Das Anwesen Wiehl in Nachbarschaft der Glöckenberghalle in Weilersbach bietet nach Ansicht des Ortschaftsrates gute Voraussetzungen, um ein Projekt für altersgerechtes Wohnen umzusetzen. Foto: Preuß Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Ortschaftsrat Weilersbach peilt auf zentral gelegenem Grundstück besondere Nutzung an

Die Stadt wird ihr Vorkaufsrecht beim Anwesen Wiehl an der Wilhelm-Becker-Straße in Weilersbach ausüben. Dies gab Ortsvorsteherin Silke Lorke während der jüngsten Ratssitzung bekannt.

VS-Weilersbach. Idealvorstellung des Gremiums wäre es, wenn auf dem zentral gelegenen Grundstück altersgerechter Wohnraum erstellt würde. Das alte Wohnhaus mit Ökonomieteil gegenüber dem Löwen steht auf einem etwa 3000 Quadratmeter großen Grundstück, was prinzipiell eine Reihe von Nutzungsmöglichkeiten eröffnet. Im hinteren Bereich grenzt das Gelände an den Ammelbach, seitlich an die wenigen Parkplätze für die Glöckenberghalle.

Da Abstellmöglichkeiten während Veranstaltungen absolute Mangelware sind, drängt Lorke darauf, bis zur Überplanung des Geländes einen Teil der Fläche als Parkplätze anzulegen.

Perspektivisch soll die Ortsmitte durch eine attraktive Bebauung gestärkt werden. Als ideal sieht der Rat die Schaffung von altersgerechten Wohnungen an. Immer wieder gebe es Nachfragen älterer Bürger im Rathaus, ob und wann denn ein solches Angebot im Ort realisiert werde, berichtet Lorke: "Menschen, die ihr Leben lang in Weilersbach gewohnt haben, wollen im Alter lieber im Ort bleiben als in die Stadt zu ziehen."

Noch keine Planungen

Konkretere Überlegungen oder gar Planungen existierten aber noch nicht, zunächst müsse ohnehin erst das Grundstück gekauft sein. Dann aber will der kleine Stadtbezirk die Sache energisch vorantreiben. Die zen­trale Lage mit der nahen Bushaltestelle, dem Rathaus und der Kirche eigne sich für ein entsprechendes Projekt. Vielleicht ließe sich sogar eine Physiotherapie oder ein anderer Dienstleister im Gesundheitswesen für eine Ansiedlung begeistern, hofft man in Weilersbach. Der schöne Blick auf den Glöckenberg mit dessen Streuobstbepflanzung nach Westen stehe zudem für ein angenehmes Wohnumfeld. Prinzipiell sei auch eine Bebauung mit anderer Nutzung denkbar, im Bereich altersgerechtes Wohnen sieht der Ortschaftsrat derzeit aber die besten Umsetzungschancen.

Bei der konkreten Realisierung sei der Rat offen für alle denkbaren Konstellationen, so Lorke. Wenn ein kommerzieller Anbieter einen Markt sieht, sei er ebenso willkommen wie eine erfahrenen Organisation, etwa aus dem kirchlichen Bereich, eine Stiftung oder eine Wohnungsbaugesellschaft.

Wichtig sei es am Ball zu bleiben, um eine möglichst zeitnahe Bebauung zu realisieren, die dann eine Sogwirkung für weitere Projekte entfalten könne.