Schwieriger als es aussieht: Mit einer Wasserpumpe mussten Teilnehmer versuchen, einen Joghurtbecher zu befördern. Foto: Decoux

Die diesjährige Vier-Tage-Veranstaltung des SV Münchweier bot Tausenden Besuchern reichlich Spannung, Spaß und Spiel.

Regenfälle blieben überwiegend aus. Dadurch konnten nahezu alle angesetzten Fußball- und Spaßspiele stattfinden. Den Einstieg machte am Freitag ein neu ausgerichteter „Happy-Elfer-Cup“ für Gruppen, Vereine und Betriebsmannschaften. Auch aus umliegenden Ortschaften hatten sich dazu gleich 19 Teilnehmer angemeldet, um in kleinen Teams auf dem Rasen per Elfmeterschießen im K.O.-System innerhalb von fünf Stunden bis kurz vor Mitternacht die finalen Sieger zu ermitteln. Glückliche Pokalgewinner wurden schließlich der „AS Tralkörper“ und eine Freundesgruppe des „BBC“ vor dem „FC Wadenkrampf“ und dem „FC Bierzooka“. Weitere klangvolle Gruppennamen wie „Rhinwald Spengler“ oder „Mannschaft, die uns am besten gefällt“ schafften es hingegen bei der Siegerehrung nicht ganz so weit nach vorne.

 

Zur siebten Münchweierer „Team-Challenge“ waren dann am Samstagnachmittag zehn lokale Vereine, Familien und Gruppen angetreten. So etwa der „Bauwagen“, die „Hiddi im Brucktal“, „Los Piratos“ und der Tischtennisclub. Von auswärts kamen beispielsweise die Ettenheimweilerer „Schiebeschnitzer“ oder „Wallburger Wilde Christen“. Beim Wettbewerb ging es darum, einen Geschicklichkeitsparcours zu absolvieren. Darunter war koordiniertes Gruppenhüpfen auf einer Plastikmatte als rasendem Teppich, Münzen-Zielwurf, Holzklotz-Hochbau oder ein Speed-Memory mit lebensgroßen Kärtchen. Reichlich Wasser spielte beim Bauchrutschen auf einer Bahn oder dem Hinauftreiben eines Joghurtbechers am Schrägseil per Wasserstrahl-Pümpchen mit.

Der Vormittag gehörte den Jugendkickern

Insgesamt hatten schließlich in der Gesamtwertung die Ettenheimweilerer „Schibeschnitzer“ ihre Nasen vorn.

Zur anschließenden „Challenge-Party“ mit mehr als 400 besetzten schattigen Bierbankplätzen blieb weiterer großer Publikumsbetrieb nicht aus. Nicht zuletzt zum Tanz spielten die „Brucktalbeats“ auf.

Der Vormittag gehörte der Fußballjugend mit zwei Einlagenspielen, während sich ein gewohnter Frühschoppen entwickelte. Auf dem Rasen besiegte bei der D-Jugend die SG Münchweier den SC Freiamt und bei der C-Jugend errang in einem je 20-minütigem Blitzturnier schließlich ebenfalls die SG Münchweier den Sieg vor den jugendlichen SGs von Ettenheim, Kippenheim und Schmieheim.

Danach kickten im traditionellen Hieronymus-Blitzturnier vier erwachsene Mannschaften auf dem Fußballfeld gegeneinander. Dort siegte schließlich der FV Nimburg. Überdies präsentierten sich – wie jedes Jahr – auch die Tanzgruppen und eine Eltern-Kind-Turngruppe des SVM und ernteten verdienten Publikumsapplaus.

Besucher durften sich auf einer provisorischen Wasserrutschbahn austoben. Foto: Decoux

Auch der Rentner- und Handwerkerfrühschoppen am Montag lockte trotz normalem Arbeitstag viele Gäste an, während parallel dazu das mittlerweile schon 18. Schulturnier gestartet wurde. Daran hatten rund 80 Münchweierer Kinder aller vier Klassen mit Begeisterung teilgenommen, zuvor in altersgemäße Gruppen vom pensionierten Schulrektor Karl-Heinz Hämmerle aufgeteilt. Hier waren keine Erfolge gefragt, sondern nur Spaß und Freude am Ballspiel. Die wurden dann allerdings leider durch einen plötzlichen Regenschauer vorzeitig beendet.

Kuh „Lisbeth“ verrichtet Geschäft nach 25 Minuten

Zudem tummelte sich die dreijährige Kuh „Lisbeth“ von der Familie Kratt im Abendsonnenschein auf dem Fußballrasen. Ihre Aufgabe war es, dort einen Kuhfladen zu hinterlassen. Schon Wochen zuvor waren dazu aberhunderte Lose mit Parzellennummern verkauft worden, um zu Wetten, wo genau „Lisbeth“ ihr Geschäft verrichten wird.

Später wurden die dem Fladenwurf am nächsten kommenden Sieger ermittelt. Sie wurden immerhin mit 400 Euro und weitere vier Mal 40 Euro entlohnt. Viele vorher gespendete Sachpreise wurden hingegen unter Losbesitzern ausgelost. Nach 25 Minuten hatte „Lisbeth“ ihren Fladen unter zahlreichen Augenzeugen gelegt und durfte dann wieder in ihren heimischen Stall zurückkehren.

Info – Zahlreiche Helfer waren dabei

Spätestens Montagnacht konnten auch die insgesamt rund 100 vereinseigenen Helfer verschnaufen. Diese lobte SV-Chef Klaus Walter, der sehr glücklich über den erneuten fulminanten Gästezuspruch „vom ganzen Dorf und viel Umgebung“ war. Er betonte, dass ohne die Helfer – darunter viele engagierte Jugendliche – ein solches mehrtägiges Fest nicht zu stemmen wäre. Pünktlich zum Sportfest war es übrigens auch noch gelungen, das verwunschene Holz-Clubheim zu sanieren. Das war seit dem Bau des neuen Sportheims ab 1982 nahezu stillgelegen und nur noch als Lagerraum genutzt worden. Doch jetzt erstrahlte es im neuen Glanz als „Bar Vini“ mit reichhaltigem Weinangebot.