„Am Markt“ in der „Neuen Mitte“ in Tailfingen fand der erste Nikolausmarkt statt und zog gleich bei der Premiere viele Besucher an. Foto: Bender

Am Nikolaustag stellten die Tailfinger Vereine einen kleinen Markt in Eigenregie auf die Beine. Die Resonanz war groß; die Erlöse gehen an vier soziale Projekte.

Natürlich durfte einer am Samstag in Tailfingen nicht fehlen. Der Namensgeber der Veranstaltung: der Nikolaus. Und natürlich war er in Begleitung seines Knechts Ruprecht. Sowohl am Nachmittag als auch in den Abendstunden versammelte der Bischof zahlreiche Kinder um sich, um aus seinem sehr dicken goldenen Buch vorzulesen. Die Kleinen mussten sich deshalb auch einige Zeit gedulden, bis sie ihre kleinen Geschenke in Empfang nehmen konnten. Mit Gedichten wie „Wann fängt Weihnachten an?“ von Rolf Krenzer stimmte der Nikolaus Groß und Klein gleichermaßen auf die wundervolle Adventszeit an. Und das just am Nikolaustag.

 

Der Markt in Tailfingen feierte eine gelungene Premiere – war es doch der erste seiner Art im zweitgrößten Stadtteil von Albstadt. Unter anderem der Posaunenchor „TOP“ unter der Leitung von Gerhard Gonser hatte auf den Platten Stellung bezogen, um die Worte des Bischofs mit weihnachtlichen Weisen zu untermalen. Aber auch die Stadtkapelle Tailfingen mit ihrer Jugendkapelle unterhielt die Gäste „Am Markt“.

Einfach, aber genial: Auf dem kleinen Bähnchen des Eisenbahn-Technik-Clubs Albstadt in der Tailfinger Neuen Mitte hatten Groß und Klein ihren Spaß. Foto: Bender

Hin und wieder mussten die Marktbesucher Platz machen, denn eine kleine Bahn des Eisenbahn-Technik-Clubs Albstadt führte durch den Trubel. Manchmal versperrten Gäste die Gleise, die der Schaffner aber sofort wieder freimachte. Zwei Gäste konnten auf dem kleinen Wagen, der mit Muskelkraft betrieben wurde, Platz nehmen. Da nahm manch ein Vater den Nachwuchs auf den Schoß, um selbst für den Antrieb zu sorgen. Und so wurde die kurze Zugfahrt für alle zu einem kostenlosen Vergnügen.

Ob Dosenwerfen oder Quiz, ob Schupfnudeln oder Waffeln, ob das Verarzten von Teddybären oder Beobachten, wie die Modelleisenbahnen ihre Runden drehen – es waren die kleinen Vergnügungen, die gerne nachgefragt wurden.

Beim ersten Nikolausmarkt in Tailfingen schaute der berühmte Bischof mit seinem Knecht Ruprecht gleich zweimal vorbei, um die vielen Kinder zu beschenken. Foto: Bender

Ohne jegliche professionellen Marktbeschicker, aus Eigeninitiative der örtlichen Vereine und ohne jeden Profit haben die Ehrenamtlichen ein kleines adventliches Marktgeschehen auf die Beine gestellt, das durchaus noch ausbaufähig sei, wie manche Tatkräftigen schon bei der Premiere ihren Willen auf Fortsetzung und weitere Ideen erläuterten. Unterstützung fanden die Vereine durch die Stadt Albstadt, weshalb auch Oberbürgermeister Roland Tralmer das Marktgeschehen eröffnete, den Gewerbe- und Handelsverein und durch Klaus Koch, den Inhaber des Edeka-Marktes, der beispielsweise den Sack des Nikolaus auffüllte. Und der gesamte Erlös geht nicht in die eigenen Kassen, sondern wird an vier soziale Projekte verteilt – ganz im Sinne des Heiligen Nikolaus von Myra.