Die Volkshochschule Nagold lud – passend zum Semesterschwerpunkt „Zusammen in Vielfalt“ – zum ersten Mal nach der Pandemie wieder zum Café International. Rund 80 Menschen aus 18 Nationen trafen sich zum Kennenlernen und zum Austausch.
Die große Teilnehmerzahl zeigt deutlich, wie groß der Wunsch nach Begegnung ist. Präsentationen der Teilnehmer aus den Integrationskursen vermittelten einen Eindruck von den Aktivitäten in den Kursen.
Ein Film vom Besuch eines Sprachkurses in der Staatsgalerie Stuttgart nahm die Besucher mit in die Welt der Kunst und ließ alle teilhaben an der Begeisterung der Reisenden.
Bilder, von ukrainischen Frauen gemalt und gezeichnet, haben ebenso fasziniert wie die Lieder, die sie vorgetragen haben, und ihre Handarbeiten. Ein Vortrag über die Geschichte des Iran und die Stätten des Weltkulturerbes dort haben die Gäste nicht nur in die Vergangenheit des Landes blicken lassen. Die jungen Männer aus dem Iran haben auch die Unkultur des Mullahregimes angeprangert und die Unfreiheit, die im Land herrscht.
Leckereien aus vielen Teilen der Welt
Wie immer, wenn sich in der Volkshochschule Menschen aus vielen Nationen treffen, wird am Buffet deutlich, dass Kultur, Kunst und Kulinarik zusammengehören. Mitgebrachte Leckereien aus vielen Teilen der Welt haben die Gäste erfreut.
Nach der Pause hat ein junger Mann aus Togo seinen Vortrag über sein Land eröffnet mit dem Sprichwort „Ein einzelner Baum macht keinen Wald“. So wie eine Familie kann eine Gesellschaft nur dann gedeihen, wenn alle, durchaus mit unterschiedlichen Herangehensweisen, zusammen eine Gemeinschaft bilden. Das hat die Präsentation vieler Fotos aus Togo vermittelt. Im Land gibt es viele Kulturen und viele verschiedene Sprachen, die sich erhalten haben und die noch immer gelebt werden. Alle zusammen machten das Land aus.
Männer zeigen traditionelle Tänze
Zwei junge Männer aus Kamerun haben traditionelle Tänze vorgeführt, und sie haben die Nachwirkungen der Kolonialzeit betont, mit denen das Land, wie viele andere des globalen Südens, bis heute zu kämpfen hat.
Wegen der vielen Gäste musste man zusammenrücken, was aus dem Café International ein Fest des Zusammenseins und des Kennenlernens machte. Noch lange nach dem offiziellen Ende standen die Gäste zusammen, um sich auszutauschen.
Viele wünschen sich, dass das Café International wieder Tradition wird in der Volkshochschule, damit aus einzelnen Bäumen ein bunter Wald, aus Fremden Bekannte und Freunde werden.