Zwei Spiele haben Igor Matanovic, Lukas Kübler (links) und der SC Freiburg noch zu absolvieren – in beiden Spielen steht viel auf dem Spiel. Foto: Marcus Brandt/dpa

Bevor am Mittwoch das größte Spiel der Vereinsgeschichte ansteht, kämpft der SC Freiburg in der Liga um Platz sieben. Der Fokus soll darauf liegen – einfach wird das nicht.

Auf dem Freiburger Messegelände unweit des Europa-Park-Stadions sind die Vorbereitungen für die Frühjahrsmesse abgeschlossen. Riesenrad und Achterbahn stehen und sind bereit für die Eröffnung am Donnerstagmittag. Volksfeststimmung in Freiburg herrschte aber bereits am Vormittag beim öffentlichen Training des SC Freiburg.

 

Zahlreiche Fans hatten den Feiertag genutzt, um einen Ausflug zum Stadion zu machen und der Einheit beizuwohnen. Und auch, wenn am Samstag (15.30 Uhr/Sky) zunächst das letzte Spiel in der Bundesliga ansteht, war das große Europa-League-Finale in Istanbul am Mittwoch allgegenwärtig. Die Anhänger wollten ihren Europapokal-Helden noch einmal viel Glück für das Spiel gegen Aston Villa wünschen, Spieler und Trainer gaben zahlreiche Autogramme und bedankten sich für die Wünsche. Denn entziehen kann sich dem größten Spiel der Vereinsgeschichte im Breisgau schon seit Tagen keiner mehr.

Zuvor jedoch geht’s am Samstag am 34. Spieltag um die erneute Qualifikation fürs europäische Geschäft. Mit einem Sieg gegen RB Leipzig wären die Freiburger sicher Siebter und damit in der Conference League – egal wie die Verfolger Eintracht Frankfurt und FC Augsburg spielen. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage ginge der Blick auf die anderen Plätze.

Das Spiel in Istanbul überstrahlt das Bundesliga-Finale

Und dennoch überstrahlt das Finale im Besiktas-Stadion am kommenden Mittwoch auch schon das Spiel gegen RB Leipzig. Schließlich winkt neben dem ersten Titel der Vereinsgeschichte als Europa-League-Sieger auch die allererste Teilnahme an der Champions League.

Christian Günter: „Wir können am Samstag wieder ein tolles Ziel erreichen“

„Nichtsdestotrotz gilt es für uns als Mannschaft, den Fokus erstmal auf Leipzig zu legen. Wir haben in dem Spiel auch einfach viel zu gewinnen“, sagte Kapitän Christian Günter am Donnerstag. Eine Extra-Motivation brauche dafür niemand im Team, sagte der Tennenbronner. „Wir können am Samstag wieder ein tolles Ziel erreichen“, so Günter.

Viel los vor dem Europa-Park-Stadion: Viele Fans nutzten den Feiertag, um beim Training vorbeizuschauen. Foto: Paschke

Die Sorge, dass das Spiel in der kommenden Woche Einfluss auf die Vorbereitung auf das Bundesliga-Begegnung haben könnte, wischte auch Trainer Julian Schuster am Donnerstagnachmittag direkt beiseite. Spätestens, wenn die Spieler am Freitag wieder auf das Trainingsgelände kommen, stehe einzig und allein die Partie am Samstag gegen Leipzig im Vordergrund, so Schuster.

Auch mit Aston Villa hat sich Julian Schuster schon beschäftigt

Und dennoch ist etwas anders: Denn entgegen seiner üblichen Vorgehensweise befasste sich der Trainer in der vergangenen Woche nicht nur mit dem kommenden Gegner, sondern schaute auch schon „ein bis zwei Spiele“ von Aston Villa. Nach dem Spiel gegen Leipzig am Samstag dürften noch einige hinzukommen.