Unter den Augen der Feuerwehrkommandanten der jeweiligen Kommunen unterzeichneten die vier Bürgermeister Bruno Metz (von links, Ettenheim), Matthias Gutbrod (Kippenheim), Dietmar Benz (Mahlberg) und Pascal Weber (Ringsheim) die Vereinbarung. Foto: Masson

Die Löschtrupps der Kommunen Ettenheim, Mahlberg, Kippenheim und Ringsheim haben zum „Führungstrupp Ortenau-Süd“ zusammengetan.

Im Rahmen der ohnehin praktizierten ortsübergreifenden „Überlandhilfe“ der Feuerwehren wurde jetzt die Bildung eines neuen, gemeinsamen „Führungsunterstützungstrupps Süd“ vollzogen. Dazu unterzeichneten im Mahlberger Rathaus die vier Bürgermeister Bruno Metz (Ettenheim), Dietmar Benz (Mahlberg) Matthias Gutbrod (Kippenheim) und Pascal Weber (Ringsheim) als jeweils örtliche oberste FFW-Dienstherren gemeinsam einen entsprechenden Vertrag – unter den Augen der jeweiligen Feuerwehrkommandanten samt ihren Stellvertretern.

 

Aus deren Mitte war der Vorschlag zum gemeinsamen Führungstrupp entwickelt worden, wie zuvor beim Pressetermin der stellvertretende Ringsheimer Kommandant Volker Kern erläutert hatte. Die örtlichen Feuerwehr-Führungskräfte hatten nämlich schon im Frühjahr diesen Jahres bei einem Treffen gemeinsam festgestellt, dass die jeweilige Tagesverfügbarkeit wegen der Berufstätigkeit von vielen eigenen Einsatzkräften sehr schlecht geworden sei, deshalb die nur eigenen eingesetzten kommunalen Ressourcen schneller zu Ende gehen könnten. Deshalb werden über die ohnehin praktizierte interkommunale Überlandhilfe unter anderem mit speziellen Kooperationen wie etwa den Wehren Mahlberg und Kippenheim hinaus nun bei größeren Einsatzalarmen speziell auch benachbarte Führungskräfte (sprich Zug- und Gruppenführer) mit alarmiert, die dann im Idealfall jeweils mindestens im Duo – also mit insgesamt sechs Personen – zusätzlich zum jeweiligen Einsatzgeschehen eilen. Dort unterstützen sie dann den örtlichen Einsatzleiter zu seiner Entlastung fachkundig bei der jeweiligen Führung der Kräfte samt entsprechender Dokumentation – auch mit Atemschutzträger-Einsätzen und Funk-Kommunikation. Auf diese Weise könne man eventuelle Bereitschaftsdefizite schneller ausgleichen, erläuterte Kern als Leiter des neuen Führungstrupps.

Seit 2016 gibt es bereits die „Führungstruppe Rhein Süd“

Man müsse im Ernstfall alle Kräfte bündeln und an einem Strang ziehen. Kern kennt sich damit bestens aus, denn er gehört schon seit 20 Jahren dem benachbarten FFW-Führungstrupp Lahr an und bringt somit eine entsprechend lange Erfahrung in den neuen Trupp ein. Zwar gibt es schon seit 2016 eine gemeindeübergreifende „Führungstruppe Rhein Süd“ jenseits der Autobahn zwischen Rust, Kappel-Grafenhausen und Schwanau. Doch das frühe Entstehen war hier den speziellen Gegebenheiten insbesondere bei komplexen Einsätzen etwa im Taubergießen geschuldet gewesen. Nun hat sich also auch der östliche Süden angeschlossen und auch führungsorganisatorisch noch besser gewappnet.

Bei der Bürgermeistern herrscht Freude

Jetzt wurde dazu vor allem vertraglich festgelegt, dass künftige Unterstützungsführungseinsätze nicht verwaltungsaufwendig gegenseitig kommunal mit entsprechenden Personalkosten verrechnet werden müssen. Die Bürgermeister kommentierten das mit Freude. Metz betonte, dass man ja schon länger eine gute Zusammenarbeit zwischen den Ortswehren praktiziere. Gutbrod hob ebenfalls hervor, dass sich die sonstige kommunale Zusammenarbeit längst bewährt habe: „Das ist total sinnvoll, denn gemeinsam sind wir stärker.“ Weber, obwohl seine Ringsheimer Wehr auch mit der von Rust kooperiert, freute sich über die neue unbürokratische gegenseitige Hilfe im Südosten. Die sei auch, so Benz, auch als Wertschätzung der unverzichtbaren freiwilligen Feuerwehrarbeit zu verstehen, indem man damit Druck aus deren eigenen Reihen nehme. Ansonsten, betonten sämtliche Bürgermeister, seien die entsprechenden Wehren auch dank großer Investitionen in den vergangenen Jahren technisch und mit entsprechendem Fahrzeugpark bestens ausgestattet. Dies zugunsten der Sicherheit von Bürgern – ob bei Brandeinsätzen oder technischen Hilfeleistungen bis hin zu Verkehrsunfällen.