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Villingen-Schwenningen Alle Werke sind Kunst für die Ohren

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Selbstbewusst und stark gestikuliert Maron Fuchs und überzeugt so von ihren Ansichten. Das Publikum wählte sie als Gewinnerin aus. Foto: Sahin Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Villingen. Mit tosendem Applaus wurde jeder Künstler beim Dichterwettstreit Deluxe am Samstagabend im Theater am Turm in Villingen gewürdigt.

Doch den wertvollen Hauptpreis konnte nur ein Künstler gewinnen. Wertvoll war der Hauptpreis, wie bei den anderen Slams, keineswegs. Diesmal durchsuchte Moderator und Leiter des Poetry Slams Elias Raatz, seinen Schrank und fand einen sechs Jahre alten Likör, den er irgendwie loswerden wollte. Diesen Likör konnte derjenige Dichter gewinnen, der das Publikum am meisten mit seinen Texten berührte, denn das Publikum ist die Jury und entscheidet ganz subjektiv und nach Bauchgefühl.

Die fünf Künstler, Richard König aus Tübingen, Mbayo Bona ebenfalls aus Tübingen, Konstantin Korovin aus Stuttgart, Maron Fuchs aus Bamberg und Holger Rohlfs aus Darmstadt, traten in zwei Runden gegeneinander an. Nach jedem Künstler holte Elias Raatz die Wertung des Publikums ein. Die Höchstpunktzahl von 50 Punkten erreichte die Siegerin.

Zwischendurch gab es Bereicherungen von special Guest Daniel Wagner aus Heidelberg. Wagner ist siebenfacher Finalist der deutschsprachigen Meisterschaften und beschreibt sich selbst als "der, der am allermeisten im Finale war, ohne das Ding einmal zu gewinnen".

Die zehn Texte der fünf Künstler boten einen Einblick in ihre kreative und lyrische Welt der Gedanken und Ideen, mit Themen wie Konsum- und Markenkritik, Chillen, Stress, wie ernährt man Kinder, Pfefferminzbonbons, Dachkantenecken oder Bienen. Ihre kleinen Werke waren sowohl ernst, als auch unterhaltend, doch allesamt waren sie ein wenig Kunst für die Ohren. "Chillen ist Raum schaffen, wo keiner ist", philosophiert Mbayo Bona, "Weil wir so lange leben, haben wir Angst es zu verschwenden. Was wir brauchen ist eine wohldosierte Portion Todesangst", schließt Konstantin Korovin. Kurze Entrüstung gab es vom Publikum, als die bayrische Maron Fuchs versehentlich Villingen falsch aussprach. Sie wurde umgehend eines Besseren belehrt. Dafür baute sie die Stadt später in einen ihrer Texte ein, wofür sie viel Applaus erhielt. Sie und Richard König schafften es ins Finale, wo beide berührende und eindrucksvolle Texte vortrugen. Mit ihren zwei Texten über Leistungsdruck und das ständige "Mehr", das jedermann möchte und die Bienen, die langsam, aber sicher aussterben werden, gewann schlussendlich Maron Fuchs mit voller Punktzahl und erhielt somit den berühmtberüchtigten und sechs Jahre lang in Elias Raatz‘ Schrank gereiften "Dreyberg Liquid Edelweiß". Die nächsten beiden Slams im Theater am Turm an der Schaffneigasse sind am 21. Dezember und am 11. Januar.

Zum Schluss noch ein Geheimtipp von Elias Raatz: Die günstigsten Karten gibt es auf www.dichterwettstreit-deluxe.de.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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