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Villingen-Schwenningen Aschenkreuz-Vorfall: Jetzt spricht der Experte

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Dass eine Base mit einem sehr hohen PH-Wert zu Verletzungen auf der Haut führen kann, vor allem wenn der Hauttyp eher trocken und die Haut nicht durch Cremes geschützt ist, sei keine neue Erkenntnis, so Schrägle. (Symbolfoto) Foto: © Schlierner – stock.adobe.com

VS-Weilersbach - Die Verletzungen, die sich Gläubige an Aschermittwoch durch das Auftragen von Aschekreuzen auf der Stirn in St. Hilarius zugezogen haben, zieht immer weitere Kreise. Jetzt meldet sich die Bundesgütegemeinschaft Holzaschen zu Wort.

Der Geschäftsführer der Bundesgütegemeinschaft Holzaschen, Rainer Schrägle, wundert sich, dass es noch immer zu solchen Vorkommnissen kommt. "Es sollte allgemein bekannt sein, dass Asche von Holzpflanzen stark alkalisch ist und sich bei Vermischung mit Wasser starke Basen mit einem pH-Wert von bis zu 14 ergeben können." Selbst wenn man Asche etwa von Buchsbaum, wie es wohl in Weilersbach der Fall war, oder anderen Hölzern nicht mit Wasser vermischt, können sich Basen bilden, denn die Asche ist hygroskopisch, also wasseranziehend. Der PH-Wert gibt an, ob eine Substanz sauer oder alkalisch ist.

Reines Wasser besitzt einen PH-Wert von 7. Die als sehr agressive Flüssigkeit geltende Schwefelsäure hat einen PH-Wert von etwa 1,7. Bekannte alkalische Basen wie Soda oder Natronlauge weisen pH-Wert zwischen 10 und 12 auf. Das zeigt, dass Holzasche kein unbedenkliches Material darstellt.

Die Bundesgütegemeinschaft Holzasche widmet sich den unterschiedlichsten Aspekten rund um das Thema Holzasche. Wichtigste Aufgabe ist es, Aschen aus naturbelassenen Hölzern über ein RAL-Gütezeichen als Ausgangstoff für Dünger zu zertifizieren. Mit dieser Gütesicherung können solche Aschen als Düngemittel oder Komponenten von Düngern geprüft und qualifiziert werden. Dies erfolgt über die Bundesgütegemeinschaft Kompost, die beim Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung als anerkannte Institution für die Gütesicherung von Sekundärrohstoffdüngern akkreditiert ist.

In dieser Eigenschaft steht man in enger Zusammenarbeit mit spezialisierten Laboren, "so dass es ein Leichtes wäre, schnell zu analysieren, welche Stoffe in der in der Kirche verwendeten Substanz enthalten sind", so Schrägle. Das nächstgelegene Labor ist die Berghof Analytik + Umweltengineering GmbH in Tübingen. Doch so weit müsse man wahrscheinlich gar nicht gehen: "In jeder Apotheke und jeder Schule gibt es Teststreifen für den pH-Wert, damit könnte man eine Mischung immer schnell testen."

Dass eine Base mit einem sehr hohen PH-Wert zu Verletzungen auf der Haut führen kann, vor allem wenn der Hauttyp eher trocken und die Haut nicht durch Cremes geschützt ist, sei keine neue Erkenntnis, so Schrägle. Es habe in der Vergangenheit immer wieder ähnliche Vorfälle gegeben. Die Bundesgütegemeinschaft Holzasche warnt deshalb davor, alkalische Basen auf die Haut aufzutragen und hält dazu auch immer wieder Schulungen und Vorträge.

 
 

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