Die erleuchteten Bögen des Eisenbahnviadukts sorgten für eine besondere Atmosphäre auf dem Weihnachtsmarkt. Foto: Kern

Der Hornberger Weihnachtsmarkt wurde anlässlich des einhundertsten Geburtstags des Viadukts unter das angestrahlte Bauwerk verlegt. Die Atmosphäre begeisterte.

Ein Meer aus Licht und Farben bescherte dem Weihnachtsmarkt in Hornberg eine besondere Adventsromantik am Wochenende. Anlässlich des Jubiläums des Eisenbahnviadukts verlegte die Stadt den zweitägigen Markt vom Kirchplatz unter die imposanten Bögen des geschichtsträchtigen Bauwerks.

 

Mit Einbruch der Dunkelheit wurde das vor hundert Jahren erbaute Viadukt festlich beleuchtet und schuf eine einzigartige Atmosphäre – komplementiert durch einen prächtigen Vollmond am Himmel. Möglich wurde dies durch eine Sondergenehmigung von Regierungspräsidium und Landratsamt (siehe Info).

Bürgermeister Marc Winzer bedankte sich bei der feierlichen Eröffnung des Weihnachtsdorfs am Freitag für die Ausnahmeerlaubnis, die den Weg frei machte für „Wärme, Lichterglanz und Zusammensein.“ Ein Jahrhundert Eisenbahnviadukt stehe für Geschichte und das Gefühl der Stadt. Der Dank Winzers galt auch der DB-Regio, mit der die Stadt das Jubiläum gemeinsam feiert.

Kanonendonner bei der Eröffnung

Eine Lok war speziell gestaltet worden, die als Botschafter für das markante Hornberger Wahrzeichen zwischen Karlsruhe und Konstanz pendelt. „Die technischen Detail erspare ich Ihnen – nur soviel, dass das Viadukt gebaut wurde um die Gleisanlagen auf drei Gleise zu erweitern,“ erklärte Dirk Andres, Manager der Schwarzwaldbahn von DB-Regio-Südbaden, in seinem Grußwort. Zum Geburtstag des Viadukts überreichte er Winzer ein originalgetreues Modell der Jubiläumslok.

Der sich anschließende stimmungsvolle Prolog des örtlichen Historischen Vereins und weithin hallender Kanonendonner vom Schloss her setzten den Schlussakkord zur Eröffnung des Weihnachtsdorfs.

Die Landsknechte des historischen Vereins mit Hornbergs Bürgermeister Marc Winzer (rechts) bei der Eröffnung. Foto: Kern

Vor allem am Freitagabend kamen wahre Besucherscharen, um die traumhafte Kulisse von weihnachtlichem Lichterglanz und Budenzauber zu genießen. Neben den liebevoll geschmückten Ständen trug auch das umfangreiche Rahmenprogramm dazu bei, dass beide Tage zu einem zauberhaften Erlebnis wurden. In Büschen und Bäumen erstrahlten Lichterketten und Leuchtelemente unter der historisch einmaligen Kulisse.

Musikalische Aufführungen auf der Bühne von unter anderem „Spirits and Music“, der Stadtkapelle und Weihnachtslieder mit der Musikschule Hornberg sowie besinnliche Lesungen verbreiteten vorweihnachtliches Flair. An beiden Tagen stets umlagert war das Promo-Mobil der Deutschen Bahn vor allem von Kindern, die ihr Fahrvermögen am Lokführer-Simulator testen wollten. Der Nikolaus auf Stelzen war auch bei den Erwachsenen ein begehrtes Fotomotiv, als er für die Kinder Luftballonfiguren kreierte und magische Seifenblasen über den Platz schweben ließ.

Die Sondergenehmigung

Der Hornberger Weihnachtsmarkt unter dem Eisenbahnviadukt konnte nur mit einer Sondergenehmigung von Regierungspräsidium und Landratsamt veranstaltet werden, weil dort auch das Zuhause von über tausend Fledermäusen ist. Aus Rücksicht auf die geschützten Tiere wurden die sieben Bögen des Bauwerks nur von einer Seite her und in der Farbe Rot beleuchtet.