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Villingen-Schwenningen Anselm Säger startet in seine zweite Amtszeit als Zunftmeister

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Mit blau-weißen Luftballons "entlastet" Henry Greif den Rat der Historischen Narrozunft bei der Hauptversammlung in der Neuen Tonhalle im wahrsten Sinne des Wortes. Fotos: Diebold Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Villingen. Dass er seine Aufgabe mit Freude ausübt und im zweiten Jahr langsam Routine bekommt, stellte Anselm Säger, Zunftmeister der Historischen Narrozunft Villingen, bei der Hauptversammlung am Samstagabend in der Neuen Tonhalle fest. "Mit Alex an der Seite läuft es und macht Spaß", brachte er die Zusammenarbeit mit dem zweiten Zunftmeister Alexander Brüderle auf den Punkt. Ebenso positiv sei das Mitein­ander im Rat: "Die Jungs hinter und neben mir tragen die Kappe nicht zur Show, sondern leisten das ganze Jahr über viel", lobte er den Einsatz der ganzen Mannschaft, die ihm den Rücken stärkt.

Kritische Töne schlug Säger indes wegen der neuen Sicherheitsauflagen für Reit- und Zugpferde an der Fasnet an, denen so das Aus droht. Dass Vorschriften angesichts drohender Gefahren notwendig sind, sei klar. Aber es gelte, Kompromisse zu finden. "Ich werde alles tun, dass der Umzug komplett bleibt. Pferde gehören einfach dazu", unterstrich er unter dem lauten Applaus der Mitglieder. Angesichts der positiven Bilanz, die der Zunftmeister nach seiner ersten Amtszeit zog, fiel den Mitgliedern die Entscheidung leicht, ihn einstimmig für zwei weitere Jahre im Amt zu bestätigen.

An eine weitere Wahl knüpfte der erste Zunftschreiber Jens Schaumann an: Nicht der Wechsel an der Rathausspitze habe das Jahr in der Doppelstadt geprägt, sondern die Wahl des zweiten Zunftmeisters Alex Brüderle, ließ er in seinem mit einer gehörigen Portion Humor gespickten Bericht wissen. Der war wieder vollgepackt mit Ereignissen, die zeigen, dass die Zunft nicht nur an der Fasnet, sondern das ganze Jahr über aktiv ist, ob das Kulturprogramm in der Zehntscheuer, das Sommerfest, Ausflüge oder das Bouleturnier. Dass der Verein in Villingen fest verankert ist, lässt sich auch an den Zahlen ablesen: Mit 203 neuen Eintritten zählt die Zunft inzwischen 4618 Mitglieder. "Es gibt wenige Vereine, die von sich aus einen kontinuierlichen Zuwachs berichten können", erklärte Schaumann nicht ohne Stolz.

Auch das Brauchtum spielt eine wichtige Rolle, das der Verein bei Informationsabenden, dem Austausch mit Schemenschnitzern und Häs­malern oder dem Strählkurs pflegt, berichtete der Brauchtumssprecher Peter Metzger. Mächtig eingespannt sei der Brauchtumsausschuss mit den Vorbereitungen für die Ausstellung rund um die Fasnet mit einem umfassenden Rahmenprogramm, die vom 11. Januar bis zum 29. März 2020 im Franziskanermuseum zu sehen ist. Einen Volltreffer habe die Zunft mit der Fasnetkiste für Schulen, Kindergärten und Seniorenheime gelandet, die seit dem vergangenen Jahr ein ­Wueschtbrett und seit kurzem auch den dazugehörigen Besen enthalte.

In die Ausstattung der Kisten investiere die Zunft mit Hilfe von Sponsoren Jahr für Jahr, erklärte der erste Zunftsäckelmeister Karl-Heinz Huy. Überhaupt sei die Unterstützung der Mitglieder groß, dank der rund 24 000 Euro an Spenden sei es möglich gewesen, die durch die Sanierung der Zehntscheuer entstandenden Schulden weiter abzubauen. Überhaupt sei die Zehntscheuer ein Erfolgsmodell, die Bewirtung spüle einiges an Geld in die Kassen der Zunft und sei neben dem Sommerfest eine wichtige Einnahmequelle.

Mit all diesen guten Nachrichten fiel es Henry Greif nicht schwer, die Entlastung über die Bühne zu bringen. Das einmal mehr in ein besonderes Schauspiel verpackt: Er ­stattete die Führungsriege mit weiß-blauen Luftballons aus, die sie in die Höhe schweben lassen konnten, um das Gefühl der "Entlastung" auch spürbar zu machen. Beschwingt konnte der Rat so zusammen mit den Mitgliedern in die Fasnet starten. Traditionell stimmten Mitglieder der Stadt- und Bügerwehrmusik mit dem Narromarsch und dem Villinger Schunkellied bei der Ehrung der Jubilare auf die närrische Zeit ein.

Das einstimmige Vertrauen sprachen die Mitglieder neben Zunftmeister Anselm Säger auch dem zweiten Zunftsäckelmeister Oliver Mauch, dem zweiten Zunftschreiber Peter Metzger, dem zweiten Kammerverwalter Martin Schuhbauer, dem zweiten Schirrmeister Anselm Konegen und dem zweiten Zunftballregisseur Timo Klötzl aus. Neu in den Rat gekommen ist der bisherige Aspirant Patrik Metzger. Auf eigenen Wunsch hat die Zunft Christoph Zipfel aus dem Rat verabschiedet. Auch Kassenprüfer Bernd Appelt hat sein Amt niedergelegt. Seinen Posten übernimmt Jürgen Nolle.

Ehrungen Ratsherren: Markus Becker, Peter Hupfer (beide zehn Jahre), Richard Braitsch, Hans Jörg Voggenreiter (beide 20 Jahre), Claus Müller (30 Jahre), Edgar Sturm (40 Jahre)

Besonderes Engagement: Wolfgang Dreyer, Herbert Fischer, Christian Link und Christian Hauser; Elisabeth Deckert von der Wäscherei Heinzmann; Birgitte Fleig, Claudia Konegen; Frühstücks- und Mehr-Team (Gabi Beitz, Silvia Hohenhaus, Steffi Simon, Monika Hettich- Marull, Ilona Beha, Claudia Konegen, Angela Graf und Andreas Pasch); Zehntscheuer-Team (Angelika Dold, Tom Seebold, Uli und Michael Herrmann, Nicole und Ortrud Munz, Lisa Langenbacher, Michael Storz, Angela und Wolfgang Faißt, Bettina und Christoph Langenbacher, Claudia und Anselm Konegen, Yvonne und Marc Schaumann, Peter Kerber); Ortrud Munz; Karin Huy als Stellvertreterin für die Fähnele-Frauen; Barbara Walz für das zehnjährige Gestalten der Narrozeitung; Monika Burger als Stellvertreterin für den Schwarzwaldverein, der alle zwei Jahre das Narrostüble Schwarzer Rock im Fidelisheim bewirtet. Verdienstorden: Fabian Mauch, Felix Ettwein, Chiara Nolle, Franka Nolle, Julia Pop ko, Thilo Harm, Karin Harm, Isa Freudling, Clemens Hupfer, Uli Muschal, Herbert Fischer, Udo und Birgit Held. Narrovatterscheme: Vera Libowski

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