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Villingen-Schwenningen Auf einmal ist der Urwald mitten in Villingen

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Sommermusik wird in der Johanneskirche mit dem Kinderchor und Jochen Kiene als Dirigent geboten. Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Siegfried Kouba

VS-Villingen. Was früher "Sommerliche Orgelmusiken" hieß, wird jetzt als "Sommermusik" in der evangelischen Johanneskirche apostrophiert. Den Auftakt machte der Kinderchor unter Leitung von Jochen Kiene. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch den Freundeskreis für Kirchenmusik. Wegen des Katorenwechsels sprang der Dirigent und Organist in die Bresche und bewies, dass er bestens mit Kindern umgehen kann. An seiner Seite stand die Organistin Vera Klaiber, die an der großen Bergmann-Schildknecht-Orgel für einen feierlichen Einzug mit der Bearbeitung von "In dir ist Freude" sorgte. Auch an der Truhenorgel war sie zu hören, ebenso der Dirigent.

Gut gelaunt und präpariert waren die Kinder, die effektvoll den Kirchenraum betraten. "Allerlei Sinn und Unsinn", so der Titel des Nachmittags, wurde mit dem Volkslied "In einen Harung jung und stramm" offenbar, wobei die Kleinen ein Gefühl für Melodie, Rhythmus und Takt vermittelt bekamen. Nicht nur Kinder erheiterte die durch Gerda Hildbrand gekonnt vorgetragene Geschichte "Die Vogelscheuche".

Sie war nutzlos, denn sie konnte die Scharen von Krähen nicht abschrecken. Auch Jäger konnten die schwarze Invasion nicht vertreiben. Doch Bauer Brombeer trifft Freund Rostig, der über eine Zugpfeife verfügt. Und die wirkt in einem nachgebauten Apparat Wunder. Die Krähen werden verschreckt. Die Kirchenorgel sorgte für musikalische Ausschmückung. Tapsige Akkorde und tiefe Bässe charakterisierten Brombeer, schnarrende Register ließen die Krähen umherfliegen, mit Trompetenschall kamen die Jäger und in Tonfetzen ließen sich die Krähen das Getreide schmecken. Mit Pedaldampf ratterte der Schmundzeldorf-Express daher und dann kam er: Der Pfiff der Lok! Und vorbei war die Geschicht’ und Gott wurde gepriesen mit "Lobe den Herren", gefunden im "EG", dem evangelischen Gesangbuch und nicht beim EG als "Erbsen-Geburtstag".

Tief in den brasilianischen Urwald tauchten die Kinder mit Banano, Don Juano, Karabino und Krokodilo ein und lernten dabei lateinamerikanischen Rhythmus, um danach sommerliche Gefühle bei „Geh aus mein Herz“ zu wecken, einer der Gesänge, bei dem auch das Publikum mitsingen durfte. Das Paul-Gerhardt-Lied, oder "Lobe den Herren" des Pastors Joachim Neander und "In dir ist Freude" mit unterlegter Tanzmelodie waren bekannte und traditionelle protestantische Gesänge, die durchaus willkommen waren.

 

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