Die kleinen Kursteilnehmer der Hector-Kinderakademie lernen mit Hilfe roher Eier bei Julia Schoeneck, wie man einen Airbag konstruiert. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

Bildung: Abschlussfeier der Hector-Kinderakademie

VS-Villingen (bn). 2008 rief SAP-Gründer Hans-Werner Hector eine Stiftung ins Leben, die seit 2010 hochbegabte und besonders begabte Grundschüler fördert. Inzwischen gibt es 60 Hector-Kinderakademien, eine davon auch im Schwarzwald-Baar-Kreis.

Die Goldenbühlschule ist traditioneller Gastgeber der Jahresabschlussfeier. Am Freitagnachmittag trafen sich in der Schulaula die Kinder, deren Eltern und Kursleiter. 177 Teilnehmer im Grundschulalter in 25 Kursen zählte die Akademie im zu Ende gehenden Schuljahr. Etliche Kurse waren dreifach überbucht, weshalb man plane, das Angebot besonders im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) auszubauen, kündigte Geschäftsführerin Ursula Kiefer an. Ein weiteres Ziel sei, mehr Mädchen für diese Kurse zu gewinnen.

Voraussetzung zur Kursteilnahme an der von der Universität Tübingen wissenschaftlich begleiteten Hector-Kinderakademie ist eine Empfehlung der Grundschule. Den nominierten Erst- bis Viertklässler werden daraufhin außerunterrichtliche Kurse angeboten, deren Inhalte das Niveau vom üblichen Schulunterricht übertreffen. Das Angebot reicht von Naturwissenschaften über Sprache bis hin zu Kunst und Geschichte.

Bei der Abschlussfeier präsentierten einige Kinder ihre Arbeiten. Die Werke großer Künstler nachgeahmt und mehr zu deren Geschichte erfahren haben die Schüler von Kursleiterin Esther Berger. Eine alarmgesicherte Schatzkiste konstruierte Wolfgang Noltin mit seinen Kursteilnehmern. Wie man einen Airbag baut, lernten die Schüler von Julia Schoeneck anhand von rohen Eiern. Sogar Grundlagen der chinesischen Sprache kann man an der Hector-Akademie erwerben.