Die Schallbacher füllten beim Neujahrsempfang im Gemeindesaal sämtliche Plätze.
Bürgermeister Christian Iselin begrüßte die zahlreichen Gäste.
Rückblick: Ein starkes Beispiel für Eigeninitiative war die Aufschüttung eines über den Hohlenbach führenden Wirtschaftswegs, die knapp 1000 Kubikmeter Regenrückhalteraum schuf. Die Arbeitskosten des 27 300 Euro teuren Projekts betrugen dank ehrenamtlicher Leistung lediglich 1630 Euro.
Engagiert waren die Bürger auch beim Protest gegen die ursprüngliche, für Schallbach nachteilige Planung des Linienbündels Markgräflerland. Der Erfolg des Widerstands: Ab Januar wird Schallbach über die Buslinie 200 von Kandern nach Basel, die Buslinie 245 von Kleinkems nach Lörrach und die Schülerbuslinie 273 gut angebunden sein.
Im April wurde die barrierefreie Bushaltestelle in der Dorfstraße festlich eingeweiht. Ebenfalls im April startete die Sanierung des Rathaussockels samt Verlegen von Leerrohren für die Anbindung von Straßenlampen an die Photovoltaikanlage (PV) auf dem Rathausdach.
Mehr Solarstrom
2025 kam eine weitere PV-Anlage auf dem Rathausdach dazu. Mit Solarstrom werden der Rathausgebäudekomplex, die Zeechefeschtbuden und die Straßenlampen im östlichen Dorfgebiet versorgt. Die Straßenlampen im Altdorf wiederum werden über die PV-Anlagen auf Feuerwehrheim und Kindergarten versorgt. Mit 21 Hausdächern landete Schallbach auf Platz eins beim PV-Zubau auf Hausdächern im Landkreis Lörrach.
Am Biotopverbund im Landkreis beteiligte sich Schallbach mit dem Anlegen von zwei Blühwegen. Ökologie und Gemeinschaftsgefühl kamen zusammen bei der Apfelaktion im Oktober, die 2026 erneut stattfinden wird. 20 Freiwillige sammelten auf Gemeindegrundstücken 600 Kilo Äpfel und Birnen, die im Anschluss von einer mobilen Safterei zu 300 Litern Saft verarbeitet wurden. Auch Privatleute aus Schallbach, Eimeldingen, Wittlingen und Fischingen brachten ihr Obst zur Safterei. Die Einnahmen aus der Bewirtung bei der Apfelaktion gehen an den künftigen Dorftreff im „Buchhüsli“.
Eine von Fiona Fuchs und Miriam Grether angestoßene Initiative will das kleine Nebengebäude in der Dorfstraße 4 für regelmäßige Treffs nutzen, erste Sanierungsarbeiten wurden bereits ehrenamtlich geleistet.
Zentrales Heizkonzept geplant
Ausblick: Im Feuerwehr- und Kindergartengebäude werden die Türen und Fenster ausgetauscht. Auf der Agenda des Gemeinderats stehen die Erneuerung von Türen und Fenstern im vorderen Bereich des Gemeindesaals, ein Stromspeicher für die Grundschule und ein zentrales Heizkonzept für Rathaus, Gemeindesaal und Dorfstraße 4.
Fördermöglichkeiten für das Heizkonzept könnte etwa das Beteiligungsprogramm der Naturenergie-Gruppe für Kommunen „Naturenergie vernetzt“ bieten, dem sich die Gemeinde 2025 anschloss. Geplant ist des Weiteren eine öffentliche Infoveranstaltung zum Heizen mit Wärmepumpe und deren optimale Vernetzung mit PV und Speicher.
Neuer Wohnraum
Der Glasfaserausbau samt Verlegung von Erdkabeln läuft von März bis Mitte November in drei Bauabschnitten in den noch nicht ausgebauten Bereichen im Dorf. Neuen Wohnraum ermöglicht der Kauf des Anwesens Dorfstraße 2 durch die Gemeinde im Jahr 2022. Auf einem Teil des Grundstücks will die Firma Weisenburger zwei zweigeschossige Doppelhäuser bauen.
Zum Abschluss gab es kritische Worte des Bürgermeisters: „Von oben braucht es eine Änderung zur Entlastung der Kommunen.“ Dazu gehöre Bürokratieabbau und mehr Tempo bei Fördergeldern – aktuell würden zwischen Beantragung und Auszahlung rund zwei Jahre verstreichen. Zudem müsse sich die große Politik damit befassen, wie man mit den wenigen Problemfällen unter den vielen Geflüchteten umgehe.