Der Nachbarschaftshilfeverein Helfen in Marbach hat sein erstes Jahr mit Bravour gemeistert.
Darauf verwies nicht ohne Stolz die Vorsitzende Kerstin Huber-Ludwig bei der Jahreshauptversammlung im Vereinsheim des FV Marbach.
Die Vorsitzende erinnerte an die Gründungsphase des Vereins, die sie als „langen und spannenden Weg“ bezeichnete. Innerhalb weniger Monate sei engagiert und kompetent eine komplett neue Infrastruktur und Organisation aufgebaut worden. „Aus einer Idee ist ein aktiver und lebendiger Verein geworden“, resümierte Kerstin Huber-Ludwig das zurückliegende Jahr.
Nach der Gründung im März 2025, einer umfassenden konzeptionellen Arbeit und entsprechenden Schulungen der angehenden Helferinnen und Helfer, sei bereits im September, mit viel Wohlwollen aus der Marbacher Bevölkerung heraus, die Betreuungsarbeit aufgenommen worden.
„Ab diesem Moment wurde aus Planung gelebte Nachbarschaftshilfe“, betonte die Vorsitzende, deren Dank vor allem dem Marbacher Ortschaftsrat, Ortsvorsteherin Irina Ebauer und dem Landratsamt für finanzielle wie praktische Unterstützung galt.
Mittlerweile werden 23 Klienten von 20 Helfern betreut. Förderung erhält der Verein aus den Beiträgen der gut 140 Mitglieder und aus Spenden von wirtschaftlicher und privater Seite.
Zwei Kurse für pflegende Angehörige und organisierter Nachbarschaftshilfe, Helfer-Infoabend, Auffrischungskurs Erste Hilfe oder Besichtigung der Musterwohnung Beate in Schwenningen zählten im ersten Vereinsjahr zum internen Schulungs- und Weiterbildungsprogramm. Helferstammtisch und regelmäßige Helfersprechstunden fördern den Erfahrungsaustausch und helfen Probleme zu lösen.
Eigenes Büro
Einen „wichtigen Schritt“ nannte Kerstin Huber-Ludwig den Bezug eines eigenen Büros Im Talacker 3, das mittlerweile zu einer zentralen Anlaufstelle und einem gut genutzten Treffpunkt geworden ist. Eine eigene Homepage und weitere Aktivitäten in den sozialen Medien dienen der Kommunikation nach außen und sollen den Nachbarschaftshilfeverein auch für jüngere Zielgruppen erfahrbar machen. Zum Thema Öffentlichkeitsarbeit zählte auch die Teilnahme am Marbacher Nikolausmarkt.
Was geplant ist
Für das laufende Jahr sind weitere Helferschulungen geplant. Auf der Agenda steht auch ein Tag der offenen Tür im Vereinsbüro am 27. Juni und die Unterstützung des „Rollator-Tags“ am 30. Junik in Marbach. Ein wichtiges Ziel bleibe, so die Vorsitzende, weitere Helferinnen und Helfer für den Verein zu gewinnen. Ein dritter Kurs zum Thema pflegende Angehörige und organisierte Nachbarschaftshilfe sei bei entsprechendem Interesse in der Pipeline. „Wir wollen weiterwachsen und noch mehr Menschen unterstützen“, formulierte Kerstin Huber-Ludwig die Zukunftserwartungen.
Finanziell ist der Verein gut aufgestellt, wie Kassiererin Diana Kern-Epple berichtete. Die Kassenprüferinnen Anette Weißer und Renate vor dem Berge bescheinigten der Kassiererin eine vorbildliche Kassenführung.
Lob der Ortsvorsteherin
Lobende Worte für die Arbeit des Vorstandes, des Vereins und des Helferteams kamen von Marbachs Ortsvorsteherin Irina Ebauer: „Was hier geleistet wird, geht weit über das normale ehrenamtliche Engagement hinaus.“ Die positive Resonanz aus der Bevölkerung sei der Beweis dafür, dass das Angebot des Nachbarschaftshilfevereins angenommen und auch wirklich gebraucht werde. Sie freue sich darüber, wie der Verein Schritt für Schritt wachse.
Das Ergebnis der Wahlen: stellvertretender Vorsitzender bleibt für weitere zwei Jahre Dieter Wacker, neuer Schriftführer ist Thomas Gügel.
Der Verein
Helfen in Marbach
wurde am 18. März 2025 als gemeinnütziger Verein gegründet und bietet ein umfassendes Betreuungs- und Unterstützungsangebot – außer Pflegedienstleistungen – für hilfsbedürftige Menschen in Marbach an. Vorsitzende ist Kerstin Huber-Ludwig. Der Verein hat ein eigenes Büro im Talacker 3. Homepage: www.helfeninmarbach.de. Die Einsatzleitung, die alle Helferaktivitäten koordiniert, ist unter Telefon 0155/63 64 39 26 zu erreichen.