Die "Villa Hedwig" am Dr.-Schröder-Weg in Schömberg soll künftig als Wohnhaus genutzt werden. Foto: Krokauer

Die "Villa Hedwig" am Dr.-Schröder-Weg in Schömberg ist seit einigen Jahren im Dornröschenschlaf. Doch das soll sich jetzt ändern. In seiner Sitzung am Dienstagabend hat sich der Technik- und Umweltausschuss von Schömberg mit dem Anwesen befasst.

Schömberg - Inzwischen hat ein privater Investor das Areal ersteigert. Er will die denkmalgeschützte Villa sanieren und darin wohnen. Sie wurde einst als Verwaltungsgebäude beziehungsweise als physiotherapeutische Einrichtung genutzt, steht aber seit 2011 leer, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Doch so einfach ist es nicht mit dem Wohnen. Die Villa mit dem dazugehörigen Grundstück liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes "Waldsanatorium" aus dem Jahre 1980, teilte Schömbergs stellvertretende Bauamtsleiterin Ulrike Weißert in der Sitzung mit. Das bedeutet, dass dort derzeit auch nur Sanatorien möglich sind. Wohngebäude für Bedienstete sind nur in Ausnahmefällen zulässig, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Allerdings änderten sich in den vergangenen 40 Jahren die Verhältnisse. Der einstige Sanatoriumsbetrieb wird inzwischen so nicht mehr praktiziert. Derzeit befindet sich eine psychosomatische Klinik (Celenus-Klinik) am Standort, der einige Gebäude angegliedert sind. Zudem gab es in den vergangenen Jahren einige Besitzerwechsel, wie aus der Sitzungsvorlage zu entnehmen ist.

Antragsteller wollen Kosten tragen

Um in dem Sondergebiet dennoch Wohnungen zu ermöglichen, schlug die Verwaltung für das Gebiet westlich des Dr.-Schröder-Weges vor, den Bebauungsplan zu ändern. Dadurch soll ein Wohn- oder Mischgebiet möglich werden. Die Antragsteller für diese Änderung des Bebauungsplanes seien bereit, die Planungskosten zu tragen. Außerdem wollen sie wissen, in welcher Art und Höhe noch Erschließungsbeiträge anfallen. Überdies ist noch zu klären, wie die Wasserversorgung von derjenigen der Klinik entkoppelt werden kann.

Gemeinderat Michael Nothacker (CDU) freute sich darüber, dass mit dieser Nachverdichtung Wohnungen geschaffen werden. Er regte an, auf Eigentümer von Nachbargrundstücken zuzugehen, damit auch deren Flächen in das Wohn- oder Mischgebiet einbezogen würden.

Der Ausschuss empfahl dem Gemeinderat einstimmig, ein neues Wohn- oder Mischgebiet zu schaffen und gemäß dem Vorschlag von Nothacker neben dem Areal mit der "Villa Hedwig" unter Umständen weitere Grundstücke mit einzubeziehen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: