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"Village Clinic" eröffnet Rottenburger helfen in Malawi

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Großes Interesse an dem neuen Gesundheitsangebot herrscht in Chilumba bei der Eröffnung der "Village Clinic". Foto: Malawi Freunde Rottenburg

Ein Erfolg für Malawi und den Verein Malawi-Freunde Rottenburg: Die von dem Verein finanzierte "Village Clinic" im nordmalawischen Chilumba ist eingeweiht. Zwei Jahre hatte die Vorbereitungs- und Bauzeit betragen. Jetzt ist auch Ministerpräsident Kretschmann auf das Projekt aufmerksam geworden. Mehr in unserem (SB+)Artikel.

Rottenburg/Malawi - Holger Keppel, erster Vorsitzender der Malawi-Freunde Rottenburg, berichtet über den Erfolg der "Village Clinic" gleich in den ersten Tagen: "Es herrscht bereits ein großer Andrang, sodass sich die Veranda, der Warteraum, schon als zu klein erweist. Deshalb muss diese insbesondere wegen der Regenzeit um ein Vordach erweitert werden." Täglich würden in der neuen Einrichtung in Chilumba durchschnittlich 38 Kinder unter fünf Jahren versorgt werden.

Lesen Sie auch: Rottenburger Verein steht hunderten Familien bei

Malawi gehört nach Angaben des Vereins zu den Ländern mit einer hohen Kindersterblichkeit: Von 1000 Kindern, die lebend geboren werden, sterben 49,7 vor ihrem 5. Geburtstag (Stand 2018), heißt es in der Statistik.

Weniger Kinder sterben

"Im malawischen Gesundheitssystem sind die "Health Surveillance Assistants", kurz "HSAs", deutsch Gesundheitshelfer, das Rückgrat der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum. Diese HSAs haben eine mehrmonatige Grundausbildung in Hygiene, Ernährung und Krankheitsprävention sowie verschiedene Zusatzausbildungen, die sie befähigen, Kinder unter fünf Jahren behandeln zu können. Dies erfolgt in den sogenannten Village Clinics", schreibt Keppel.

Gäbe es eine solche "Village Clinic" nicht, müssten die Frauen mit ihren Kindern bis zu zehn Kilometer zum nächsten "Health Centre" (Gesundheitszentrum) gehen. "Das Difäm Tübingen, das in Zentral-Malawi Erfahrungen mit über 20 solcher ›Village Clinics‹ machen konnte, kann einen deutlichen Rückgang der Kindersterblichkeit in diesem Distrikt nachweisen", schreibt Keppel in seinem Brief an die Vereinsmitglieder. Der malawische Staat stelle die Distriktkrankenhäuser und denen zugeordnet die "Health Centres" zur Verfügung, baue aber keine "Village Clinics". Dies werde als Aufgabe der Dörfer betrachtet, die dafür aber kein Geld hätten. Die Malawi-Freunde Rottenburg wollen in den kommenden zwei Jahren eine weitere "Village Clinic" in Chilumba verwirklichen.

Kretschmann spendet

Eine weitere erfreuliche Nachricht erreicht die Malawi-Freunde Rottenburg zum Jahresende: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann spricht in einem Brief an den Verein seine Anerkennung für das soziale Engagement aus und kündigt eine Spende an. Kretschmann schreibt: "Sie unterstützen nicht nur in der aktuellen, durch die Corona-Pandemie hervorgerufenen Lage, sondern bereits seit einigen Jahren, gemeinnützige Projekte in Malawi. Durch Ihr Wirken wird das zivilgesellschaftliche Engagement vor Ort nachhaltig gestärkt – insbesondere in den Bereichen der Trinkwasser-Sanitärversorgung, der Gesundheitsversorgung und der Bildung. Diesen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft möchte ich gerne mit einem Spendenbetrag von 500 Euro unterstützen."

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