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Villingen-Schwenningen Ärztepfusch-Vorwürfe: Erscheint der Facharzt vor Gericht?

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Ein Facharzt aus der Region muss sich vor dem Villinger Amtsgericht verantworten. Foto: sebra/Fotolia.com

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Villingen-Schwenningen - Schlagzeilen macht er seit bald zweieinhalb Jahren. Nun steht die vielleicht wichtigste Verhandlung gegen einen Facharzt aus der Region an. Es geht um den Vorwurf der Körpverletzung in sechs Fällen. In diversen zivilrechtlichen Verfahren erschien der Beklagte nicht. Doch bei Strafprozessen gilt in der Regel Anwesenheitspflicht.

Es dürfte spannend werden in den Vormittagsstunden des 11. Oktober 2017. Denn an diesem Tag geht es vor dem Amtsgericht Villingen um die Vorgänge in einer Praxis und die Behandlungsmethoden eines Mediziners. Viele ehemalige Patienten eines Facharztes, der viele Monate lang im Zentrum von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Konstanz stand, warten seit geraumer Zeit auf diesen Tag. Körperverletzung lautet der Vorwurf, der auf der Tagesordnung für Mittwoch steht. "Die Staatsanwaltschaft hat wegen Behandlungsfehlern und damit des Straftatbestandes der Körperverletzung in sechs Fällen beim Amtsgericht Villingen einen Strafbefehl beantrag", erklärt Andreas Mathy, Sprecher der Staatsanwaltschaft Konstanz, auf Anfrage des Schwarzwälder Boten.

Experten: Kein gutes Omen für den Mediziner

Theoretisch hätte man damit auf eine Hauptverhandlung verzichten können, ergänzte er. Doch das Amtsgericht VS wollte es dabei nicht bewenden lassen und entschied sich dazu, eine Hauptverhandlung zu eröffnen. Experten sehen darin kein gutes Omen für den Angeklagten. Für einen Gutteil der einstigen Patienten des Arztes bedeutet dieser kommende Prozess, dass gemischte Gefühle und teilweise auch Frust vor dem bevorstehenden Termin hochkommen. Denn nur eine Minderheit jener Betroffenen, die dem Arzt Behandlungsfehler vorwerfen und Strafanzeigen erstatteten, hatten bislang Erfolg. Wie mehrfach berichtet, landeten insgesamt mehr als 30 Anzeigen bei der Konstanzer Staatsanwaltschaft, aber nur ein kleiner Teil der Anzeigen wird in dem Strafverfahren behandelt.

Für eine Rechtsexpertin ist dies ein nachvollziehbares Prozedere. Auf Basis des vom Landgericht bestellten medizinischen Gutachters habe sich die Staatsanwaltschaft auf die Fälle konzentriert, die am gravierendsten seien und bei denen der Vorwurf der Körperverletzung am besten nachzuvollziehen sei. Für die Strafrechtlerin hat der Prozess darüber hinaus eine Signalwirkung auf die noch laufenden Verfahren auf zivilrechtlicher Ebene. Auch Andreas Mathy äußert sich deutlich: Nur die "eindeutigsten Anzeigen" seien strafrechtlich relevant geworden. Nicht zuletzt wollte man sich mit der juristischen Bewertung auch auf einem sicheren Terrain bewegen und nicht noch durch eher "angreifbare Entscheidungen" einen aufwendigen Sachverständigenstreit herauf beschwören. Dem kommenden Strafprozess vorgeschaltet waren diverse zivilrechtliche Prozesse. Einige davon endeten in Versäumnisurteilen oder im Vergleich. Bislang, so hieß es allein aus einer der beauftragten Kanzleien, seien bereits Summen im mittleren fünfstelligen Bereich geflossen. In manchen Fällen wurde die Klage auch abgewiesen.

Aufenthaltsort derzeit öffentlich nicht bekannt

Bislang hat der Angeklagte oder zivilrechtlich Beklagte bei Verfahren meistens durch Abwesenheit geglänzt. Einen eher spektakulären Auftritt hatte der Mediziner vor zwei Jahren, indem er halb vermummt ins Gericht kam. Normalerweise haben Angeklagte bei einem strafrechtlichen Verfahren zu erscheinen, so eine Juristin. Und auch Andreas Böhm, Pressesprecher des Amtsgerichtes Villingen, bestätigt auf Anfrage, dass bei der Verhandlung am 11. Oktober Anwesenheitspflicht bestehe. Öffentlich ist nicht bekannt, wo sich der Mann derzeit aufhält.

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