Gut 722 000 Euro an Fördermitteln aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum fließen nach St. Georgen. (Symbolfoto) Foto: dpa/Fernando Gutierrez-Juarez

Geld aus Stuttgart fließt in die Bergstadt: Je zwei private und gewerbliche Projekte profitieren in St. Georgen von Fördermitteln aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum.

Ein warmer Geldregen geht auf die Bergstadt nieder. Er kommt aus Stuttgart – genauer vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, das dieser Tage seine Programmentscheidung zum Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) bekanntgab.

 

Insgesamt gut drei Millionen Euro an Förderung fließen in den Schwarzwald-Baar-Kreis. Sie sollen „strukturell bedeutsame Vorhaben von Kommunen, Unternehmen, Vereinen und Privatpersonen“ ermöglichen, wie Minister Peter Hauk in einer Mitteilung zitiert wird – und damit Investitionen von insgesamt knapp 22,6 Millionen Euro in Form von 40 Projekten anschieben.

In St. Georgen profitieren gleich vier Vorhaben von ELR-Geldern. Rund 722 000 Euro fließen von der Landeshauptstadt in die Bergstadt. Am Ende sollen hohe Investitionen unterm Strich stehen: Von knapp 5,9 Millionen investierten Euro geht das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz aus.

Um welche Vorhaben handelt es sich dabei? Auf Anfrage teilt die Stadtverwaltung Genaueres mit: Demnach handelt es sich bei den geförderten Projekten um zwei private und zwei gewerbliche Vorhaben, erklärt Tabea Epting vom Stadtmarketing. „Von den insgesamt 722 200 Euro gehen 175 000 Euro an die privaten Vorhaben und 547 200 Euro an die gewerblichen Projekte.“ Der Baubeginn müsse jeweils noch im laufenden Jahr erfolgen.

Für Wohnen, Wirtschaft und Grundversorgung

Weitere Angaben könne man jedoch aufgrund des Datenschutzes nicht machen, heißt es aus dem Rathaus. Einen Überblick, welche Arten von Investitionen mit ELR-Mitteln bedacht werden, liefert jedoch das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in einer Mitteilung. Das Förderprogramm solle „wichtige Impulse in den Bereichen der Innenentwicklung, Wohnen, Grundversorgung und Arbeiten“ setzen, wird Minister Hauk darin zitiert.

Das Ministerium nennt auch konkrete Beispiele aus dem Bereich Wohnraum: Mehrfamilienhäuser in moderner Holzbauweise entstehen in Baulücken, leerstehende Scheunen werden zu neuem Wohnraum und freie Gewerbeimmobilien werden modernisiert. Hinzu kommen Projekte, welche die Grundversorgung im ländlichen Raum sichern, und Vorhaben, welche die Wirtschaft vor Ort stärken und Arbeitsplätze sichern.