Die Polizei in Freiburg hat derzeit wieder vermehrt mit Taten von Flüchtlingen aus nordafrikanischen Staaten zu tun. Foto: Ralf Deckert

In den vergangenen Wochen ist es vermehrt zu Taten von Flüchtlingen aus Nordafrika gekommen. Ein Einbrecher sitzt derzeit in U-Haft. Die Polizei prüft, ob er für weitere Delikte verantwortlich ist.

Die Freiburger Polizei hat zwei 24 und 26 Jahre alte Flüchtlinge aus Algerien verhaftet, die am Wochenende im Stadtteil Zähringen in ein Einfamilienhaus eingebrochen sein sollen. Beide waren mit ihrer Beute geflüchtet, als die Bewohner des Hauses aufwachten. Am Sonntag fielen die beiden mehreren Personen in der Nähe des Tatorts auf. Als die Polizei die beiden kontrollierte, konnte Diebesgut bei ihnen sichergestellt werden.

 

Nun wird überprüft, ob die zwei Männer für weitere, ähnlich gelagerte Delikte als Täter infrage kommen. Im Juli hatte ein junger Algerier bei einem Einbruch in Freiburg einen 77 Jahre alten Mann erstochen, als dieser ihn in flagranti ertappte. Im Raum Freiburg haben sich zuletzt Einbruchsdelikte gehäuft, bei denen Verdächtige aus Nordafrika in den Fokus der Ermittler gerückt sind.

Ein ebenfalls aus Algerien stammender 25 Jahre alter Mann wurde nach einem Einbruch am Samstag verhaftet, nachdem er mit gestohlenen Kreditkarten an einer Tankstelle einkaufen wollte. Auch er sitzt nun in U-Haft.

Viele Probleme in der Lea

Flüchtlinge aus der Maghreb-Region machen der Polizei derzeit in und um Freiburg viel Arbeit. Man habe „jeden Tag mit der Tätergruppe zu tun“, so ein Sprecher der Polizei. Zuletzt hatte am Freitag ein 23-jähriger Flüchtling in der Freiburger Landeserstaufnahmestelle (Lea) einen Mitbewohner mit einem Messer angegriffen. Der Vorfall blieb ohne Folgen, der mutmaßliche Täter konnte festgenommen und der Polizei übergeben werden. Er steht im dringenden Tatverdacht, Mitte vergangener Woche einen Passanten in Freiburg überfallen, beraubt und mit einem abgeschlagenen Flaschenhals verletzt zu haben. Der Verdächtige ist erst vor rund zwei Wochen in Deutschland eingereist. Nun sitzt der Marokkaner in U-Haft.

Junge Männer aus den sogenannten Maghreb-Staaten (Tunesien, Algerien und Marokko) haben in der Lea in Freiburg in der Vergangenheit wiederholt für Probleme gesorgt. Im Winter 2022/2023 häuften sich dort und in der Stadt die Straftaten so stark, dass die Behörden sich darauf einigten, nach Möglichkeit nicht mehr als 50 Nordafrikaner gleichzeitig in der Lea unterzubringen.

In der vergangenen Monaten schwankte die Anzahl zwischen 30 und 70, so das zuständige Regierungspräsidium Freiburg (RP) auf Nachfrage. Zur Entlastung des Standorts Freiburg habe man nach Möglichkeit Verlegungen in andere Einrichtungen im Land vorgenommen, so ein RP-Sprecher.