Oberbürgermeister Jürgen Roth (Mitte) freut sich mit allen Beteiligten darüber, dass der Bau des Skaterparks voran schreitet. Architektin Cornelia Gärtner und Amtsleiter Dieter Kleinhans (dritte und vierter von links) vom Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau sind für die Umsetzung verantwortlich. Felicitas Heinrich und Nadine Schumacher (dritte und vierte von rechts) vom Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport haben den Beteiligungsprozess organisiert. Auch die Jugend selbst lässt sich Spatenstich nicht entgehen. Neben Dominik Drengner (zweiter von links) und Daniel Weber (rechts) vom Jugendgemeinderat freuen sich auch die Skater Lennart (links) und Aiden (zweiter von rechts) darüber, dass sie bald einen tollen Platz für ihr Hobby haben. Foto: Stadt VS Foto: Schwarzwälder Bote

Freizeit: Spatenstich läutet Baubeginn am Klosterhof ein / Fertigstellung für Anfang Oktober vorgesehen

Schon bald rollen am ­Klosterhof direkt neben dem neuen Jugendkulturellen Zentrum im Zentralbereich von VS nicht mehr die Bagger, sondern die Skateboards, BMX-Räder oder Scooter.

Villingen-Schwenningen. Mit dem Spatenstich fiel auf dem Gelände der künftigen Skateanlage der Startschuss für den Bau der neuen Freizeitanlage. Oberbürgermeister Jürgen Roth freut sich darüber, dass bei diesem Projekt der Meilenstein erreicht ist und setzt dafür gerne die Schaufel gemeinsam mit Vertretern des Jugendgemeinderats und den zuständigen Fachämtern an, teilt die Stadtverwaltung mit.

380 000 Euro investiert die Stadt in den Skatepark, der von dem auf Skateparks spezialisierten Architekturbüro Skateshapes geplant wurde. In einem groß angelegten Jugendbeteiligungsprozess, welcher vom Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport sowie vom Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau initiiert und begleitet wurde, wurde der Bedarf der Skater, BMX- und Scooter-Fahrer in Workshops abgefragt und diskutiert.

In drei Zonen unterteilt

Die betonierte Fläche mit den verschiedenen integrierten Elementen ("Obstacles") umfasst eine Gesamtfläche von etwa 868 Quadratmetern. Die geplante Skateranlage ist in drei Zonen unterteilt, die Street Basics, ein Street/Flow-Bereich sowie eine von diesen Zonen getrennte Bowl. Diese Zonierung trägt unter anderem auch dem Umstand Rechnung, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) beschlossen hat, dass ab den Olympischen Spielen 2020 in Tokio Skateboarding mit den Disziplinen Street und Park Teil der Spiele wird.

Unter Kindern und Jugendlichen genießt Skateboarding auch in Deutschland eine wachsende Popularität. Aber auch für Scooter-und BMX-Fahrer ist die Anlage gleichermaßen nutzbar.

Während die beauftragte Firma Anker Rampen aus Kiel derzeit das Planum herstellt, wird im nächsten Schritt das Gelände mit Recyclingmaterial und Schotter so modelliert, dass die Rampen und Hindernisse schon grob erkennbar sind.

Ab Anfang August werden Zug um Zug die Elemente armiert, betoniert und in aufwändiger Handarbeit modelliert und geglättet. In ungefähr zwölf Wochen sollen die Arbeiten – je nach Witterungsverhältnissen – abgeschlossen sein. Voraussichtlich Anfang Oktober sollen die jungen Sportler über die neue Anlage flitzen können. Der Bau des Skateparks wird einen erheblichen Mehrwert für das Oberzentrum Villingen-Schwenningen mit sich bringen und die Sportlandschaft ideal ergänzen und erweitern, so die Stadt.

Durch die individuelle Bauweise in Ortbeton und durch die Größe werde die Skateranlage überregionale Aufmerksamkeit und dadurch eine noch höhere Auslastung erfahren.