Bei ihrem Konzert präsentierten die Württembergischen Streichersolisten musikalische Meisterwerke.
Es war ein Ohrenschmaus und eine Augenweide gleichermaßen, als vergangene Woche die fünf Musiker der Württembergischen Streichersolisten in einer Veranstaltung vom Förderverein Villa Eugenia ein höchst abwechslungsreiches Konzert gaben.
Es sollte eigentlich eine Open Air-Veranstaltung werden, doch wollte der Wettergott nicht mitspielen, so dass mit der Villa-Rotunde vorlieb genommen wurde. Dort begrüßte Joachim Wien als Fördervereinsvorsitzender die Besucher in der voll besetzten Rotunde.
Auch Händel war in der Villa zu hören
Dann legten die Profimusiker mit dem ersten Programmteil los, der unter dem Titel „Bach und Strauss – warum (eigentlich) nicht?“ stand. Hier konnte vor dem geistigen Auge durchaus die Zeit des Barock erscheinen, wenn die Adeligen Menuett und Sarabande oder einen schnellen Gigue tanzten.
Der durchstrukturierten Machart der Barockmusik verpflichtet, erklangen das „Te Deum“ von M.A. Charpentier, aber auch die immer wieder gerne gehörte Ouvertüre von Händels „Feuerwerksmusik“, wobei in der Vorstellung ebenso die ungemeine Festlichkeit der damaligen Zeit Gestalt annehmen konnte. So auch das wohl weniger bekannte „Meditation“ von J. Massenet.
Musikalischer Ausflug nach Tschechien
Nach der Pause – in der Joachim Wien für einen Umtrunk sorgte – ging es „Beschwingt“ weiter, wie der Programmtitel nahelegte. Da erklang Johann Strauss’ „Kaiserwalzer“, bei dem das Tanzbein kaum stillstehen konnte. Einen Ausflug nach Tschechien bildete die Aufführung von Antonin Dvoraks „Humoreske“ und der immer schneller im Taktmaß werdende „Czardas“ von V.Monti kam ebenso gut bei den Besuchern an. Zurecht überreichte Joachim Wien am Ende den Musikern zum Dank ein Präsent.
Die Württembergischen Streichersolisten respektive Philharmonische Solisten präsentierten sich letztlich als höchst homogener Klangkörper, der sich folgenderweise zusammensetzt: Konrad Balik und Alexander Duma auf der Violine, Janusz Zygadlo (Viola), sodann Alexander Rude auf dem Violoncello und Paul-Friedrich Deppo am Kontrabass und als wortgewandter Moderater des denkwürdigen Konzerts.