Vor 3000 Fans ist der SC Freiburg in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. Das Ziel hat sich dabei nicht verändert, wird aber anders formuliert.
Zum zweiten Mal heißt der Trainer des SC Freiburg beim Trainingsauftakt nicht mehr Christian Streich – sondern Julian Schuster. „Es war heute schon ein bisschen entspannter als letztes Jahr“, sagte Schuster nach der gut 75-minütigen Einheit am Sonntagvormittag gut gelaunt.
Rund 3000 Fans hatten den Weg ins Europa-Park-Stadion gefunden, um das erste Training der Saison 2025/26 anzuschauen. „Ich finde es einen passenden Rahmen“, sagte Schuster zum öffentlichen „Aufgalopp“, der noch ohne die Nationalspieler stattfand.
Philipp Lienhart, Michael Gregoritsch, Johan Manzambi und Florent Muslija sollen am 14. Juli einsteigen, genau wie Neuzugang Yuito Suzuki, dessen Saison in Dänemark länger dauerte, als die in der Bundesliga. Die vier Teilnehmer der U21-EM – Kiliann Sildillia, Noah Atubolu, Merlin Röhl und Max Rosenfelder – werden erst am 19. Juli, und damit im Verlauf des Trainingslagers, zum Team dazustoßen.
Max Rosenfelder fällt lange aus
Rosenfelder, der laut Sportvorstand Jochen Saier bis zu zwei Monate verletzt ausfallen könnte, war am Sonntag bereits zumindest mit seinen Kollegen auf dem Rasen und nahm den Fair-Play-Preis der DFL (für das respektvolle Verhalten am vorletzten Spieltag nach dem Abstieg der Kieler) mit in Empfang.
Anschließend wurde trainiert – erst mal noch ohne Ritsu Doan. Er ist zurück in Freiburg, hat aber noch bis zum 14. Juli frei. „Planmäßig“, wie Sportvorstand Jochen Saier am Rande des Trainings erklärte.
Vier von fünf Neuzugänge sind schon auf dem Platz
Mit dabei waren dagegen Cyriaque Irié (ESTAC Troyes) und Derry Scherhant (Hertha BSC). Die beiden Offensivspieler könnten gemeinsam mit Suzuki einen möglichen Abgang Doans auffangen. Ebenfalls neu mit dabei sind Rückkehrer Philipp Treu (St. Pauli), Anthony Jung (Werder Bremen) und Noah Weißhaupt, der zuletzt an St. Pauli verliehen wurde. Ob er zum Ende des Transferfenster auch noch im Breisgau spielt, ist offen.
Die vier bereits anwesenden Neuzugänge Jung, Treu, Irié und Scherhant zeigten sich nach dem Training allesamt angetan von den ersten Eindrücken in Freiburg.
SC-Profis zum Anfassen
Bevor sie sich den Fragen der anwesenden Journalisten stellten, wurden sie von den Fans – vorwiegend Familien – begrüßt. Wie alle anderen Spieler standen die vier Neuen bereitwillig für Autogramme und Selfies bereit.
Zuvor hatten sie erstmals mit ihrem neuen Team trainiert. Nach Warm-up und Passübungen ließ Schuster anschließend direkt intensive Spielformen trainieren. Der Coach war bei seinem zweiten Trainingsauftakt sofort mittendrin, war Anspieler und gab immer wieder Kommandos.
Zum Highlight für die Fans wurde – abgesehen von den SC-Stars zum Anfassen – das Lattenschießen zum Abschluss des Trainings. Jeder Treffer des Aluminiums wurde bejubelt.
Das Ziel bleibt gleich, wird aber anders formuliert
In der Saison sollten diese Bälle dann jedoch reingehen, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Diese sind beim SC Freiburg wie üblich eher bescheiden. Das Wort Klassenerhalt nimmt man dabei jedoch nicht mehr direkt in den Mund, sondern passt die Formulierung ein wenig an – ohne den Grundtenor zu verändern.
„Wir wollen uns über eine gute Art und Weise die Liga verdienen“, erklärt Saier. Trainer Schuster hat dagegen nichts einzuwenden. „Da kann ich absolut mitgehen“, sagte er mit Blick auf die beiden starken Aufsteiger Köln und Hamburg.
„Da ist eine Menge Potenzial. Ich glaube, die Bundesliga ist sehr, sehr spanend. Daher ist es vernünftig und richtig, dieses Ziel dann auch auszusprechen“, so der Coach. Er tritt mit seinem Team bereits am Freitag, 11. Juli, zum ersten Testspiel an. Auf dem Sportplatz des SV Oberschopfheim trifft der SC Freiburg um 17.30 Uhr auf Drittliga-Absteiger SV Sandhausen.