So feiern Bezirkspokal-Sieger: Die Sulzer Spieler jubeln über ihren Triumph. Foto: Wagner

Bezirkspokal-Endspiele sind Festtage des Fußballs und so war es auch beim diesjährigen Endspiel auf dem Empfinger Sportgelände.

SV Alpirsbach-Rötenbach – VfR Sulz 2:3 (0:3). Der VfR Sulz hat völlig verdient das sehr unterhaltsame und vor allem in der zweiten Halbzeit hochspannende Bezirksfinale gegen einen nie aufsteckenden A-Ligisten aus Alpirsbach-Rötenbach für sich entscheiden können.

Erste Halbzeit nach Belieben dominiert

Dass die Sulzer, die zur Halbzeit mit drei Toren die Partie praktisch nach Belieben dominiert hatten, am Ende um den Erfolg noch zittern mussten, lag an erster Linie an ihrem Chancenwucher.

Jonathan Siegel glänzt

In der ersten Halbzeit konnten die Alpirsbacher mit dem Spiel der Sulzer nicht Schritt halten. Vor allem die rechte Außenbahn mit dem wieselflinken Jonathan Siegel, der mit seiner Schnelligkeit immer wieder Löcher in die Alpirsbacher Abwehr riss, war vom A-Ligisten nicht zu kontrollieren.

Felix Schneider zeichnet sich aus

In der zwölften Spielminute kamen die Neckarstädter zu einer Doppelchance. Nachdem Maurice Fadda am besten Alpirsbacher Spieler an diesem Tag, Torhüter Felix Schneider, der sich mehrfach auszeichnen konnte, gescheitert war, verfehlte auch der Sulzer Mittelstürmer Hidajet Licina das Alpirsbacher Gehäuse. Keine volle Zeigerumdrehung später bissen sich auch Philipp Rumpel an Schneider die Zähne aus.

Traumtor zur Sulzer Führung

In der 16. Spielminute war der Alpirsbacher Keeper das erste Mal geschlagen. Jonathan Siegel wurde herrlich freigespielt, und der Sulzer nagelte das Leder unters Lattenkreuz. Ein Traumtor zur überfälligen Sulzer Führung. Der Treffer zeigte Wirkung. Die Alpirsbacher schafften es ihrerseits nicht, Torchancen herauszuspielen und gerieten in der 31. Spielminute noch deutlicher ins Hintertreffen. Nach Vorarbeit von Maurice Fadda umkurvte Jonathan Siegel noch den Alpirsbacher Torhüter und schob überlegt ins leere Tor ein.

Aller guten Dinge sind drei

Kurz zuvor waren die Alpirsbacher zu ihrer ersten Halbchance gekommen, aber Kai Walz hatte zu überhastet abgezogen. Sulz drückte auch in der Folge dem Spiel seinen Stempel auf, und Sven Schwalber vergab in der 35. und 38. Spielminute fast schon fahrlässig zwei Großchancen. Schwalber sagte sich dann: "Aller guten Dinge sind drei!" und erzielte das 3:0 nach Vorarbeit von Philipp Rumpel.

Bei seinen Torchancen zuvor war wieder einmal Alpirsbachs Keeper Felix Schneider auf dem Posten. Die Partie schien bereits zur Halbzeit zu Gunsten des Bezirksligisten entschieden.

Johannes Schmelzle weckt die Lebensgeister

Nach der Pause plätscherte das Spiel eine Viertelstunde nur vor sich hin, ehe Alpirsbachs Johannes Schmelzle einfach mal abzog – und der Ball unhaltbar für den Sulzer Keeper Allan Jasian in dessen Tor einschlug. Dieser Treffer weckte die Lebensgeister des A-Ligisten, und die Sulzer kamen in der Folge sogar noch in Bedrängnis.

Das Spiel spitzt sich zu

In der 69.Spielminute spitzte sich das Spiel weiter zu. Nach Kopfballvorlage steuerte der kurz zuvor eingewechselte Lorenz Engisch auf das Sulzer Gehäuse zu, nutzte die Chance und verkürzte auf 2:3. Die Sulzer wussten nicht, wie ihnen geschah und mussten damit wieder um den Pokalerfolg zittern.

Brenzlige Momente

Nach einem der vielen weiten Einwürfe von Simon Gremmelspacher kam ein Alpirsbacher, der am langen Posten postiert war, einen Schritt zu spät. Die Sulzer Abwehr um Spielertrainer Riccardo Spataro war nun gefordert und hatte noch einige brenzlige Momente zu überstehen.

Kein Konter-Kapital

Die Sulzer verpassten es auf der Gegenseite, aus ihren Konterchancen Kapital zu schlagen. So scheiterte Michael Sigel in der 85. Spielminute am abermals gut reagierenden Alpirsbacher Keeper. Bereits in der Nachspielzeit hatte Alpirsbachs Thomas Kalmbach den Ausgleichstreffer auf dem Schlappen. Er setzte den Ball aber über das Gehäuse.

Siegel scheitert vom Punkt an Schneider

In der Nachspielzeit wurden den Sulzern noch ein Foulelfmeter zugesprochen. Diesen konnte Jonathan Siegel aber nicht im Alpirsbacher Tor unterbringen, da Felix Schneider den schwach geschossenen Ball parierte. Kurz danach erlöste der gut leitende Schiedsrichter Julius Wick die Sulzer Fans und deren Mannschaft und pfiff die nervenaufreibende Partie ab.