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Villingen-Schwenningen Auf Rattenjagd in der Deutenberghalle

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Aktuelle Bilder aus der Deutenberghalle II: Auf die Meldungen der Turngemeinde hin hat die Stadt in einigen Bereichen der Halle Rattenfallen aufgestellt. Foto: Privat

VS-Schwenningen - Gibt es in der Deutenberghalle II ein Rattenproblem? "Ja", sagt Ursula Bruder, Geschäftsstellenleiterin der Turngemeinde Schwenningen. Die Stadt bestätigt derweil einen Vorfall vor zwei Jahren, darüber hinaus sei bei der Verwaltung keine Beschwerde eingegangen.

In den vergangenen Wochen war die Schwenninger Deutenberghalle vor allem aufgrund der Investitionen in den Schlagzeilen, die bei einem potenziellen Aufstieg der Basketballmannschaft Wiha Panthers nötig werden sollten. Doch auch auf die "kleine Schwester", die Deutenberghalle II, werden sich die Blicke der Verantwortlichen und städtischen Gremien demnächst richten müssen.

Hier findet regelmäßig Vereins- und Schulsport statt

Zumindest wenn es nach Ursula Bruder, von der Turngemeinde (TG) Schwenningen geht. Das Problem: In der Halle, in der regelmäßig Vereins- und Schulsport stattfindet, seien neben den Kindern häufig auch andere "kleine Gäste" unterwegs. Nur, dass es sich dabei um relativ ungern gesehene Gäste handelt: In der Deutenberghalle II gibt es offenbar Ratten.

"Es ging, soweit ich sagen kann, vor zwei Jahren etwa los", sagt Ursula Bruder im Gespräch mit unserer Zeitung. So seien seither immer wieder Flecken – vermeintlich von Rattenurin – aufgefallen, zum Teil auch auf den verwendeten Trainingsmatten. Der Verdacht habe sich immer mehr erhärtet, nachdem auch Kot in der Halle gefunden wurde. Inzwischen wisse Bruder von mindestens einem Vereinsmitglied, das in der Halle definitiv einmal eine Ratte gesehen hat.

Madlen Falke von der städtischen Pressestelle bestätigt auf Anfrage, dass es in der kleinen Deutenberghalle einen Vorfall mit Ratten gegeben habe: "Vor zwei Jahren wurde bereits einem Fall von Ratten in dieser Halle nachgegangen. Nachdem das Problem gemeldet wurde, war sofort ein Kammerjäger zur Stelle, der das Problem behoben hat", so Falke.

Allerdings sei der Stadt bis dato kein neuer Fall bekannt. "Weder der Hausmeister noch Vereine haben uns einen Vorfall gemeldet." Es ist für die Stadt, so Falke weiter, als Eigentümer von Gebäuden im eigenen Interesse, solchen Vorfällen sofort nachzukommen. "Deshalb gäbe es auch keinerlei Anlass, warum wir uns nicht darum kümmern sollten." Die Stadt bittet darum, solche Fälle stets zuerst dem Fachamt zu melden, damit dieses auch sofort Maßnahmen ergreifen könne.

Ursula Bruder hingegen behauptet, sie habe die Stadt mehrfach auf den Fall hingewiesen. "Ich habe E-Mails geschrieben, angerufen, Fotos geschickt. Ich habe es wirklich auf dem bürokratischen Weg versucht", betont sie. Inzwischen, erklärt Bruder, wurden in der Halle auch Rattenfallen aufgestellt. Dem Schwarzwälder Boten liegen aktuelle Fotos vor, auf denen Rattenfallen in den Garagen unterhalb der Heizkörper bei den Turngeräten abgebildet sind.

Was Ursula Bruder trotz dieser Maßnahme enttäuscht, ist, wie die Stadt auf ihre Nachrichten und Bedenken reagiert hat. Ihr gegenüber habe man lediglich darauf verwiesen, dass die Tiere vom Vorderen See her kämen und Wege ins Halleninnere suchen würden. Mehr könne man nicht machen. "Ich finde, mit den Sorgen, die ein Verein äußert, könnte eine Stadt anders umgehen", sagt Bruder.

Bei einem Treffen kürzlich, so Bruder weiter, bei dem auch Verantwortliche des städtischen Sportverbandes anwesend waren, hätten diese erstmals von dem Rattenproblem erfahren. "Dass die Stadt die Sache intern nicht einmal weitergegeben hat zeigt, wie wenig das ernst genommen wird", ärgert sich die Geschäftsstellenleiterin.

Auf den erneuten Vorfall hin möchte die Stadt jedoch reagieren. "Selbstverständlich wird sofort kommende Woche erneut ein Kammerjäger zum Einsatz kommen", so Falke. Bleibt nur die Frage, wer dann die Rattenfallen aufgestellt hat, die auf aktuellen Fotos aus der kleinen Deutenberghalle zu sehen sind.

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