In wenigen Tagen startet die Fußball-WM. Im Vorfeld stellt der DFB die Heimatvereine seiner WM-Fahrer vor. Dabei erfährt man einiges aus der Jugend von Joshua Kimmich beim VfB Bösingen.
Vom VfB Bösingen zum FC Bayern München und in die deutsche Nationalmannschaft: Dass Joshua Kimmich diesen Weg gehen würde, hat damals wohl noch kaum jemand gedacht. „Der Weg, den Joshua gegangen ist, ist einfach unglaublich“, sagt Kai Flamm dem Portal fussball.de.
In der Serie „Die Wiege der WM-Fahrer“ werden die Heimatclubs der 26 deutschen WM-Fahrer vorgestellt. Der Kapitän aus Bösingen macht den Anfang, indem sein enger Freund Flamm, der in der zweiten Mannschaft (SG Bösingen II/Beffendorf) kickt, von Kimmichs Zeiten als Jugendspieler berichtet.
Schon damals, das macht Flamm deutlich, fiel der heutige Bayern-Profi auf. „Joshua war schon damals viel besser als wir alle. Wenn er auf dem Platz stand, konnten wir im Grunde nicht verlieren“, blickt Flamm zurück.
Als Kimmich einmal mindestens 14 Tore in einem Spiel schoss
Besonders ein Spiel ist ihm in Erinnerung geblieben. 36:0 gewann der VfB Bösingen damals. Und einer drückte der Partie so richtig seinen Stempel auf: Joshua Kimmich, der 14 Tore schoss. „Mindestens 14 Tore, vielleicht waren es auch mehr“, sagt Flamm.
„Besondere Fähigkeiten“
Ob schon damals klar war, dass dieser 14-fache Torschütze zu Größerem bestimmt ist? „Natürlich hat man damals schon gesehen, dass er besondere Fähigkeiten hat. Ich habe damit gerechnet, dass er es aufgrund seines unglaublichen Ehrgeizes weit bringen wird. Klar ist aber auch, dass zwischen Profi werden und Kapitän der Nationalmannschaft sein noch ein großer Unterschied ist“, sagt Kimmichs damaliger Mitspieler, mit dem er noch heute eng befreundet ist.
Das runde Leder spielte schon damals eine große Rolle in ihrem Leben. „Wir hatten eine tolle Jugend und nur Fußball im Kopf. Von morgens bis abends hatten wir einen Ball am Fuß“, sagt Flamm dem Portal fussball.de und schwelgt in Erinnerungen.
Mit der Academy in der Region präsent
Kimmich ist seiner Heimat zudem bis heute verbunden. Die erst 2025 ins Leben gerufene „Kimmich Academy“ veranstaltet in der Region Fußballcamps für Jugendspieler. Der Bayern-Profi selbst berichtete kürzlich in einem SWR-Beitrag, dass seine Heimatbesuche „immer weniger“ werden.
„Aber er ist beim FC Bayern zeitlich eben auch sehr stark eingeschränkt. Da bleibt eben oft keine Zeit, um sonntagnachmittags beim Amateurfußball vorbeizuschauen. Aber manchmal ist er trotzdem da“, sagt auch Flamm, der in dem Textbeitrag auf fussball.de auch über den VfB Bösingen und dessen Gemeinschaft schwärmt.
„Die Gemeinschaft ist ein zentraler Punkt in unserem Verein, vor allem am Wochenende ist unsere Anlage ein zentraler Treffpunkt für die Menschen aus unserem Ort“, sagt er. Und: „Die Bösinger nehmen den Fußball sehr ernst und sind auch stolz auf ihren VfB.“
Vom Bruckäcker ins WM-Finale?
Stolz ist man in Bösingen auch auf den berühmten Joshua Kimmich, der die deutsche Fußballnationalmannschaft in wenigen Tagen als Kapitän aufs Feld führen wird. Oder wie es bei fussball.de zum Abschluss heißt: „Von der Anlage am Bruckäcker zur Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Und dann vielleicht sogar ins Finale in New Jersey.“
Bösingen und ganz Fußballdeutschland drücken Kimmich und Co. bei diesem Unterfangen die Daumen.