Die Gäste (blaue Trikots) waren beim SV Zimmern von Beginn an auf verlorenem Posten. Hier setzt Co-Trainer Leo Benz zur Grätsche an. Für das folgende Foul gegen Mert Karaaslan wurde er mit der Gelben Karte verwarnt. Foto: Kara

Der SV Zimmern feiert den ersten Pflichtspielsieg in diesem Jahr – und wie! Gegen die SpVgg Freudenstadt heißt es am Ende 7:0. Stefan Mutapcic gelingen gleich vier Treffer.

Gerade einmal 24 Minuten waren gespielt, da war die Partie bereits zu Gunsten der Hausherren entschieden. Der in diesem Jahr bisher so zahnlose SV Zimmern (zwei Tore in vier Spielen) hatte den Gästen aus Freudenstadt bereits vier Tore eingeschenkt.

 

Was sich zwischen der 17. und 24. Minute in der Hintermannschaft der Spielvereinigung abspielte, war ein Totalausfall. Profiteur war vor allen Dingen Stefan Mutapcic. Der Angreifer schnürte zunächst einen lupenreinen Hattrick binnen sechs Minuten und legte dann noch Tim Heinzelmann das 4:0 auf. Sein Coach Marc Genter freute sich nach Abpfiff: „Es freut mich sehr für ihn, er hat auch unter der Tormisere gelitten.“

Ein „Klassenunterschied“

Elvedin Djekic, Coach des Tabellenletzten, erklärte: „Insgesamt waren die 90 Minuten nicht landesligawürdig. Wir haben auf einigen Positionen einen rabenschwarzen Tag erwischt. Es war heute ein Klassenunterschied.“

Ganz anders war die Stimmungslage beim SV Zimmern. Von Beginn an hatte man auf dem Rasenplatz das Geschehen bestimmt. Samuel Spada hatte schon nach vier Minuten eine XXL-Chance zur Führung, jagte den Ball aber über das Tor. Kaum weniger groß war die Gelegenheit von Heinzelmann in der 7. Minute. „Wir haben einfachen und strukturierten Fußball gespielt, das hat sehr gut funktioniert. Ich bin übertrieben happy“, so Genter.

Weitere Tore nach der Pause

Dennis Kübler im Freudenstädter Tor verhinderte mit starken Paraden gegen Heinzelmann (37.) und Jannik Thieringer (40.) weitere Gegentreffer vor der Pause. Kurz nach Wiederbeginn war er jedoch machtlos, also wiederum Heinzelmann traf (52.). Es war der erste Treffer, an dem Mutapcic nicht beteiligt war. Beim 6:0 hatte er dafür seine Füße wieder ganz entscheidend im Spiel. Nach einem schönen Pass von Marius Helmke vernaschte er Nils Armbruste und stellte mit seinem vierten Treffer auf 6:0 (72.). In der 80. Minute folgte mit dem 7:0 durch David Tamer der Schlusspunkt.

Lucas Funkbeiner als Feldspieler

„Ich bin sehr zufrieden, dass wir auch in der 2. Halbzeit weiter gemacht haben“, freute sich Genter. Djekic hingegen musste in der letzten Viertelstunde noch Ersatztorhüter Lucas Finkbeiner ins Feld schicken, da er nur vier Feldspieler auf der Bank hatte und Mert Karaaslan angeschlagen war. „Einige konnten am Donnerstag nicht“, ging er auf die personelle Lage ein und hakte das Spiel dann auch schnell ab.

Statistik zum Spiel

SV Zimmern – SpVgg Freudenstadt 7:0 (4:0).

SVZ: S. Thieringer; Hillmaier, Mutapcic (82. Pavic), J. Thieringer (67. Zimmerer), D. Thieringer (77. Beck), Schrankenmüller (55. Tamer), Hempel, Benz, Heinzelmann (55. Helmke), Reisert, Spada

FDS: Kübler; Armbruster, Djekic, Süzgec, Schaber, Weimer (58. K. Nahodovic), Ade, Kinsky (27. A. Nahodovic), Karaaslan (76. Finkbeiner), Kroboth (58. Moussa), Köhler (58. Aboubakar).

Tore: 1:0, 2:0, 3:0, 6:0 Stefan Mutapcic (17, 18, 23, 73.), 4:0, 5:0 Tim Heinzelmann (24, 52.), 7:0 David Tamer (81.).

Schiedsrichter: Oskar Diebold mit Jannik Kanz und Tatjana Stauss.