Das Gebäude der Villa Wilhelmshöhe hat viel zu bieten – eine lange Historie, neuerdings aber auch neun Apartments, die Gäste zum Verweilen einladen.
Modern trifft auf historisch in der Villa Wilhelmshöhe. Das Gebäude in Bad Teinach blickt auf eine lange Geschichte zurück. Errichtet wurde die Villa im 19. Jahrhundert von Hofrat und Badearzt Wilhelm Wurm.
In den vergangenen Jahren wurde sie saniert. Unter ihrem Dach befinden sich nun neun moderne Ferienapartments.
Zur offiziellen Eröffnung wurden sowohl die Hintergründe des Hauses wieder aufgerollt als auch der Sanierungsprozess unter den Bauherren Johannes Schweizer und Dorothee Scheidtweiler geschildert.
Erste Übernachtungen Bereits im Dezember hätte man die erste Nacht mit Freunden in der Villa verbracht. Nach einer kurzen Verzögerung dann jüngst auch die offizielle Eröffnung.
Doch die Geschichte des Hauses und vor allem die des Besitzers hat noch mehr zu bieten.
Die von Badearzt Wurm erbaute Villa wurde später zum Forstamt Bad Teinach auf Gemarkung Emberg, war zwischendurch privat bewohnt und beherbergt jetzt Ferienwohnungen.
Auerwild als Tradition Wurm selbst sei im Übrigen Auerwildspezialist gewesen – das ist auch der Grund, warum Sabine Zenker nicht als Bürgermeisterin von Enzklösterle, sondern als Vorsitzende des Vereins Auerhuhn im Schwarzwald vor Ort war. Laut Zenker habe Wurm als Naturliebhaber und Jäger noch immer wissenschaftliche Bedeutung aufgestellt. Daher freue sie sich umso mehr, dass das Haus „in neuem Glanz erstrahlen“ kann. Der Verein freue sich, dass das Gebäude weiterhin in Verbindung mit dem Auerhuhn stehe und das „Kleinod“ das Kulturerbe auch für nachkommende Generationen erhalte.
Und die Lage in Waldesnähe hat nicht nur mit dem Auerhuhn zu tun. Schweizer berichtet, dass hier das ganze Jahr über Sonne scheine. Außerdem gute Luftströme und nahe liegende Wasseradern, durch die man besser schlafen könne. Schon zu Zeiten des Hofrates Wilhelm Wurm seien Zimmer des Hauses vermietet worden.
Und dieser Übernachtungsbetrieb wurde nun wieder aufgenommen.
Auf und Ab bei Sanierung Doch bis es soweit war, lagen neun Jahre vor den Bauherren. Bereits 2017 sei es laut Schweizer zu einer „unglaublich unkomplizierten Einigung“ mit den Vorbesitzern gekommen. Der Bauantrag sei 2019 gestellt worden. Landratsamt und Gemeinde hätten das Projekt toll begleitet.
Durch die Corona-Pandemie seien dann viele Arbeiten am Haus langsamer vorangegangen, die Handwerker hatten viel zu tun und teilweise kurzfristig abgesagt.
Nichtsdestotrotz schritt die Generalsanierung voran. Das Dach wurde gedämmt und erneuert. Vieles an der alten Villa konnte denkmalpflegerisch erhalten werden.
Auf den drei Stockwerken entstanden über die Jahre hinweg somit neun Apartments mit je zwei bis drei Zimmern. Die Wände blieben bestehen, Bäder wurden ergänzt.
Auch energetisch wurde das Gebäude saniert. Die Villa Wilhelmshöhe erhielt neue Fenster und Dämmschutz an den Wänden sowie eine Pelletheizung, darüber hinaus einen neuen Außenanstrich. Für den Brandschutz habe man eng mit der Feuerwehr zusammengearbeitet, berichtet Schweizer. Das lief „sauglatt“, freut sich der Bauherr.
Jeder ist willkommen Den Betrieb der Ferienwohnungen übernehme das Hotel Therme. Schweizer sagt über die Apartments: „Hier ist jeder willkommen, es ist nichts Abgehobenes“ – egal ob mit der Familie, mit Freunden, mit Vierbeiner oder als Wanderer. Im Übrigen könnten Gäste die Sauna und Therme des Hotels Therme mitbenutzen.