Der Fußgängerüberweg an der Salinenstraße am Eingang des Bürgerheims soll künftig besser ausgestattet werden. Foto: Mareike Kratt

Die geforderte Schlafampel wird nicht kommen, dennoch kann der Schwenninger Gottfried Schmidt froh sein: Vor dem Bürgerheim tut sich etwas in Sachen Verkehrssicherheit.

Wenn es um die Stadtentwicklung geht, dann ist der CDA-Kreisvorsitzende Gottfried Schmidt immer vorne mit dabei. Dabei liegen ihm nicht nur Projekte vor der eigenen Haustür, also rund um das Neubaugebiet Eschelen oder den Alten Friedhof, am Herzen, sondern auch Vorgänge oder Missstände, die ganz Schwenningen betreffen.

 

So auch die Verkehrssituation an der – viel befahrenen – Salinenstraße vor dem Bürgerheim. Hier befindet sich im 50er-Bereich zwar ein Fußgängerüberweg, dennoch ist laut Gottfried Schmidt die Sicherheit vor allem für die Bewohner des Bürgerheims gefährdet.

Schon oft habe er – wenn er vor Ort war – die Erfahrung machen müssen, dass sich Autofahrer nicht an die vorgegebene Geschwindigkeit halten und auch den Zebrastreifen nicht richtig beachten. Verschärft werde die Situation noch durch den kleinen Park, das Salinenfeld, gegenüber, den die Senioren besonders im Sommer zum Verweilen nutzen.

Brief an den OB

Mit seinen Sorgen hatte sich der CDA-Vorsitzende im Mai dieses Jahres an Oberbürgermeister Jürgen Roth gewandt und die Situation in der Salinenstraße geschildert. Um das sichere Überqueren der Straße zu ermöglichen, bringt er in seinem Brief gleich eine Maßnahme mit ein: Er schlägt für den Bereich des Fußgängerüberwegs eine sogenannte Schlafampel vor – also eine Ampel, die sich erst bei Knopfdruck einschaltet, um Energie zu sparen.

Und verweist gleichzeitig auf die Situation vor anderen Seniorenheimen in Schwenningen, etwa dem St. Franziskusheim oder dem Haus der Betreuung und Pflege Am Deutenberg, wo es jeweils – berechtigterweise – schon Ampeln gibt – im Übrigen trotz 30er-Zone.

Teilnahme an Sitzung

Eine Antwort von der Verwaltung hat Gottfried Schmidt auch tatsächlich erhalten, in der auf die Juli-Sitzung der kleinen Verkehrskommission – bestehend aus Vertretern der Polizei, des Grünflächen- und Tiefbauamts und des Bürgeramts VS – verwiesen wird. Diese nämlich wollte sich des Themas annehmen – und hatte sogar auch Gottfried Schmidt dazu eingeladen.

​Und das Ergebnis? Eigentlich kann der Schwenninger ganz zufrieden sein, wenn auch seiner eigentlichen Forderung nicht nachgegangen wird: „Die Verkehrskommission hat sich gegen eine, nach meiner Auffassung notwendigen, Schlafampel in der Salinenstraße vor dem Bürgerheim entschieden“, teilt Schmidt unserer Redaktion mit. Allerdings halte die Kommission es für notwendig, dass der Fußgängerüberweg in Höhe vom Bürgerheim optimiert werde.

Bald Umsetzung

Nämlich: Durch den Einbau einer Mittelinsel würde das Überqueren für die Fußgänger erleichtert und somit auch die Verkehrssicherheit erhöht, kann er aus der Sitzung berichten. Und weiter: Die Technischen Dienste VS (TDVS) würden die baulichen Maßnahmen sobald wie möglich durchführen.

„Ich denke, im Interesse des fließenden Verkehrs und vor allem für die Verkehrssicherheit der Bürger, insbesondere für die Heimbewohner des Bürgerheims, wurde eine zufriedenstellende Lösung gefunden“, beurteilt Schmidt das Ergebnis.

Eine Aufwertung

Er gehe davon aus, dass durch einen geeigneten Straßenteiler, der von Weitem erkannt wird, der Zebrastreifen eine Aufwertung in puncto Sicherheit erhält. Außerdem könnten sich all jene bei der Straßenüberquerung sicherer fühlen, da sie wissen, dass sie als Fußgänger zur Not auch in der Mitte pausieren können, fügt der engagierte Schwenninger hinzu.

An der Salinenstraße befindet sich bereits eine Verkehrsinsel auf Höhe des Bürgerheims– nur wenige Meter von der neu geplanten, Foto: Mareike Kratt

Übrigens: Eine ähnliche Mittelinsel, allerdings ohne Zebrastreifen, gibt es bereits einige Meter weiter entfernt, kurz vor der Abzweigung ins Industriegebiet Dickenhardt – aber sogar noch auf Höhe des Bürgerheims.