Wirtschaftlichkeit der Gäubahn untersuchen

Von Dietmar Schindler Schwarzwald-Baar-Heuberg. Der Ausbau der Gäubahn zwischen Stuttgart und Singen mit einem zweiten Gleis in den kommenden Jahren war eigentlich in trockenen Tüchern. Die internationale Strecke nach Zürich und Mailand sollte laut Staatsvertrag mit der Schweiz bereits 2012 fertiggestellt sein. Vor allem die ländlichen Regionen um das Oberzentrum Villingen-Schwenningen sollten besser an den internationalen Verkehr angebunden werden.

Dieser Planung will die Bundesregierung mit dem Bundesverkehrswegeplan 2015 einen Strich durch Rechnung machen. Die Strecke soll erneut auf den Prüfstand gestellt werden. Eine erneute Wirtschaftlichkeitsprüfung soll in Auftrag gegeben werden.

Landesverkehrsminister Winfried Hermann versteht die Welt nicht mehr. Sind doch gerade die Nord-Südverbindungen wie Rheintal, Gäubahn und Südbahn wichtige internationale Verbindungen, die ausgebaut oder elektrifiziert werden müssten, damit sie das zukünftige Verkehrsaufkommen auf der Schiene überhaupt noch bewältigen können.

Bei der Gäubahn, so Hermann, wurde bereits für den ersten Bauabschnitt, dem Einbau des zweiten Gleises zwischen Horb und Neckarhausen, die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens beantragt. Mit der erneuten Prüfung der Wirtschaftlichkeit könnte dieser Ausbau am dann fehlenden Geld scheitern. Eine Beschleunigung der Strecke würde sich um viele Jahre verzögern. 2019 sollte der erste Abschnitt fertig sein.

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