Gelungener Einstand: Ricardo Marini bringt beim Osterkonzert in Aasen mit Musicalflair und große Popklassiker auf die Bühne.
In seinem traditionellen Osterkonzert entführte der Musikverein Aasen mit seinem neuen „Maestro“ Ricardo Marini in die Welt der Musicals. Der gebürtige Brasilianer und begnadete Schlagzeuglehrer führte die Gastgeber erstmals vor heimischem Publikum durch ein Konzert.
Für seine Premiere in Aasen hatte er Konzertstücke ausgewählt, die das Publikum auf eine Reise durch bekannte Film- und Musicalkompositionen vergangener Jahrzehnte mitnahmen.
Die ersten beiden Konzertteile gestalteten das vereinseigene Jugendorchester und der Musikverein aus Riedböhringen, die das Publikum von Beginn an begeisterten.
Zum Auftakt stimmte das Jugendorchester unter Leitung von Konstantin Ott auf eine kurzweilige Musikveranstaltung ein.
Bei Nena-Hits wird mitgesungen
Mit dem Konzertwerk „The Witch and the Saint“ zogen sie aufgrund mehrerer Taktwechsel die Aufmerksamkeit des Publikums sofort auf sich. Ein populäres Medley der größten Hits von Nena erinnerte nicht nur an 99 Luftballons, es motivierte auch manchen Gast in der Bürgerhalle zum Mitsingen.
Andere schwelgten in Erinnerungen an die Zeit, als die neue deutsche Welle in ihrer Blüte stand. Nach lautstarken Zugabe-Rufen beendete das Jugendorchester seinen Auftritt mit einem Marsch.
Queen-Stücke sorgen für Stimmung
Auf Adlers Schwingen traf der Konzertpartner unter Leitung von Andreas Keimer in der Bürgerhalle in Aasen ein. Seiner Konzertouvertüre ließ er ein kurzweiliges Programm folgen, das sich zwischen tänzerischen Latino-Sounds und der Schönheit irländischer Folklore erstreckte. In ihrer Zugabe hatten die Gäste auf den Klassiker „Don't stop me now“ der weltbekannten Popband Queen gesetzt und vor der Pause die gute Stimmung in der Halle weiter beflügelt.
Während der Ehrungen zeichnete die Aasener Bläserjugendchefin Emma Bury die beiden zum Saxophonregister gehörenden Carolin Romer und Luis Rothweiler mit dem silbernen Leistungsabzeichen aus. Vorsitzende Carolin Romer ernannte gemeinsam mit den Co-Vorsitzenden Marvin Vogel und Fabian Waldvogel den Bassklarinettisten Günter Hall für 35 Jahre aktive Mitwirkung im Musikverein Aasen zum Ehrenmitglied.
Jede Menge Gefühl
Mit reichlich Gefühl und Ausdrucksstärke eröffnete der Musikverein Aasen sein Konzert. Die Gastgeber hatten hierfür die vierteilige Suite aus dem Kinoerfolg „The Greatest Showman“ gewählt. Weiter ging es hinter dem Horizont, einer der wohl größten Erfolgskompositionen, die in den vergangenen Jahrzehnten aus der Feder von Udo Lindenberg stammten. Entfesselnde Bläserarrangements gepaart mit tänzerischen Elementen und keltischer Folklore erlebte das Publikum während der Aufführung des Musicalmedleys zu „Lord of the dance“.
Dirigent Marini leitete dabei sein Orchester wie in den ersten beiden Stücken ruhig und sicher durch die musikalischen Wogen. In der Folge erinnerten die Gastgeber in einem schwungvollen Medley aus „My fair Lady“ an eines der wohl bekanntesten Musicals der Musikgeschichte, welches bereits Mitte der 1950er-Jahre in den Konzerthäusern für Furore sorgte.
Unvergessliche Abba-Klassiker
Furios war auch das Medley, mit dem das Orchester seine Gäste an den unvergesslichen Hits der schwedischen Popgruppe Abba teilnehmen ließ. Noch einmal bot sich die Gelegenheit, bei den Chartbreakern von Mama Mia über Dancing Queen bis Waterloo mitzusingen.
In seiner Zugabe erinnerte der Musikverein Aasen an einen weiteren großen Gesangskünstler populärer Musik, als er für Udo Jürgens Klassiker „Ich war noch niemals in New York“ ein letztes Mal lautstarken Beifall erhielt. „Premiere geglückt!“, hieß es derweil für Marini am Taktstock des Musikvereins Aasen, der sich im Anschluss unters Publikum mischte, um mit seinen Orchestermitgliedern die Konzertpremiere zu feiern.