Die Regionalbahnen der DB fallen größtenteils aus. (Archivbild) Foto: Schwark

Der Lokführerstreik der GDL trifft auch den Zugverkehr rund um Freudenstadt mit voller Härte. Schon jetzt ist klar: Viele Verbindungen fallen aus. Was Reisende jetzt wissen müssen.

Schon wieder müssen sich Bahnreisende auf Zugausfälle einstellen: Ab 22 Uhr will die Lokführergewerkschaft GDL den Personenverkehr bestreiken. 24 Stunden soll der Streik dauern. Ab 22 Uhr am Freitag soll der Zugverkehr dann wieder anrollen.

 

Vom Streik betroffen sind voraussichtlich auch die Bahnverbindungen rund um Freudenstadt. Reisende müssen sich auf zahlreiche Zugausfälle einstellen. So werden die Regionalzüge der DB, die Freudenstadt mit Karlsruhe verbinden (RE 40), während des Streiks komplett ausfallen. Das bestätigt ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage unserer Redaktion.

Düster sieht es auch mit Blick auf die Verbindungen Richtung Stuttgart aus. Hier verbindet normalerweise ein Regionalzug der DB (RE14b) Freudenstadt mit der Landeshauptstadt. Doch während des Streiks werden die meisten dieser Züge nicht fahren, wie der Bahnsprecher berichtet. Nur einzelne Züge werden auf dieser Strecke im Rahmen eines Notfallfahrplans verkehren.

Und es kommt noch dicker: Denn auch die Alternative zum RE14b fällt weg. Normalerweise bietet es sich nämlich an, mit der S-Bahn (S8) nach Bondorf zu fahren und dort in den IC nach Stuttgart umzusteigen. Was normalerweise eine gute Ergänzung zur Regionalbahn ist, hilft am Streiktag auch nicht weiter. Denn die IC-Verbindungen auf dieser Strecke entfallen ebenfalls.

Damit dürfte für viele Reisende die S-Bahn (S8/S81) die letzte Hoffnung sein. Die Züge der AVG verbinden – als Ergänzung zu den Regionalbahnen – Karlsruhe mit Freudenstadt und fahren von dort bis nach Bondorf weiter. Beim letzten Streik der GDL am 16. November war die S-Bahn-Linie S8 praktisch gar nicht vom Streik betroffen. Die Züge fuhren wie gewohnt.

Bangen um die S-Bahn-Verbindungen

Doch dass es diesmal wieder so kommt, ist alles andere als gesichert. Denn die AVG ist auf Teilen der Strecke auf Gleisanlagen der DB angewiesen. Sollten sich die Fahrdienstleiter der DB dem Streik anschließen, könnte auch die Linie S8/S81 massiv vom Streik betroffen sein. Das geht aus einer Pressemitteilung der AVG hervor. Hinzu kommt, dass ein Teil der S-Bahnen von Lokführern der DB gesteuert werden. Dadurch kann es zu einzelnen Zugausfällen kommen.

Wer sich trotz Streik auf die Schiene wagen möchte, sollte sich vorab bei der elektronischen Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn informieren, welche Züge überhaupt fahren. Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Denn der Notfallfahrplan wird erst im Lauf des Tages in den elektronischen Fahrplan eingepflegt. Sprich: Auch Züge, die hier noch auftauchen, können später ausfallen.