Auch Schwenningens Center Quattarius Wilson kann die vierte Niederlage seines Teams in Folge nicht fassen. Foto: Kienzler

Die wiha Panthers Schwenningen kommen gerade aus der Negativ-Spirale in der ProA nicht heraus. In Karlsruhe kassierten sie am Samstagabend vor 543 Zuschauern mit 68:82 ihre vierte Niederlage in Folge.

Zwar war eine Leistungsverbesserung bei den Schwenningern im Vergleich zu den vergangenen drei Spielen erkennbar, doch neben den Ausfällen mit Chris Frazier und Lennard Larysz ist es momentan auch ein großes Problem, dass die Leistungsträger David Cohn (11 Punkte in Karlsruhe), Raiquan Clark (12) und Justin Pierce (13) nicht an ihre starke Form, die sie im ersten Saisondrittel zeigten, anknüpfen können. Im Kampf um einen der Play-off-Plätze nimmt der Druck auf die Panthers vor nun weiterhin wichtigen Wochen zu.

Center Till Isemann fehlt

Die Karlsruher zeigten eine stabile Leistung, hatten zum Beispiel bei den Distanzwürfen mit 35:26 Prozent Erfolsquote einen großen, gewichtigen Vorteil.

In der Starting-Five der Panthers standen Leon Hoppe, Malik Kudic, Raiquan Clark, David Cohn und Quattarius Wilson. Justin Pierce griff erst nach sieben Minuten ins Geschehen ein. Der zuletzt nicht überzeugende Center Till Isemann zählte dieses Mal gar nicht zum Schwenninger Kader.

Hatten die Panthers in den vergangenen Partien immer Probleme mit dem Auftaktviertel gehabt, so lief dies auch am Samstagabend in Karlsruhe nicht anders. Bei den Lions feierte der wiedergenesene Point Guard Stanley Whittaker sein Comeback und war im Spiel der Gastgeber zunächst Dreh- und Angelpunkt. Die Panthers ließen in dieser Phase zu viele freie Würfe der Badener zu – und standen in ihrem Offensespiel gegen die Karlsruher Zonenverteidigung vor einigen Problemen. Die Konsequenz: Die Lions führten nach den ersten zehn Minuten mit 22:11.

Deutliche Steigerung im zweiten Viertel

Doch die Panthers meldeten sich mit einem guten zweiten Viertel zurück, legten zu Beginn einen 7:0-Run hin. Vor allem wurden die Neckarstädter auch deshalb stärker, weil sie unterm Karlsruher Brett (10 gewonnene Offensiv-Rebounds im zweiten Abschnitt, allein fünf davon gingen auf das Konto von Quattarius Wilson) die Vorherrschaft besaßen. Mit zwei Punkten von Cohn gingen die Schwenninger 44 Sekunden vor der Pause erstmals (33:31) in Führung. In der Halbzeit stand es 37:35 für die Badener. Die Partie war völlig offen.

Die Karlsruher waren im dritten Abschnitt das bessere Team, legten in den ersten vier Minuten auf 42:35 vor. Die Gäste verteidigten in dieser Phase schlecht, bekamen auch Stanley Whittaker (mit 24 Punkten am Ende bester Scorer der Lions) nicht in den Griff. Vor dem Schlussabschnitt lagen die Badener mit 68:54 vorne.

Am Ende ist es zu wenig

Die Panthers blieben aber in den letzten zehn Minuten dran. Vorentscheidend war aber, dass beim Stand von 64:74 (2:25 Minuten vor dem Ende aus Schwenninger Sicht) Grant Sitton und Justin Pierce jeweils ihre Dreier nicht versenkten. Es hätte noch einmal richtig eng werden können, aber Karlsruhe ließ nichts mehr anbrennen und holte sich am Ende einen für sie wichtigen 82:68-Erfolg, der sie wieder näher an den Play-off-Bereich heranrücken lässt.