Jonathan Bromenne (links) erläutert zu Turnierbeginn die Spielregeln für die Teilnehmer. Foto: Rainer Bombardi

„Vielfalt trifft VS“ – so lautete das Motto des Fußballturniers auf dem Sportgelände der FSV Schwenningen. Mit dabei waren rund 100 Teilnehmer aus zahlreichen Nationen. Das Team der Mobilen Jugendhilfe erklärt, warum und wie Sport dabei hilft, die Leute zusammenzubringen.

Gelebte Vielfalt und ein Zeichen gegen jeglichen Rassismus und gegen Diskriminierung war das Fußballturnier, das unter dem Motto „Vielfalt trifft VS“ auf dem Sportgelände der FSV Schwenningen stattfand.

 

Von Beginn an standen das Spiel und der Sport sowie ein faires und friedvolles Miteinander im Fokus. Eingeladen hatte die mobile Jugendarbeit unter der Leitung von Anacimon Mangerios, die 14 Teams mit je sechs Spielern und insgesamt rund 100 Menschen zahlreicher Nationen begrüßte.

Auch die Devise, die im Untertitel der Veranstaltung zu finden war, ging voll auf. Niemand stand während der gemeinschaftlichen Veranstaltung im Abseits.

Begegnung steht im Fokus

Es war die dritte Veranstaltung ihrer Art. Die Teilnehmenden nutzten sie erneut, um sich zu begegnen und näher kennenzulernen.

Symptomatisch hierfür steht eine Szene während eines der zahlreichen Fußballspiele. In einem hitzigen Zweikampf waren zwei Spieler aneinandergeraten. Der Gefoulte verweigerte seinem Gegenspieler in der Hitze des Gefechts den Handschlag. Kurz danach folgte der Schlusspfiff, an dem sich die beiden einigten und lachend gemeinsam das Spielfeld verließen.

„Es geht um das Miteinander. Das Gegeneinander gibt es nur im Spiel, “ erläutert Mangerios eines der Grundprinzipien des Turniers, „es geht darum, die oftmals erstmaligen Begegnungen untereinander im Alltag weiterzuleben. Diese helfen im Alltag miteinander ins Gespräch zu kommen, anstatt unbekannterweise achtlos aneinander vorbeizugehen“.

OB mit Trillerpfeife

Das Turnier war geprägt von Fairness und dem gemeinsamen Tun. Erstmalig war Oberbürgermeister Jürgen Roth vor Ort, der mit einer Trillerpfeife im Mund das Turnier offiziell eröffnete. In seiner Begrüßung lobte er die Kreativität, mit welcher die Mobile Jugendarbeit die Begegnung der Menschen unterschiedlicher Nationen fördere.

Es möge simpel klingen, aber der Fußball sei noch immer die universelle Sprache, um Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen zusammenzubringen.

Er bezeichnete die Veranstaltung als ein Sinnbild für die Vielfalt und Toleranz einer Stadt, in der gemäß des Mottos „niemand im Abseits steht“ – ein Motto, das er auch als einen der Leitgedanken für das Zusammenleben in einer herausfordernden Zeit bezeichnete.

Für Roth stellte die Veranstaltung auch ein gelungenes Beispiel dafür dar, dass jeder Mensch unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und sozialem Status das Recht darauf hat, Teil der Gemeinschaft zu sein.

„Die wahren Sieger des Turniers sind das Miteinander und die Vielfalt, die eine Quelle für neue Freundschaften“, dankte Roth den vielen junge Menschen für ihre Teilnahme.

Vielfache Unterstützung

Um das Turnier in seiner gesamten Dimension auszutragen, benötigt es auch der Unterstützung diverser weiterer Vereine.

So unterstützte und förderte die Freizeitwerkstatt der Lions-Clubs aus Villingen und Schwenningen ein Elfmeterturnier, das parallel stattfand. Die Regionalstelle der Jugendstiftung des Landes bereicherte mit ihrem Handlungsfeld „Demokratie vor Ort“ die Veranstaltung und zeichnete für eine Radarmessanlage zuständig. Sie zeigte die Geschwindigkeit eines Fußballs während eines Schusses in ein Netz an.

Derweil kümmerte sich die Bürgerbewegung „VS ist bunt“ um die Verpflegung und kam während des gesamten Turniers kaum zur Ruhe.

Auch für den Notfall hatten die Organisatoren an diesem Nachmittag gut vorgesorgt und zwei aktive DRK-Mitglieder engagiert. Musikalisch bereichert DJ Armstrong außerdem die Stimmung.