bewerbung zur Neuwahl des Landrats ein leichtes Spiel. Dennoch wird, so ist es üblich, in nichtöffentlicher Sitzung über die eingegangene Bewerbung beraten. Zudem benennt der Ausschuss dem Innenministerium gegenüber den aus seiner Sicht – voraussichtlich – geeigneten Bewerber und beschließt die weitere Vorgehensweise. Üblicherweise sind dem Innenministerium mindestens drei Bewerber vorzuschlagen – der Ausschuss kann jedoch auch beschließen, auf die Benennung weiterer Bewerber zu verzichten. Im Benehmen mit dem Innenministerium schlägt der Ausschuss die geeigneten Bewerber dann dem Kreistag zur Wahl vor.

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