Die Villa Schierenberg Foto: Niklas Ortmann

Unser Leser Dietrich Haug aus Freudenstadt hat folgende Meinung zur Diskussion um die Villa Schierenberg und die Tennis- und Volleyballanlage.

Die Diskussion um die Villa Schierenberg und die Tennis- und Volleyballanlage darf nicht allein auf mögliche Verkaufserlöse reduziert werden.

 

Hier geht es nicht nur um „Tafelsilber“, sondern vor allem um Menschen – insbesondere um die Zukunft von weit mehr als 100 Kindern und Jugendlichen, die im TC Schierenberg und TSV Freudenstadt regelmäßig Sport treiben.

Seit mehr als 100 Jahren steht der Verein für Gemeinschaft, Ehrenamt und generationenübergreifendes Miteinander. Diese Strukturen sind über Jahrzehnte gewachsen und lassen sich nicht einfach ersetzen, wenn sie einmal verschwunden sind.

Gesellschaftlicher Beitrag der Sportvereine

Sportvereine leisten einen gesellschaftlichen Beitrag, der sich nicht in Euro messen lässt. Kinder und Jugendliche lernen dort Sozialkompetenzen, Disziplin, Fairness, Durchhaltevermögen und Teamgeist. Sie bewegen sich, statt nur vor Bildschirmen zu sitzen, und erleben Gemeinschaft statt Isolation. Genau solche Orte braucht unsere Gesellschaft heute mehr denn je.

Gerade die ältere Generation sollte sich hier auch ihrer Verantwortung bewusst sein. Allzu oft wird über „die Jugend von heute“ geschimpft. Wer jungen Menschen Werte, Gemeinschaft und Engagement vermitteln will, muss ihnen auch die Räume dafür erhalten. Vereine sind genau solche Räume.

Jugendarbeit und Vereinsleben im Blick behalten

Deutschland lebt von seiner starken Vereinskultur – sie ist ein gewachsenes Kulturgut. Wer langfristig denkt, darf deshalb nicht nur kurzfristige finanzielle Aspekte betrachten, sondern muss auch die gesellschaftliche Bedeutung von Jugendarbeit und Vereinsleben im Blick behalten.

Eine Stadt sollte daher nicht nur rechnen, sondern Verantwortung für ihre Gemeinschaft und insbesondere für ihre Jugend übernehmen.

Dietrich Haug, Freudenstadt

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