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Villingen-Schwenningen Alltagsnöte von Menschen ohne Arbeit

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Hauptamtlich und ehrenamtlich Engagierte laden zum Treffpunkt für Menschen ohne Arbeit ein: Diplom-Sozialpädagogin Natja Steiger (von links), Uli Manz, Petra Rucks, Haraldo Widmann und Isabella Köppel. Foto: Winkelmann-Klingsporn Foto: Schwarzwälder Bote

Schwarzwald-Baar-Kreis (ewk). "Keiner geht allein zum Amt" stand über einer Tagung für ehrenamtliche Berater in Arbeitslosentreffs, zu dem die Landesarbeitsgemeinschaft der Arbeitslosentreffs in Baden-Württemberg (Lagalo) eingeladen hatte. In der Arbeitsgruppe "Menschen ohne Arbeit" des Diakonischen Werks im Schwarzwald-Baar-Kreis wird das seit zwölf Jahren praktiziert. Um die Besucher von noch besser beraten und begleiten zu können, haben auch Beraterinnen an diesem Kurs teilgenommen.

Gesponsert wurde der Kurs vom Förderverein für Krankenpflege und andere soziale Dienste in der evangelischen Kirchengemeinde Villingen. Immer am Mittwoch vormittag treffen sich im Haus Wehrstraße 4 im Martin-Luther-Zentrum in VS-Villingen Menschen ohne Arbeit oder in prekären Beschäftigungen. Unter Frauen und Männern in ähnlichen Lebenssituationen kann man hier vertraulich Erfahrungen und Nöte austauschen, Verständnis finden, aber auch fachkompetente Beratung und Begleitung.

In der moderierten Selbsthilfegruppe kommen die bedrängenden Alltagsnöte von Menschen ohne Arbeit oder in geringfügigen Einkommensverhältnissen, die Probleme mit hohen Mieten, verkommenen Wohnungen, erfolgloser Wohnungssuche, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit im geschützten Raum schnell zur Sprache.

Hier findet man Verständnis bei Menschen mit ähnlichen Erfahrungen und hilfreiche Begleitung durch Sozialarbeiter.

"Man ist nicht allein und kann sich ohne Nachteile mitteilen" beschreibt eine Frau die Atmosphäre. Neben den Gesprächsrunden gibt es Einzelberatung. Ohne diese Hilfe und den Mut, den man ihr da gemacht habe, hätte sie sich vieles nicht getraut, sagt eine andere Besucherin, die mit der Hilfe beim Arbeitslosentreff bürokratische Hürden beim Einstieg in die Rente nehmen konnte. Ein Langzeitarbeitsloser, gesundheitlich angeschlagen, engagiert sich nach einer Reha und der Lagalo-Schulung jetzt ehrenamtlich in der Alltagsbegleitung in der Gruppe.

Sie habe ihm Regelmäßigkeit und Alltagsstruktur gebracht, seelische, praktische und rechtliche Hilfe, das Gefühl von Zugehörigkeit und neuem Selbstbewusstsein. Eine andere Frau, die nach acht Jahren Hartz-IV-Bezug froh ist, jetzt einen Minijob zu haben, kommt nach wie vor zum Treff. Sie möchte ihre Erfahrungen weitergeben und Mut machen.

Ohne Hilfe bei hätte sie sich vieles nicht getraut. Ein anderer Besucher bringt es so auf den Punkt: "Es ist nett hier. Die Leute sind liebenswürdig und gehen verständnisvoll miteinander um. Ich komme aus dem Haus und es wird mir geholfen, bürokratische Hürden zu nehmen."

Die Kommunikationsmöglichkeiten im vertraulichen Rahmen im Treffpunkt im Austausch mit Menschen in ähnlichen Lebenssituationen und Fachleuten der Diakonie schließt eine Alltagslücke, die kommunale Einrichtungen so nicht wahrnehmen können.

Mit der Qualifizierung ehrenamtlicher Berater unter dem Motto "Teilhaben/Teilsein – Bildung, Arbeit, Wohnen sind Menschenrechte" kann diese Arbeit jetzt noch effizienter werden, freut sich Nadja Steiger, die für den Treff verantwortliche Sozialarbeiterin.

Jeden Mittwoch von 9 bis 12. Uhr und jeden ersten Montag im Monat von 17 bis 20 Uhr im Haus Wehrstraße 4 im Stadtbezirk Villingen findet der Treff statt. Eingeladen sind Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind und nicht mehr alleine bleiben wollen mit ihren Selbstzweifeln, ihrem Ärger und ihren Fragen. Im Treffpunkt finden Sie Menschen, die für Ihre Situation Verständnis haben, die Ihnen den Rücken stärken wollen und vielleicht auch eine ganz konkrete Unterstützung für Ihre Anliegen und Probleme geben können. Ansprechpartnerin ist die Sozialpädagogin Nadja Steiger, Telefon 07721/84 51 62, Mail: Nadja.Steiger@diakonie.ekiba.de.

 
 

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