Teilnehmer befassen sich intensiv mit einem Ortsplan und markieren auffälliges. Foto: Lauble

Es gibt viele Ideen bei Stadtteilspaziergang und Planungswerkstatt in Beffendorf. Verkehr, ÖPNV-Anbindung und das Radnetz sind verbesserungswürdig.

In Beffendorf, so Ortsvorsteher Roland Lauble, gibt es zwei markante Bereiche: Und zwar bilden der ehemalige Farrenstall, welcher von drei Vereinen und der Feuerwehr genutzt wird, das ehemalige Badhaus, in dem der Jugendclub beheimatet ist, Kindergarten, sowie die Turn- und Festhalle, in welcher die ganze Woche über reger Betrieb herrscht, einen zentralen Punkt im Dorf.

 

In der Ortsmitte ist schließlich das Gemeindehaus, welches nicht nur von kirchlicher Seite genutzt wird, sondern auch für private Feiern angemietet werden kann, der dazugehörige Spielplatz ist für die Kinder ein beliebter Ort. Gleich über die Straße findet man das Rathaus, Kirche und Schule.

Bürger haben Gesprächsbedarf

Auch in Beffendorf werden die Menschen älter, führte Thomas Geissler von der Kommunalentwicklung in seiner einleitenden Präsentation aus. Darüber hinaus führe der Klimawandel zu Problemen – in erster Linie durch höhere Durchschnittstemperaturen. Da müsse städtebaulich gegengesteuert werden.

Beim Ortsrundgang selbst fielen ihm die unterschiedlichen Zustände mancher Gebäude auf. Bei der anschließenden Planungswerkstatt, die reges Interesse bei der Bürgerschaft fand, gab es intensive Gespräche.

Junge Generation beachten

In Beffendorf gibt es viel, was gut ist, aber so manches ist auch verbesserungswürdig, dies zeigten die zahlreichen roten Punkte, welche die Teilnehmer auf den Ortsplan geklebt hatten.

Rechtzeitig müsse die Planung eines neuen Baugebietes ins Auge gefasst werden, wurde erkannt. Der Fokus liege aber immer mehr auf Mehrfamilien- und Mehrgenerationenhäusern. Große Flächen sind teuer, und immer aufwendiger zu bewirtschaften, so dass man insgesamt kleinflächiger planen sollte. Es sollte auch Wohnraum für die junge Generation geschaffen und so dafür gesorgt werden, dass diese im Ort bleibt.

Verkehr ist ein Problem

Im Dorf gibt es mehrere kleine Handwerksbetriebe, die mangels geeigneter, zusammenhängender Gewerbeflächen ihre eigenen Lösungen gefunden haben. Ein eigenes Gewerbegebiet aber müsse, so einer der Beteiligten, aus dem Ort heraus an den Ortsrand – dazu fehlt es dann aber an geeigneten Flächen.

Ein weiteres Thema waren die stark befahrene Bösinger und Schramberger Straße, sowie die Hochmössinger Straße. Der Kreuzungsbereich ist, wie schon mehrmals berichtet, gefährlich und unübersichtlich. Der einhellige Tenor war, die Planungen für einen Kreisverkehr voranzutreiben.

Verbesserung bei Radwegen

Sorgen bereitet auch der ÖPNV. Die Haltestellen seien zwar gut verteilt, was aber fast ganz fehle, ist die Verbindung nach Rottweil. Man komme zweimal am Tag mit dem Bus nach Bösingen, das sei allerdings zu wenig.

Ebenso problematisch ist in Beffendorf das Radfahren. In Richtung Lindenhof bleibt oft nur der Gehweg als Alternative, außerdem sei das Queren der Straße in Richtung Lindenhof sehr gefährlich. Schutzstreifen wären innerorts eine eventuelle Lösungsmöglichkeit. Radwegeverbindungen in viele Richtungen seien in keinem guten Zustand, oder überhaupt nicht vorhanden.

Der Ortschaftsrat, so Ortsvorsteher Roland Lauble habe für die Zukunft genug Themen mit dem er sich beschäftigen müsse. Er bedankte sich für die zahlreiche Beteiligung und die angeregten Diskussionen.