Auf einer Matinee wurden die aktuellen Residenzkünstler vorgestellt. Zudem präsentierte der Pianist Alexandru Hergane einige Beiträge auf dem generalüberholten Flügel.
Die „Black Forest Power Women“ haben mit einer eigenen Ausstellung für die Ouvertüre gesorgt (wir berichteten). Am Sonntag ist nun ganz offiziell die „Kulturinitiative Villa Jamm“ in die neue Saison gestartet. Neun Künstler werden bis Anfang September in der Villa im Lahrer Stadtpark ein temporäres Atelier einrichten.
Das Rahmenprogramm ist gespickt mit musikalischen Veranstaltungen und Lesungen, Formaten wie der im Juni und Juli immer am Freitagnachmittag angesetzten „Minibühne“, vor allem aber mit einer langen Reihe von Workshops, bei denen die Besucher zum Mitmachen eingeladen sind.
Vorsitzender Hermann Feist und seine Stellvertreterin Karin Nerpel, die bei der Auswahl der diesjährigen Residenzkünstler vom Kunstverein „L’art pour Lahr“ unterstützt wurde, setzen auch in der vierten Saison auf niederschwellige Angebote, eine Einladung an alle Stadtparkbesucher. Die Villa selbst ist bis zur finalen Finissage, am Sonntag, 13. September, jeweils am Donnerstag und Freitag von 14 Uhr bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Bei der Eröffnungsmatinee am Sonntag wurden nicht nur die diesjährigen Residenzkünstler vorgestellt. Der ursprünglich aus Rumänien stammende Pianist Alexandru Hergane durfte in einer Reihe musikalischer Beiträge den generalüberholten Flügel der Kulturinitiative einspielen. Klavierbauer Manuel Gillmeister aus Schutterwald hat das ursprünglich von der Stadt Schiltach gespendete Instrument zu einem absoluten Sonderpreis technisch auf Vordermann gebracht. Das Gehäuse wurde zerlegt und von Debra Schröter mit einem neuen Anstrich versehen – türkisblau mit goldenen Borten, anstelle des schwarzen Schellacks. Flankiert wird sein Standort in diesem Jahr von drei großformatigen Gemälden der auch im Vorstand des Vereins aktiven Künstlerin. Sie zeigen romantisch verklärte Frauengestalten mit einer spirituellen Aura.
Zunächst ziehen Peter Götz und Viktor Knack in das Atelier
Die über zwei Etagen verteilte Gemeinschaftsausstellung der Residenzkünstler zeigt Arbeiten von Peter Götz, Viktor Knack, Katja Schneider, Beate Talmon de Cardozo, Bernd Himmelsbach, Margaryta Miskevych, Gabriele Giang, Susanne Hofmann und Heidrun A. Armbruster. Mediterrane Landschaftsimpressionen mit kubistischem Unterton treffen auf abstrakte Gesten und klassische Zeichenkunst, auf Malerei, die mit der Kunst der Kaligrafie kommuniziert, stilisierte Landschaften und florale Motive, experimentelle Porträts und reduzierte Stillleben, tierische Detailstudien und wunderbar verspielte Einblicke in eine kindliche Traumwelt.
Peter Götz und Viktor Knack beziehen diese Woche ihr temporäres Atelier in der Villa Jamm. Ab dem 18. Juni werden sie von Katja Schneider und Beate Talmon de Cardozo abgelöst, ab dem 16. Juli folgen dann Bernd Himmelsbach und Margaryta Miskevych, zu denen sich ab dem 30. Juli die im schwäbischen beheimatete Deutschamerikanerin Gabriele Giang gesellen wird. Susanne Hofmann und Heidrun A. Armbruster werden dann vom 13. August bis zum 6. September in der Villa Jamm präsent sein.
Weitere Details zum Programm in der Villa gibt’s im Web unter www.kulturinitiativevillajamm.de.
Helfer gesucht
Für die erforderliche Aufsicht in der Villa Jamm werden derzeit noch freiwillige Helfer gesucht. Die Koordination hat Cordula Feist übernommen, Interessenten werden gebeten, sich per E-Mail (cordulafeist@t-online.de) mit ihr in Verbindung zu setzen.