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Villingen-Schwenningen Amok-System: Pilotprojekt an Friedensschule

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Um die Alarmierung von Schulen ging es im Ausschuss. Foto: Ilia Shcherbakov/Fotolia.com

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Villingen-Schwenningen - Das Thema Amok-Alarm an Schulen ist spätestens seit dem Vorfall in Winnenden präsent. Es wurden Schutzkonzepte, Notfallpläne und sämtliche Vorkehrungen ausgetüftelt. Doch umgesetzt wurde bislang recht wenig davon. Vor allem nicht an den stätischen Schulen in Villingen-Schwenningen.

In der Gemeinderatsitzung am Mittwoch, 26. Jui (16 Uhr, Neue Tonhalle) steht das Thema wieder einmal auf der Tagesordnung. Denn die Leitungen der Ämter für Jugend, Bildung, Integration und Soziales (JuBIS) sowie Gebäudewirtschaft und Hochbau (GHO) haben ein Konzept hierzu entwickelt.

Das Pilotprojekt soll die Friedensschule in Schwenningen werden. Hier soll ein Notfall- und Gefahren-Sprechanlagen-System (NGRS) installiert und in die Brandmeldeanlage integriert werden. Im Gegensatz zur grundsätzlichen Installation solcher Anlagen, hat das Testobjekt den Vorteil, dass es kostengünstiger ist. Denn bestehende Leitungen können genutzt werden, die Anlage ist auch bei Stromausfall noch 30 Minuten aktiv, Rauch- und Amok-Warnmelder liegen nebeneinander und es ist nur ein Wartungsvertrag für Brand- und Amokmeldeanlage notwendig. Sollte sich dieses System bewähren, sollen alle städtischen Schulen nach und nach – vorrangig im Zuge von Renovierungen und Brandschutzmaßnahmen – mit einem NGRS ausgestattet werden.

Wie Stefan Assfalg, Amtsleiter des JuBIS in der Sitzung des Technischen Ausschusses erläuterte, gebe es bislang keine verpflichtende gesetzliche Grundlage für die Amok-Prävention. Deshalb seien auch drei verschiedene Stufen der Sicherheitssysteme möglich. "Ob es etwas bringt, sich jetzt auf die einfachste, dafür aber günstigste Variante festzulegen, ist schwer zu sagen." Möglicherweise gebe es irgendwann Gesetzesvorgaben, denen die einfachen Anlagen nicht mehr genügen.

Ein großer Kostenfaktor in der gleichzeitig nicht absehbaren Kostenentwicklung, dürfte die externe Leitstelle sein, die notwendig wird, um die Informationen der Meldeanlage zu verarbeiten und weiterzuleiten. Denn eine direkte Verknüpfung mit der Integrierten Leitstelle, die die Rettungskräfte von VS zum Beispiel im Brandfall alarmiert, sei nicht möglich. "Diese Stelle muss zeitlich wie personell ständig besetzt sein", sagte Assfalg. Deshalb halte er es nicht für sinnvoll, wenn diese im Sekretariat, beim Hausmeister oder im Rektorat sei. "Alle möglichen Personen haben andere Aufgaben in der Schule und sind immer wieder woanders."

Stadtrat Bernd Lohmiller (SPD) schlug vor, sich bei anderen Schulen in Baden-Württemberg zu erkundigen. "Es gab jüngst zwei Fälle von Amok-Alarm an zwei Schulen. Vielleicht fragen wir dort mal nach, welche Technik sie verwenden."

Dirk Sautter (CDU) äußerte sich klar, in welche Richtung die Entscheidung gehen soll: "Wir beklagen immer alles mögliche. Jetzt müssen wir mal Rückgrat beweisen. Wir sollten es so machen, wie der Landkreis, der alle seine Schulen zumindest mal mit Sicherheitsgrad eins ausstattet." Und er bekam Unterstützung des Oberbürgermeisters: "Ich gebe Ihnen recht. Ich glaube zwar auch nicht, dass etwas passiert, und wenn doch, weiß keiner, ob diese Systeme wirklich helfen. Aber es ist eine Gewissensfrage und deshalb finde ich diese Überlegung sinnvoll."

 
 
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